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BROOKLYN WESTE

BROOKLYN WESTE

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Normaler Preis $8.50 USD
Normaler Preis Verkaufspreis $8.50 USD
Sale Ausverkauft

Das Brooklyn Schnittmuster für eine Kinder Weste ist komplett gefüttert, elegant oder verspielt – perfekt für Hochzeiten, Feiertage oder kältere Tage. Mit zwei Passformen ist auch ein Trachten-Look möglich. Brooklyn hat eine optionale Leistentasche und einen rückwärtigem verstellbarem Gurt mit Schnall. Diese Ringträger-Weste kannst du ganz einfach selber nähen.

Marina’s Videoanleitungen sind direkt unterhalb des Listings zu finden. Schau einfach vorbei, ich freue mich auf dich.

 

Was ist beim Schnittmuster dabei?

  • Sofort-Download
  • Digitale PDF Schnittmuster
  • DIN A4 Format
  • eBook
  • Video-Anleitungen

Bonus Videos: Wie man einen Kragen für die Brooklyn Weste zeichnet.

Design

  • Komplett gefüttert
  • Klassische Schnalle am Rückenteil
  • Wendbar, wenn du die Schnalle weglässt
  • Optionale Paspeltaschen
  • Tailliert oder locker geschnitten
  • KamSnap Druckknopfverschluss
  • Knopfverschluss (Optional)

Stoffverbrauch

STOFFEMPFEHLUNG
Besonders schön finde ich Kordstoffe oder Leinen. Eingewebte Muster, so wie Hahnentritt, machen sich hier hervorragend.

STOFFVERBRAUCH

  • Obermaterial: 40-50cm

KURZWAREN

  • Vlieseline: 30cm
  • KamSnaps: 3-5 Paare
  • Passendes Garn: 1 x
  • Formband

Verfügbare Größen

Größe: 92-152, Alter 1-12

Bitte beachten

  1. Dies ist ein digitales Schnittmuster oder eine PDF-Datei, kein physisches Produkt. Die Zustellung erfolgt elektronisch über einen Download-Link an die beim Kauf verwendete E-Mail-Adresse. Zusätzlich kann das Schnittmuster von deinem Kundenkonto heruntergeladen werden.
  2. Um sicherzustellen, dass das Schnittmuster in seiner tatsächlichen Größe gedruckt wird, wird die Verwendung von Adobe Acrobat Reader empfohlen.
  3. Kleine Betriebe: Ich freue mich wenn meine Schnittmuster dir helfen, tolle Bekleidung für deine Kunden zu nähen. Industrielle Produktion ist untersagt.

Kunden werden ermutigt, Frocks & Frolics zu verlinken, wenn sie Projekte, die mit meinen Schnittmustern erstellt wurden, in sozialen Medien teilen.

@frocksandfrolics
#frocksandfrolics

Vollständige Details anzeigen

SCHRITT-FÜR-SCHRITT ANLEITUNG

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EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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DAS SCHNITTMUSTER
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STOFFAUSWAHL
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ZUSCHNITT
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DIE LEISTENTASCHE (OPTIONAL)
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NÄHEN DER WESTE
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KAMSNAPS EINSETZEN
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KAMSNAPS BEZIEHEN
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KRAGEN FÜR DIE WESTE ZEICHNEN UND NÄHEN

VIDEO TEXT

Die Brooklyn Weste - Ein Überblick

Transkript für das Video: Brooklyn - Einführung in das Projekt

Hallo und willkommen zur Brooklyn‑Weste. Hier geht es mal los rund um das Schnittmuster. Ich möchte dir so einiges dazu erklären. Ich bin ganz begeistert von KamSnaps, die sind so super einfach anzubringen mit so einer kleinen Zange und einer Ahle. Für 19 Euro kannst du dir schon ein Starterpaket besorgen, da sind ganz viele Farben drin, also ganz super. Oder du kannst auch einen Knopf beziehen, dazu gibt es auch ein Video, das zeigt, wie man das mit Trick macht.

Was dein Garn anbelangt: immer ein ganz hochwertiges Garn nehmen, das keine Fasern hat, die rausstehen, damit es richtig schön glatt aussieht. Du kannst natürlich zum Zusammennähen auch ein billiges Baumwollgarn nehmen, aber zum Absteppen auf jeden Fall immer ein hochwertiges Garn. Ich habe Gütermann, das ist Polyester, hält besonders gut und verfärbt nicht.

Als Vlieseline immer eine ganz weiche nehmen, vielleicht 180, und in der Farbe passend zur Weste. Für das Rückenteil haben wir diese tollen Schiebeschnallen. Meine habe ich in Amerika besorgt, aber man kann auch bei Karstadt oder DaWanda tolle Sachen finden. Wer eine Mädchenweste machen möchte, kann eine viel breitere Schnalle nehmen und den Riegel doppelt so breit machen. Das zeige ich dir alles im Video für die Mädchenweste – sieht fast aus wie eine Schleife, ganz süß.

Maßnehmen

Beim Maßnehmen ist wichtig, dass wir zuerst von der Körperhöhe ausgehen. Lass dich nicht durcheinanderbringen, weil da so viele Zahlen stehen. Miss einfach locker unter den Achseln einmal rundherum um den Torso. Dieses Maß ist dann das zweite entscheidende Maß. Also zuerst die Körperhöhe, sagen wir 84 cm, und dann haben wir zwei Möglichkeiten: regulär geschnitten oder schmal geschnitten. Dann haben wir das fertige Maß für regulär und das fertige Maß für schmal geschnitten.

Das Maß deines Kindes sollte 3 cm kleiner sein als das fertige Maß. 5 cm geht auch noch so gerade. Alles darüber sitzt zu locker. Man kann natürlich hinten mit der Schnalle etwas zusammenziehen, aber ich finde es schöner, wenn es richtig gut sitzt.

Schnittmuster ausdrucken

Wenn du dein Schnittmuster ausdrucken willst, musst du es mit Adobe Acrobat Reader DC machen. Der Link dazu ist in deiner Anleitung. Du kannst es kostenlos herunterladen. Achte darauf, keine Zusatzsoftware zu installieren. Dann herunterladen, öffnen, auf „Drucken“ klicken.

Ganz wichtig: 100 % oder aktuelle Größe anklicken. Auf keinen Fall etwas anderes. Unter „Eigenschaften“ kannst du noch einstellen, dass du weniger Tinte verbrauchst. Papiergröße nicht vergessen – DIN A4. Dann drucken.

Ein Schnittmuster sieht dann so aus: Du hast immer ein Schnittmuster pro Größe. Hier z. B. 12–18 Monate. Unten drunter ist die Testskala, die muss 5 cm lang sein. Immer erst die erste Seite ausdrucken und messen.

Schnittteile

Für die Rückenteile haben wir eine rosa Blume, vorne eine weiße Blume. Die gestrichelten Linien sind die Ansatzlinien, da wird das Schnittmuster zusammengesetzt – alphabetisch sortiert. Auf dem letzten Blatt ist immer ein Plan, wie alles zusammengehört.

Beim Vorderteil haben wir die gepunktete Linie für schmal geschnitten und die durchgezogene Linie für regulär.

Stoffauswahl

Ich zeige dir ein paar Stoffe, die du verwenden kannst.

Bedruckte Baumwolle: knittert, aber super süß.
Eingewebte Muster: z. B. Gingham, sehr schön für Futter.
Jeansstoff: Köperbindung, diagonal verlaufende Linie, gibt mehr Bewegungsfreiheit.
Fleece: super kuschelig, ideal für Wende‑Westen.
Dekostoffe / Gardinenstoffe: viele übersehen das, aber sie sind toll für Westen – fest, stabil, leicht zu verarbeiten.
Seide: nur wenn du Reste hast, nicht extra kaufen.
Leinen: perfekt für Jungenwesten, knittert, aber wunderschön.
Hahnentritt: ideal für Vintage‑Westen.

Beispiele aus der Community

Ich liebe es, wie viele aus unserer Gruppe mitmachen:

Frieda aus Namibia: Wende‑Weste aus Satin und Wolle.
Jorafina Abdullah aus Indonesien: passendes Kuscheltier zur Weste.
Susan Boos aus Kanada/Mexiko: Samt‑Weste, wunderschön.
Noch eine Wende‑Weste von Susan für Samuel – unser kleiner Star.
Vicky Montano: Weste für ihre Tochter, die sie überallhin trägt.
Eine Seiden‑Krepp‑Mischung – nichts für schwache Nerven, aber toll.
Anna Schmöger aus Deutschland: wunderschöne Weste.
Und meine Weste aus Leinen mit Leistentaschen und Schiebeschnalle.

Weiter geht’s

Und dann kann es losgehen – jetzt geht’s zu Kapitel 2, dem Zuschnitt.

Das Schnittmuster

Transkript für das Video: Brooklyn - Das Schnittmuster

Als Erstes suchen wir die Größe aus, die wir dann ausdrucken werden. Dazu suchen wir in der Tabelle erst einmal die Körperhöhe, die passt, also die Größe. Und dann können wir einmal unter den Achseln Maß nehmen und sehen, welches Maß das ergibt. Und dann können wir auf unserer Tabelle gucken, wo dieses Maß mit der Körperhöhe zusammenpasst.

Um es einfacher zu machen, gibt es dieses Schnittmuster sowohl in schmal geschnitten als auch in regulär, sodass du ganz einfach deine Größe finden kannst. Und dann siehst du hier, wir haben auch die Fertigmaße dort. Also kannst du gucken: Wie weit ist es denn, wenn es zusammengenäht ist? Und das kannst du vielleicht auch mit Kleidungsstücken vergleichen, die du schon hast. Dann weißt du: Aha, so wird’s passen.

Am besten ist es, wenn man so zwischen 3 oder 4 cm Unterschied hat zwischen dem Umfang des Torsos und den fertigen Maßen. Dann passt es richtig gut. Es soll ja gut anliegen, aber auch nicht zu eng sein.

Schnittmuster ausdrucken

Dann wird das Schnittmuster ausgedruckt, und zwar mit Adobe Acrobat Reader. Wenn du das nicht schon hast, kannst du es dir im Internet umsonst herunterladen. Das ist ganz einfach.

Wenn du dein Schnittmuster mit Adobe Acrobat Reader ausdruckst, dann ist es genau die Größe, die das Schnittmuster auch haben soll. Andere Systeme, die schon eingebaut sind auf deinem Computer, da ist das nicht immer gewährleistet.

Beim Ausdrucken ist es ganz wichtig, dass du entweder 100 % ausdruckst oder aktuelle Größe bzw. Actual Size auf Englisch. Und wenn es ums Format geht, Hochkant oder Quer: Wenn ich Hochkant anklicke, dann habe ich es schon gehabt, dass es etwas kleiner ist. Also bitte hier automatisch anklicken.

Wenn du kannst, solltest du auch „weniger Tinte verbrauchen“ anklicken. Das macht sich natürlich gut — Tinte ist teuer. Hier bei mir kann ich auch die Dokumentengröße anklicken, das ist bei mir DIN A4. Das ist natürlich auch super.

Und dann sind wir soweit und können unser Schnittmuster ausdrucken.

Testskala prüfen

Dann habe ich hier eine Testskala. Bei meinen neueren Schnittmustern ist das jetzt ein Quadrat. Hier sind es 5 cm. Das solltest du nachmessen und gucken, dass es auch passt.

Schnittmuster zusammensetzen

Damit es einfacher ist zu sehen, was zusammengehört, habe ich das System bei allen Schnittmustern, dass ich für alle Vorderteile immer eine weiße Blume drauf habe, für alle Rückenteile eine rosane Blume. Dadurch weißt du immer gleich: Aha, das gehört zusammen.

Und hier hast du immer diese gestrichelte Linie. Da habe ich immer 1 cm angesetzt. Das macht es viel einfacher, das Schnittmuster im Anschluss zusammenzusetzen. Das ist also eine Seite, die jetzt Kante auf Kante liegen wird, und die andere hat diesen kleinen Untertritt. Dadurch ist es ganz leicht, das Ganze mit Klebestreifen zusammenzusetzen.

Auf der letzten Seite hast du dann immer einen kleinen Plan, wie dein Schnittmuster zusammenzusetzen ist. Je nach Größe ist das natürlich unterschiedlich. In der Größe 152 hast du dann vielleicht drei Teile fürs Vorderteil, und bei der Größe 92 hast du vielleicht nur eins. Das verändert sich je Größe, und der Plan dafür ist immer auf der letzten Seite deiner Schnittmuster.

Schnittteile

Am Vorderteil sind die Knopflöcher markiert. Vom Vorderteil brauchen wir natürlich vier gegengleich. Vom Rückenteil brauchen wir auch zwei, die dann im Stoffbruch zugeschnitten werden.

Dann haben wir hier noch die Leistentasche — da brauchen wir zwei — und den Riegel, ebenfalls zwei.

Du kannst die Leistentasche natürlich auch weglassen und den Riegel auch.

Und dann haben wir hier die kleine gestrichelte Linie: Das ist unsere schmal geschnittene Weste. Und die gerade durchgezogene Linie ist die regulär geschnittene Weste.

Weiter geht’s

Und jetzt geht’s weiter mit der Stoffauswahl. Bis gleich.

Welcher Stoff eignet sich für die Weste

Transkript für das Video: Brooklyn - Stoffauswahl

Jetzt wollen wir uns noch einmal die Stoffe ansehen.
Hier zum Beispiel habe ich eine wunderschöne Baumwolle ausgesucht. Baumwolle knittert leicht, aber ich finde das in diesem Fall nicht schlimm. Man muss natürlich wissen: Wofür macht man das? Ist es für eine Hochzeit oder einfach nur für die Schule und zum Wohlfühlen? Dann sind ein paar Knitter überhaupt nicht schlimm.

Jeansstoff / Köperbindung

Hier habe ich einen Jeansstoff in Köperbindung.
Das sieht so aus, als würden kleine Stufen rauf und runterlaufen. Ein toller Stoff — wir kennen ihn von Jeans. Er knittert nicht, sieht schön fesch aus, und man kann das Ganze natürlich von innen abfüttern.

Als Beispiel habe ich eine gestreifte Baumwolle als Futter — eingewebt, sehr schön, macht sich toll.

Fleece und Baumwolle

Hier habe ich einen Fleece-Stoff als Obermaterial und eine Baumwolle als Futter.
Wichtig: Fleece dehnt sich. Baumwolle als Futter gibt dem Fleece Stand, damit es sich nicht verzieht.
Ich würde nie Fleece außen und Fleece innen machen — zu dick und zu dehnbar.

Wolle

Wenn du etwas aus Wolle arbeitest, musst du auf die Strichrichtung achten — immer von oben nach unten.
Gerade für Übergangszeiten ist Wolle super: warm, schick, ein Hemd drunter — perfekt.

Das Futter hier ist ebenfalls Köperbindung, mit diagonaler Struktur. Dadurch knittert es weniger, obwohl es Baumwolle ist.

Möbelstoffe / Dekostoffe

Du kannst auch ganz andere Stoffe benutzen — hier z. B. ein Gardinenstoff.
Er ist wie Popeline gewebt: ein dicker Schussfaden, ein dünner Kettfaden.
Dadurch entsteht eine schöne Struktur, etwas fester, ideal für Westen.

Ich habe Möbelstoffe schon oft in kleine Mäntelchen, Taschen und vieles mehr verwandelt.
Es gibt tolle Möglichkeiten — probier’s mal aus.

Kombinationen für Mädchenwesten

Für das Rückenteil einer Mädchenweste könntest du z. B. einen Blümchenstoff nehmen und vorne einen rosafarbenen Stoff.
Das hier ist Dupon-Seide — nicht knitterfrei, aber wunderschön. Man muss nur wissen, ob man das möchte.

Hier habe ich eine Mischung aus Leinen und Baumwolle, wieder Köperbindung — super schön.
Auch das ist ein Möbelstoff, den ich zu einer Mädchenweste verarbeitet habe.

Dazu gibt es in diesem Kurs auch das Video, wie du einen Peter-Pan-Kragen zeichnen und den Ausschnitt anpassen kannst.

Lieblingsstoff: Leinen

Hier kommt mein Lieblingsstoff: Leinen.
Sieht immer gut aus, klassisch, knittert ein bisschen — aber wir nennen das ja „edle Knitter“.
Völlig in Ordnung.

Weitere Beispiele

Hier habe ich eine Baumwolle mit eingewebtem Streifen — sehr schön.
Und einen Fischgratköper — super als Weste, passend zu einer Hose oder Jeans.
Stell dir mal eine passende Mütze dazu vor — großartig.

Wolle kannst du richtig zusammendrücken — sie knittert kaum.
Baumwolle dagegen knittert sofort, aber nicht so schlimm wie Leinwandbindung.

Beispiele aus der Community

Hier ein Beispiel von Frieda aus Namibia — für ihren Sohn genäht.
Vorne Duchess Satin, hinten Baumwolle mit raffiniertem Karo — wunderschön.

Links eine Weste von Umarani Abdullah, auch für ihren Sohn — sehr süß.
Rechts eine Weste von Susanne Hütze für Samuel — Leistentaschen weggelassen, im Samt wäre das auch schwierig.
Samuel ist unser kleiner Star — ich habe Susanne gefragt, ob ich das Bild nutzen darf, und sie hat sofort ja gesagt.

Hier hat Vicki Manzano für ihre Tochter eine tolle Cord-Weste genäht.
Cord kommt wieder richtig in Mode.
Sie hat es sich einfach gemacht: KamSnaps, Leistentaschen weggelassen, tolles Futter — perfekt für Mädchen.

Hier eine Mischung aus Krepp und Seide — wunderschön, aber nichts für Anfänger.

Und hier kommt meine eigene Weste: Vorderteil und Rückenteil in blauem Leinen, Außenseite mit Autodruck — ebenfalls Leinen.

Weiter geht’s

So, und jetzt geht’s los — wir können anfangen, unsere Weste zu nähen.

Die Brooklyn Weste zuschneiden

Transkript für das Video: Brooklyn - die Weste zuschneiden

Jetzt geht es ans Zuschneiden. Ich hoffe, du hast tolle Stoffe ausgesucht und bist bereit.
Wir haben:

  • das Rückenteil (im Stoffbruch zugeschnitten)
  • das Vorderteil
  • die optionale Tasche
  • die Riegel (zweimal zuschneiden, wenn du sie verwenden möchtest)

Man kann die Riegel natürlich auch weglassen.

Stoffbruch legen

Wir falten uns jetzt einen Stoffbruch, der gerade so weit entfernt ist von der Webkante, dass wir das Rückenteil darauflegen können.
Das Rückenteil muss exakt an der Webkante liegen — wirklich genau.
Ich sehe oft, dass Leute ein bisschen Abstand lassen — nein, das geht nicht.
Es muss genau an der Kante liegen.

Wenn du mit der Hand drunter fährst, darf der Stoff nicht auf der anderen Seite sichtbar sein.

Zuschneiden – Grundtechnik

Beim Zuschneiden immer von der linken Stoffseite schneiden, wenn es geht.
Manchmal kommt man nicht gut rein, dann geht es auch von rechts.

Als Rechtshänderin arbeite ich so, dass meine linke Hand den Stoff hält, hebt oder wegzieht — das macht das Schneiden viel präziser.

Wenn du um Kurven schneidest:
Nur mit der Spitze der Schere schneiden.
Wenn man die Schere zu weit öffnet, schneidet man schnell zu weit.

Du kannst dein Schnittteil ruhig bewegen — es ist ja festgesteckt.

Vorderteile zuschneiden

Jetzt falte ich den Stoff um und schneide mein Vorderteil aus.
Achte unbedingt darauf, dass der Fadenlauf gerade ist.

Hier siehst du wieder, wie ich mit der linken Hand den Stoff wegziehe, damit ich gut schneiden kann.

Kontrolle: linkes und rechtes Vorderteil

Wenn du fertig bist, solltest du ein linkes und ein rechtes Vorderteil haben — nicht zweimal rechts oder zweimal links.
Beim Zuschnitt im Stoffbruch passiert das nicht, aber wenn du einzeln zuschneidest, musst du aufpassen.

Tasche zuschneiden

Die Tasche sollte immer so liegen, dass der Pfeil entlang der Webkante verläuft.
Bei Streifen würden die Streifen also senkrecht verlaufen.

Bei Leinen ist es egal, ob du im Schuss oder in der Kette zuschneidest — Leinen ist Leinwandbindung und in beide Richtungen gleich stabil.

Ich habe hier zwei Taschen zugeschnitten und das Ganze so sparsam gelegt, dass ich von meinen 40–50 cm Stoff richtig viel übrig habe — super bei Leinen, das ja nicht ganz billig ist.

Riegel zuschneiden

Jetzt habe ich meine zwei Riegel zugeschnitten.
So viel Stoff habe ich übrig — richtig toll.

Futter zuschneiden

Im Futter mache ich es genauso:

  • Rückenteil im Stoffbruch
  • Vorderteile einzeln
  • Fadenlauf beachten
  • Muster beachten

Ich habe hier kleine Autos — die sollen natürlich von einer Seite zur anderen durchlaufen.
Ich lege die Teile nebeneinander, damit ich sehe, ob alles passt.

Kombination der Stoffseiten

Ich verarbeite das so:

  • eine Seite der Weste: blaues Rückenteil + zwei Vorderteile mit Autos
  • andere Seite: Autos‑Rückenteil + zwei blaue Vorderteile

So wird es eine schöne Wende‑Weste.

Vlieseline für die Taschen

Weil ich die Taschen einarbeite, brauche ich noch etwas Vlieseline — gerade so breit, dass sie die Tasche verstärkt.
Ich schneide mir zwei Stücke zu.

Vorderteile verstärken

Im Ausschnitt dehnt sich der Stoff immer leicht.
Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Ganzes Vorderteil mit Vlieseline bebügeln
  2. Nur Streifen aus Resten aufbügeln

Das hängt vom Stoff ab.

Bei leichter Baumwolle wie hier würde ich empfehlen, das ganze Vorderteil zu bebügeln — besonders, wenn der Untergrund dunkel ist und durchscheinen könnte.

Streifenmethode (Alternative)

Wenn du nur verstärken willst, wo es nötig ist:

  • Schneide dir Streifen aus Vlieseline, ca. 1,5 cm breit
  • Bügle zuerst den vorderen Streifen auf (Knopfleiste)
  • Dann die Rundung am Ausschnitt — dafür die Streifen einschneiden und leicht überlappen

Das ist besonders gut für Stoffe, die sich nicht so stark dehnen oder die schwerer sind.

Entscheidung: ganze Fläche oder nur Streifen?

Ich habe hier das ganze Vorderteil bebügelt, weil das Blau sonst durchscheinen würde.
Bei schweren Stoffen reicht es, nur Ausschnitt und Armausschnitt zu verstärken.

Rückenteil verstärken

Beim Rückenteil möchte ich die Bewegung erhalten — also keine komplette Vlieseline.
Ich könnte den Halsausschnitt bebügeln oder Formband verwenden.

Formband ist etwas anspruchsvoller — Anfänger sollten lieber einen Vlieseline‑Streifen nehmen.

Weiter geht’s

Jetzt bin ich so weit, dass ich die Weste im Ganzen zusammennähen kann, wenn ich keine Tasche einarbeiten möchte.

Oder du gehst jetzt zu Teil 3.2 und arbeitest deine Leistentasche ein.

Die Leistentasche nähen

Transkript für das Video: Brooklyn - Wie man eine Leistentasche näht

Hallo und willkommen bei der Leistentasche.
Wer die Leistentasche nicht einarbeiten möchte, kann jetzt einfach weitergehen zu Kapitel 4, wo ich zeige, wie man die Weste zusammennäht.
Wer die Leistentasche einsetzen möchte, macht natürlich hier weiter.
Sie sieht wunderschön aus, wie du hier siehst, und ist gar nicht so schwer. Ich möchte dir wirklich Mut machen, das auszuprobieren — du wirst nachher sagen: „Mensch, das war ja gar nicht so schwierig!“

Schnittteil vorbereiten

Der erste Schritt ist, die Leistentasche aus deinem Schnittmuster auszuschneiden, damit wir sie auf das Vorderteil legen können und genau wissen:

  • wo die Vlieseline aufgebügelt wird
  • wo später die Tasche eingearbeitet wird

Jetzt können wir anfangen.

Vlieseline aufbügeln

Wir legen das Schnittmuster auf die Stoffunterseite des Vorderteils.
Dann nehmen wir die zugeschnittene Vlieseline und legen sie genau über das kleine Rechteck, das wir ausgeschnitten haben.
Am besten steckst du sie fest, damit nichts verrutscht.

Auf der anderen Seite machen wir genau dasselbe — wieder auf die Stoffunterseite legen und die Vlieseline feststecken.

Dann bügeln wir die Vlieseline auf — ohne Dampf.
Mein Bügeleisen stellt den Dampf nie ab, typisch amerikanische Geräte, aber gut, wir machen das Beste draus.

Markierungen übertragen

Wenn die Vlieseline fest ist, markieren wir die Nahtlinien.
Ich markiere mir die Ecken mit Bleistift — sieht man später sowieso nicht.

Mit dem Geodreieck zeichne ich die Seitenlinien, damit alles schön gerade ist.
Auf der anderen Seite wiederholen wir das und vergleichen kurz die Länge, damit wir keinen Fehler gemacht haben.

Taschensack positionieren

Jetzt drehen wir das Vorderteil um und arbeiten auf der Stoffoberseite.

Wir legen den Taschensack so an, dass er 1,5 bis 2 cm oberhalb der oberen Kante der Tasche liegt.
Feststecken.
Schnittmuster entfernen — jetzt liegt alles perfekt.

Früher habe ich mich immer gequält, die richtige Position zu finden.
Wenn man die Tasche direkt aus dem Schnittmuster ausschneidet, kann eigentlich nichts schiefgehen.

Rechteck nähen

Jetzt nähen wir das Rechteck.
Stichlänge verkürzen — etwa Knopflochstichlänge, also etwas über 1.

Das Füßchen so aufsetzen, dass die Bleistiftlinie genau in der Mitte der Füßchenöffnung liegt.
Langsam nähen.

An der Ecke: Nadel im Stoff, drehen, weiter nähen.

Manchmal nähe ich minimal links neben der Linie, damit beide Seiten später exakt gleich sind.
Halbe Stiche sind manchmal nötig — nicht ideal, aber besser als schiefe Linien.

Nicht verriegeln.

Rechteck aufschneiden

Jetzt schneiden wir das Rechteck auf.
Ich schneide leicht nach oben, weil ich die Nahtzugabe später für Stabilität nutze.

Dann bis in die Ecken schneiden — wirklich bis zum letzten Stich.
Viele haben Angst davor, aber wenn der Stich klein genug ist, passiert nichts.

Eine kleine Schere ist hier hilfreich.

Tasche wenden und bügeln

Jetzt ziehen wir die Tasche durch die Öffnung auf die Rückseite.
Dann wird gebügelt.

Erst die Naht auseinanderbügeln, dann die Oberkante hochbügeln.
So bekommt man eine viel schönere Kante.

Mit viel Dampf bügeln, dann die Tasche hochziehen und in die Öffnung rollen.
Nochmal bügeln.

Viele bügeln viel zu wenig — dabei ist Bügeln beim Nähen einer der wichtigsten Schritte.

Nahtzugabe-Varianten

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Nahtzugabe auseinanderbügeln
    – flacher, eleganter Look
  2. Nahtzugabe nach oben bügeln
    – Tasche steht etwas höher, stabiler

Ich finde flach schöner und bügle auseinander.
Dann stabilisiere ich die Tasche mit einem Streifen Vlieseline.

Tasche absteppen

Jetzt steppe ich einmal rundherum ab.
Ich stelle die Nadel drei Positionen nach rechts, damit ich mich an der Kante orientieren kann.
Ich schaue nicht auf die Nadel, sondern auf die Stoffkante und die Markierung am Füßchen.

Wenn nötig, mache ich wieder einen halben Stich, damit beide Seiten identisch sind.

Nicht verriegeln — wir ziehen die Fäden nach hinten, verknoten sie und schneiden sie ab.
Das sieht viel professioneller aus.

Tasche schließen

Jetzt wird die Unterkante der Tasche hochgelegt und festgesteckt.
Die Tasche ist klein — wir wollen nicht, dass sie später in der Seitennaht mitgefasst wird.

Wir nähen oben und an den Seiten das kleine Dreieck fest — aber nicht wie bei der traditionellen Schneider‑Methode.
Wer die klassische Methode sehen möchte, findet sie in meinem englischen Workshop.

Aber warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Abschluss

Jetzt nähe ich die Tasche zusammen — und sie sieht absolut professionell aus.
Das kannst du auch als Anfänger mit ein bisschen Geduld wunderbar schaffen.

Wir sind jetzt so weit, dass wir unsere Weste zusammennähen können.
Weiter geht’s in Kapitel 4.

Das Futter und Obermaterial zusammen nähen

Transkript für das Video: Brooklyn - Futter und Obermaterial zusammen nähen

Jetzt geht es weiter und wir nähen unsere Weste zusammen. Hier kannst du die schönen Taschen sehen, die wir schon eingearbeitet haben. Unser erster Schritt ist, die vordere Kante zusammenzunähen. Dazu lege ich mein Vorderteil und mein Futterteil rechts auf rechts und schließe den vorderen Ausschnitt so, wie ich das hier angezeichnet habe. Wir haben dabei immer eine Nahtzugabe von 1 cm.

Ich stecke mir das fest und wir hören auf zu nähen auf halber Höhe zur Spitze. Damit ist es später leichter zu arbeiten. Wir schließen das ganz am Ende weiter. Verriegeln, 1 cm Nahtzugabe, und dann fangen wir an zu nähen. Wenn du an die Ecke kommst, musst du darauf achten, dass deine Nadel im Stoff steckt.

Hier auch wieder: Nadel im Stoff, wenden, weiter nähen. Und dann können wir das mit ein paar Stichen jeweils tun. Ein Taschentuch ein bisschen heben, wenden und sich so um die Kurve herum arbeiten. Die Kurven haben’s in sich. Wer jetzt sehr gut nähen kann, kann es auch ohne Hilfsmittel machen. Gerade wenn man am Anfang steht, würde ich mir da Zeit nehmen, damit die Kurve richtig toll aussieht. Das ist nämlich genau der Bereich, wo das Auge später hinschaut.

Nahtzugaben zurückschneiden und vorbereiten

Dann schneiden wir die Nahtzugaben zurück. Und hier möchte ich euch einen kleinen Trick zeigen: Es ist immer ganz schön, wenn man die Kante einfach umfaltet. Wenn man allerdings dickeren Stoff hat, bietet es sich an, die eine Kante mehr zurückzuschneiden als die andere, damit es nicht so dick wird. In meinem Fall mache ich das hier mit meinem Leinen und schneide das von innen zurück.

Überall, wo wir eine Kurve haben, müssen wir einschneiden. Wer keine Wende‑Weste näht, kann die Nahtzugabe auf das Futter bügeln — das ist auch eine tolle Sache, dadurch lässt es sich leichter bügeln und sieht gut aus.

Jetzt halte ich hier die Ecke mit meinen Fingern und wende das Ganze. Mit der Nadel kann ich die Ecke noch etwas herausarbeiten. Das gibt eine richtig schöne Kante.

Vorderkante bügeln

Wenn ich das jetzt bügle, ist es am besten, die Naht erst in das Vorderteil zu bügeln und dann den Stoff so mit den Fingern auf dem Bügelbrett zu rollen, dass die Kante genau richtig liegt — also dass die Naht genau in der Kante liegt. Immer mit dem Finger rollen. Das ist die Technik dafür.

Hier kannst du sehen, dass es viel besser ist, wenn man es umgefaltet hat, als wenn man es knapp zurückgeschnitten hat. Dann sieht das wunderbar aus.

Halsausschnitt vorbereiten

Jetzt arbeiten wir den Halsausschnitt. Ich benutze dieses Mal Formband. Du kannst natürlich auch Vlieseline aufbügeln, aber ich wollte dir zeigen, dass es mit Formband auch geht. Du musst sehr vorsichtig sein, dass du das Formband nicht zu locker annähst — es soll den Halsausschnitt stabilisieren.

Gerade Anfänger machen hier oft Fehler. Du kannst den Stoff auch einfach in die Vlieseline einbügeln — das zeige ich in der Mädchenweste, das Video ist kostenlos. Wer das hier nicht ganz verstanden hat, kann dort nachschauen.

Dann wird der Halsausschnitt zurückgeschnitten und eingeschlagen, damit wir keine Spannung haben, wenn wir wenden. Auch hier wieder: Wenn es keine Wende‑Weste ist, kann die Nahtzugabe auf das Futter gebügelt werden. In meinem Fall ist es eine Wende‑Weste, also bügle ich die Nahtzugabe erst hoch.

Ecken ausformen und Schultern schließen

Die Ecken richtig schön „rausrubbeln“ — ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll — rollen oder rubbeln zwischen den Fingern, bis die Naht richtig in der Kante sitzt. Das macht richtig Spaß, wenn es gut aussieht.

Jetzt machen wir die Schulternähte. So hinlegen, wie es später sein soll, dann öffnen und aufeinanderlegen. Ganz wichtig: Die Nähte müssen auseinanderliegen. Stecknadeln vertikal setzen. Die Nadeln können drin bleiben.

Dann die Naht schließen.

Schulter korrekt nähen

Viele nähen hier einfach gerade drüber — aber du kannst sehen, dass die Schulter eine kleine Rundung hat. Die musst du einhalten. Wenn du gerade drüber nähst, steht die Schulter später ab. Also: Rundung einhalten.

Immer erst flachbügeln, dann auseinanderbügeln. Wenn der Stoff dicker ist, Nahtzugabe zurückschneiden. Ich mache das hier auch.

Armausschnitt – Burrito‑Methode

Jetzt geht es weiter mit dem Armausschnitt. Wir machen die berühmte Burrito‑Methode. Wir schließen nicht den gesamten Armausschnitt, sondern nur von einer Seite zur anderen.

Die Technik: Eine Seite der Weste einrollen, die andere darüberlegen, die Mitte aufeinanderlegen, stecken, nähen. Danach auseinanderziehen — und schwupps, fertig.

Ich sage euch ehrlich: Als ich Lehrling war, gab es kein Internet. Ich habe das so kompliziert genäht, mit Clips und allem. Diese Methode macht es so leicht. Ich habe sie erst vor ein paar Jahren auf YouTube entdeckt und dachte: Warum kompliziert, wenn es so einfach geht?

Armausschnitt nähen und wenden

Wir nähen von hier bis dort. Dann Nadeln raus, Nahtzugaben zurückschneiden, Kurven einschneiden. Dann durch die vordere Schulter durchziehen. Wieder rollen, bügeln, formen.

Dann die andere Seite genauso.

Riegel vorbereiten und annähen

Jetzt brauchen wir die Riegel. Außenkante bügeln, beidseitig 1 cm einschlagen, zusammenlegen, bügeln. Schnalle testen, ob es durchpasst. Wenn zu schmal, jetzt anpassen.

Dann absteppen — nicht zu knapp, etwas Abstand sieht sportlicher aus.

Seitennähte schließen

Jetzt werden die Seitennähte geschlossen. Ganz simpel: Seiten rechts auf rechts legen, stecken, nähen. Der Riegel wird ins Rückenteil gelegt — deshalb haben wir dort die zwei Knipse.

Beim Nähen benutze ich die Stecknadel, die ich gerade herausgezogen habe, um die Stofflagen zusammenzuhalten — das macht man irgendwann automatisch.

Nahtzugabe ins Rückenteil bügeln.

Unterarm schließen

Jetzt schließen wir den Rest des Unterarms. Das ist jetzt viel einfacher, weil wir die Seitennaht nach hinten versetzt haben. Nähte aufeinanderlegen, stecken, nähen. Nahtzugaben zurückschneiden, Kurven einschneiden.

Wenden und Bügeln

Jetzt wenden wir die Weste. Immer die am weitesten entfernte Ecke zuerst durchziehen. Dann die andere Seite. Ich lasse immer eine kleine Wendeöffnung — ich bin da faul — aber hier müssen wir von Hand schließen.

Naht schön herausarbeiten, bügeln. Ich liebe Bügeln — es macht alles so schön sauber.

Absteppen

Jetzt steppe ich alles ab, weil ich es sportlicher mag. Mit rotem Faden, außer beim Riegel. Nicht zu knapp absteppen. Am Rückenteil anfangen, damit man die Verriegelung nicht sieht.

Beim Absteppen immer den Stoff ins Füßchen schieben, niemals festhalten oder ziehen. Das ist eine wichtige Angewohnheit.

Armloch absteppen

Jetzt noch das Armloch absteppen. Stoff links vom Füßchen, damit ich als Rechtshänder gut sehe. Ich schaue nicht auf die Nadel, sondern auf die Stoffkante und die Markierung am Füßchen.

Abschluss

Und das war’s — unsere Weste ist fertig. Als Nächstes geht es weiter mit Knopf annähen, Knopf beziehen, Knopfloch nähen oder KamSnaps anbringen. Und dann sind wir schon fast fertig.

Ich hoffe, du bist beim nächsten Mal wieder dabei. Unser nächstes Projekt ist schon in Planung — ein ganz süßes Bolerojäckchen mit einem Schal‑Kragen. Danke für deine Treue und bis zum nächsten Mal.

Wie man KamSnaps einarbeitet

Transkript für das Video: Brooklyn - KamSnaps einarbeiten

Jetzt zeige ich dir erstmal, wie man KamSnaps anbringt.
So ein Druckknopf hat immer vier Teile:

  • zwei Caps (runder Kopf mit einem spitzen Stift)
  • ein Stud (mit einer Erhöhung vorne)
  • ein Socket (mit einer Vertiefung, in die der Stud genau hineinpasst)

Vordere Mitte bestimmen

Als Erstes müssen wir die vordere Mitte finden.
Die ist auf deinem Schnittmuster angegeben, du kannst aber auch einfach abmessen — das sind 1,5 cm von der Kante.
Dort steckst du eine Nadel.

Dann legst du beide Vorderteile aufeinander und steckst sie an der Kante entlang fest, damit beim Anbringen der KamSnaps nichts verrutschen kann.
Das ist wirklich wichtig, damit später alles schön gerade sitzt.

Spitze kontrollieren

Ganz wichtig: die Spitze unten einmal nachmessen.
Wenn die nicht stimmt, sieht das Ganze später komisch aus.
Bei mir saß sie nicht ganz richtig, also habe ich die Nadel wieder rausgezogen, alles neu gemessen und korrigiert.
Lieber jetzt korrigieren — KamSnaps trennt man nicht gern wieder auf.

Position der KamSnaps markieren

Im Anschluss markieren wir, wo die KamSnaps angebracht werden sollen.
Ich habe hier vier KamSnaps und markiere:

  • wo der oberste sitzen soll
  • wo der unterste sitzen soll

Dann messe ich die Distanz zwischen beiden und teile sie durch drei — immer einmal mehr teilen als Knöpfe dazwischen sind.
Bei mir waren das 4,6 cm.
Die zeichne ich mir an.

Untersten KamSnap einsetzen

Ich fange immer mit dem untersten an — wie bei Knopflöchern, den sieht man am wenigsten, falls etwas schiefgeht.

  1. Mit der Ahle ganz gerade durch alle Lagen stechen.
  2. Die Ahle wieder herausziehen.
  3. Den Cap durchstecken.
  4. Den Socket oben auflegen.
  5. Mit der Zange zusammendrücken.

Ganz simpel — deshalb mag ich KamSnaps so gern.

Oberen KamSnap einsetzen

Jetzt machen wir die obere Seite:

  1. Wieder die Ahle ganz herausziehen.
  2. Cap auflegen.
  3. Diesmal kommt der Stud (mit dem scharfen Rand) oben drauf.
  4. Zusammendrücken — fertig.

Weitere KamSnaps einsetzen

Die anderen KamSnaps mache ich ganz genauso:

  • wieder genau durch die Markierung stechen
  • Cap unten
  • Socket oder Stud oben
  • zusammendrücken

Und schon ist alles perfekt.

Abschluss

Ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht, hier zu lernen, wie man so eine Weste näht.
Und wer das Ganze lieber mit Knöpfen machen möchte, kann einfach das Video für die Mädchenweste ansehen — dort zeige ich dir:

  • wie man ein Knopfloch anzeichnet
  • wie man einen Knopf annäht
  • und alles, was dazugehört

Ich hoffe, es hat viel Spaß gemacht, die Weste mit mir zusammen zu nähen, und ich sehe dich beim nächsten Projekt wieder.

Wie man einen KamSnap bezieht

Brooklyn Waistcoat Hack: Wie man einen Bubi-Kragen zeichnet

Transkript für das Video: Brooklyn Weste: Bubi Kragen zeichnen und nähen

Hier geht es jetzt zum Bonus‑Video und jetzt sage ich dir, wie du diese tolle Weste nähen kannst. Schwuppdiwupp, die ist ganz super und auch mädchentauglich. Ich werde dir jetzt erst mal zeigen, wie man das Schnittmuster abwandelt, und dann nähen wir das Ding ganz flink zusammen. Natürlich nicht so ausführlich wie bei der Jungs‑Version, es ist ja nur ein Bonus, aber ich zeige dir trotzdem jeden Schritt.

Kragen zeichnen

Ich zeige dir jetzt als Erstes, wie wir den Kragen zeichnen, damit er nicht hochsteht und sich schön anlegt an die Schultern. Vorne kannst du natürlich Spitze ansetzen oder ein Stückchen Stoff. Wir können das einkräuseln — auch eine ganz tolle, süße Sache. Den Riegel habe ich zweimal so breit zugeschnitten, damit er ein bisschen aussieht wie eine Schleife.

Beim Schnittmuster musst du als Erstes dein Vorderteil und dein Rückenteil an der Schulter zusammenlegen. Weil wir ja Nahtzugabe haben, müssen wir die erst mal wegnehmen. Ich zeichne mir hier 2 cm an und lege dann mein Rückenteil darauf, genau dort, wo es hingehört. Dann kannst du das stecken oder mit Tesafilm zusammenkleben.

Wir legen etwas Papier drunter und zeichnen vorne einmal entlang. Ganz wichtig ist auch, die Schulter einzuzeichnen — also dort, wo die Nahtzugabe ist. Dann nehme ich mein Geodreieck und zeichne diese Schulter. Ganz oft vergisst man ja die Nahtzugaben, wenn man anfängt. Deshalb zeichnen wir die gleich mit ein.

Markiere dir auch, wo vorne und hinten ist, damit du es nicht durcheinanderbringst.

Jetzt zeichnen wir die Nahtzugabe von 1 cm ein. Dann muss ich sehen, wie breit ich meinen Kragen eigentlich machen will. Ich nehme mein fertiges Kragenteil: hier sind es 5 oder 6 cm, vorne etwa 4 bis 4,5 cm. Also gehe ich nach vorne und messe mir 6 oder 7 cm, je nachdem, wie breit du es haben willst. Das zeichne ich bis hinten durch.

Beim Kragen musst du beachten, dass sich das Vorderteil 3 cm überschlägt. Also messen wir das ab und ziehen vorne 3 cm ab. Dann kannst du gerade runtergehen oder ein bisschen schräg — das geht natürlich auch.

Ich schreibe mir „hintere Mitte“ drauf, das wird im Stoffbruch zugeschnitten. Wenn du keinen Stoffbruch machst, musst du hier noch eine Nahtzugabe ergänzen.

Kragen formen

Ein Kragen hat ja immer die Tendenz zu stehen. Indem ich die Außenlinie verkürze, sorge ich dafür, dass der Kragen schön flach anliegt. Das ist ganz wichtig. Ich lege die Teile oben Kante auf Kante und unten 1,5 cm überschlagen. Ich mache das mit Tesafilm fest.

Ich weiß aus Erfahrung, dass der Kragen sonst immer noch ein bisschen hochsteht. Deshalb mache ich dasselbe hier auch — aber nur 0,5 cm. Jetzt haben wir eine kleine Welle drin, die müssen wir ausgleichen. Du kannst das mit Tesafilm festkleben. Je nachdem, wie weit du überschneidest, kann das extrem sein. Dann musst du es ausgleichen.

Oben ist ein kleines bisschen Versatz — das lasse ich einfach nach hinten einlaufen. Das geht auch.

Zuschnitt vorbereiten

Wenn ich ein großes Muster habe, muss ich natürlich so zuschneiden, dass es gut aussieht. Taschen lasse ich hier weg, das würde vom Muster ablenken. Ich suche mir für das Rückenteil einen schönen Kreis aus, der zentral liegt. Immer die Nahtzugabe mit einberechnen.

Ich stecke eine Seite an, schneide aus, entferne die Schnipse, lege das Teil um und schneide die andere Seite.

Wir markieren, wo der Riegel angesetzt wird. Für das Vorderteil suche ich mir ebenfalls einen schönen Kreis aus. Ich schneide nur eine Seite aus und lege dann die andere Seite rechts auf rechts, damit sie identisch wird. Wenn man möchte, dass es vorne beim Überlappen exakt gleich ist, müsste man anders zuschneiden — das zeige ich in einem anderen Video.

Jetzt schneiden wir das Futter zu, wie bei der Jungs‑Weste. Rückenteil im Stoffbruch. Dann schneide ich den Kragen aus — entlang der Webkante, damit die Streifen nach unten laufen. Das sieht am besten aus.

Den Riegel schneide ich doppelt so breit zu, damit er niedlich aussieht. Ich zeichne mir die Spitze ein, schneide bis zur Mitte, lege um und schneide das zweite Teil. Dann habe ich zwei Riegel.

Kragen nähen

Der Kragen wird mit Vlieseline bebügelt. Dann lege ich rechts auf rechts und nähe die Außenkante. Ein guter Tipp: von der Seite nähen, auf der die Vlieseline ist. Ich stecke vertikal, damit ich die Nadeln nicht rausziehen muss.

Ich nähe von der hinteren Mitte einmal herum. Oben nähe ich leicht schräg, damit keine Nase entsteht. Dann wird zurückgeschnitten, gewendet und die Ecke mit der Nadel ausgeformt.

Dann bügle ich die Naht in eine Richtung und forme den Kragen wie bei der Jungs‑Weste. Danach wird abgesteppt.

Riegel nähen

Die Riegel werden rechts auf rechts gelegt und an der Spitze entlang genäht. Dann zurückschneiden, wenden, bügeln und die kleine Rundung schön ausformen.

Ich nähe die Riegel zuerst auf das Rückenteil. Ich habe angeknipst, wo sie hinmüssen. Ich lege die Mitte des Riegels auf die Mitte der Schnipse. Dann stecke ich die andere Seite fest und mache eine kleine Kellerfalte — frei nach Schnauze. Beide Seiten angleichen.

Schultern schließen und Kragen einsetzen

Bei der Mädchenweste schließen wir zuerst die Schultern, weil wir den Kragen einarbeiten wollen. Dann wird der Kragen aufgelegt — die Seite ohne Vlieseline zeigt nach oben. Ich beginne an der rückwärtigen Mitte und arbeite mich nach vorne. Achte darauf, dass er auf beiden Seiten an derselben Position beginnt.

Dann nähe ich einmal rundherum mit einem Einhalte‑Stich.

Futter annähen

Jetzt lege ich das Futter auf, wie wir es kennen. Ich kann die Spitze vorne noch verändern — für Mädchen etwas flacher. Ich lege das fertige Vorderteil auf das andere und schneide es identisch zu.

Dann nähe ich wie bei der Jungs‑Weste einmal rundherum. Wenn der Kragen sich verzogen hat, unbedingt auftrennen — das macht einen riesigen Unterschied.

Nahtzugaben zurückschneiden, einschneiden, wenden. Weil es keine Wende‑Weste ist, steppe ich die Nahtzugabe knappkantig auf das Futter.

Armausschnitte – Burrito‑Methode

Jetzt schließen wir die Armausschnitte — die berühmte Burrito‑Methode. Genau wie vorher, nur mit Kragen. Nicht ganz bis zum Ende nähen, dann durchziehen. Eine Seite ist fertig. Ausbügeln.

Seitennähte schließen

Jetzt schließen wir die Seitennähte: erst Futter rechts auf rechts, dann Oberstoff. Naht ins Vorderteil bügeln. Danach die Unterarmnaht schließen.

Saum schließen und wenden

Jetzt schließen wir den Saum, lassen eine Wendeöffnung, schneiden zurück und wenden. Von der äußersten Ecke durchziehen, ausbügeln. Wer möchte, kann absteppen.

Riegel und Knöpfe

Jetzt bringe ich den Riegel an, ziehe die andere Seite durch — sieht wie eine kleine Schleife aus, sehr mädchenhaft.

Dann bringe ich die Knopfleiste an. Ich zeichne eine Linie vom obersten zum untersten Knopf, messe die Distanz, teile durch zwei und markiere. Dann zeichne ich die Knopflöcher ein. Der Knopf ist 2,2 cm, also mache ich 2,4 cm Knopfloch.

Ich nähe die Knopflöcher, nähe die Knöpfe an — so, dass sich vorne 3 cm überlappen. Ich steche durch die äußerste Ecke des Knopflochs, damit ich weiß, wo der Knopf hinmuss.

Dann vernähe ich den Faden, schneide ab und mache den nächsten Knopf.

Abschluss

Und das war’s auch eigentlich schon. Das ist eine wunderschöne Sache auch für Mädchen. Vielen Dank fürs Zuschauen und ich hoffe, ihr seid beim nächsten Projekt — der Mädchenweste mit langem Arm und Schalkragen — wieder mit dabei. Bis bald.

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