BOBBY DAZZLER
BOBBY DAZZLER
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Bobby Dazzler ist unser digitales Latzhosen‑Schnittmuster, für Baby‑Overalls. Mit klassischem Latz vorne und geräumigen Cargo‑ und aufgesetzten Taschen für all die kleinen Schätze. Clevere Details wie der Druckknopfverschluss im Schritt für einen schnellen Windelwechsel und Metallschnallen und Träger machen diese Latzhose herrlich praktisch für jedes Alltagsabenteuer.
Und sobald du los nähen möchtest, warten Marinas Videoanleitungen nur ein paar Scrolls weiter unten auf dich – bereit, dich beim Nähen zu begleiten.
Was ist beim Schnittmuster dabei?
Was ist beim Schnittmuster dabei?
- Sofort-Download
- Digitale PDF Schnittmuster
- DIN A4 Format
- eBook
- Video-Anleitungen
Design
Design
- Drei Längen zur Auswahl: kurz, knöchellang und lang
- Klassische Eingriffstaschen
- Kängeruhtasche auf dem Latz
- Gesäßtaschen
- Kurze Druckknopfleiste (Seitennaht)
- Druckknopfleiste innere Beinnaht
Stoffverbrauch
Stoffverbrauch
STOFFEMPFEHLUNG
Mittelschwere gewebte Stoffe wie zb Chino, Denim
STOFFVERBRAUCH
- Obermaterial: 65-120 cm
ZUBEHÖR
- Jeans-Knöpfe: 4 x
- Druckknöpfe (KamSnaps): 6-10 Paar (Snaply.de)
- Garn: 1 x Absteppgarn + 1 x Standard
- Jeansknöpfe (15mm-17mm Durchmesser): 4 x
- Schieber & Schnallen (3,2cm): 2 x
- Vlieseline: 50cm (H180)
Verfügbare Größen
Verfügbare Größen
Größe: 50-92
Bitte beachten
Bitte beachten
- Dies ist ein digitales Schnittmuster oder eine PDF-Datei, kein physisches Produkt. Die Zustellung erfolgt elektronisch über einen Download-Link an die beim Kauf verwendete E-Mail-Adresse. Zusätzlich kann das Schnittmuster von deinem Kundenkonto heruntergeladen werden.
- Um sicherzustellen, dass das Schnittmuster in seiner tatsächlichen Größe gedruckt wird, wird die Verwendung von Adobe Acrobat Reader empfohlen.
- Kleine Betriebe: Ich freue mich wenn meine Schnittmuster dir helfen, tolle Bekleidung für deine Kunden zu nähen. Industrielle Produktion ist untersagt.
Kunden werden ermutigt, Frocks & Frolics zu verlinken, wenn sie Projekte, die mit meinen Schnittmustern erstellt wurden, in sozialen Medien teilen.
@frocksandfrolics
#frocksandfrolics
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SCHRITT-FÜR-SCHRITT ANLEITUNG
VIDEO TEXT
Willkommen im Kurs
Transkript für das Video: Bobby Dazzler – Einführung in das Projekt
Ich freue mich, dass du dabei bist.
Hier erkläre ich dir ein paar wichtige Dinge, bevor du anfängst zu nähen oder bevor du deinen Stoff kaufst.
Wir haben hier einen mittelschweren Denimstoff, den ich besonders toll finde, weil er ein bisschen Stretch hat. Das ist für Kinder super bequem. Denim eignet sich meiner Meinung nach am besten für diese Hose.
Ganz wichtig: Mein Bobby Dazzler hat natürlich die Öffnung für die Windel. Die Methode, die ich am Ende am besten fand, ist die mit den KamSnaps, und zwar nur auf der Druckknopfleiste. Von außen sieht man das gar nicht. Rückwärtig geht der KamSnap durch alle Lagen durch.
Verschlüsse – KamSnaps, Druckknöpfe, Metallsnaps
Bei dieser Latzhose habe ich zuerst gedacht: „Okay, wir machen Metallsnaps.“
Das habe ich auch bei einer Hose gemacht und die Metallsnaps durch alle Lagen gesetzt. Das war bei dieser Hose so. Ich konnte keine kleineren finden und fand sie etwas zu groß – und vor allem gehen sie schwer zu. Wenn da kleine Beinchen drinstecken, möchte man ja nicht ständig so fest drücken.
Die KamSnaps waren meiner Ansicht nach einfach besser: billig, praktisch, gut.
Hier habe ich auch Druckknöpfe eingesetzt, die waren von Prym – viel kleiner und besser als die von Amazon.
Zum Absteppen habe ich die Farbe der Hose genommen, sodass man die Naht kaum sieht.
Ich habe die KamSnaps hier nicht nur für die Druckknopfleiste benutzt, sondern auch oben – das fand ich aber nicht so schön in der Kombination. Ich würde KamSnaps nur dort benutzen, wo man sie nicht sieht. Für die Druckknopfleiste sind sie perfekt.
Wenn du den Bobby Dazzler ohne Druckknopfleiste nähen möchtest, geht das natürlich auch.
Hier habe ich die Hose hochgekrempelt – echt schön, flott und sommerlich. Das ist die Knöchellänge. Da schließen wir zuerst die Seitennaht und arbeiten dann den Saum.
Stoffbeispiele
Ich habe noch einen gestreiften Leinenstoff benutzt – für den Sommer ganz schön.
Man kann die Hose hochkrempeln, sehr niedlich. Das ist Größe 2–3.
Angezogen vielleicht süß, aber ich finde Denim wirklich am schönsten für diese Hose.
Eine Ausnahme war dieser schwere Flanellstoff in Größe 50 – der sah richtig süß aus.
Verarbeitungsmethoden
Hier haben wir die Druckknopfleiste. Ich mache sie noch einmal auf, damit wir sie uns gut ansehen können.
Ich finde, die Druckknopfleiste sieht am schönsten aus, wenn sie aus einem Kontraststoff genäht wird, der etwas leichter ist. Das ist leichter zu verarbeiten und sieht schick aus.
Oben beim Latz habe ich denselben Stoff benutzt, hinten am Rückenteil auch.
Das sieht schön aus, selbst wenn man es angezogen kaum sieht.
Hier habe ich einen tollen Flanellstoff benutzt – wieder sehr schön mit den kleinen Autos.
Auch hier versteckt sich der Kontraststoff innen. Ein leichter Kontraststoff macht bei dieser Latzhose wirklich etwas her.
Hier habe ich es etwas eleganter gehalten und einen karierten Stoff eingearbeitet. Auch sehr schön.
Da habe ich auch mein Label eingenäht.
Schnallen, Schieber & Verarbeitung
Ihr lernt in diesem Kurs auch, wie man die Schieber anbringt und die Schnallen.
Das ist wirklich toll – und gar nicht so schwer.
Hier unten am Saum kann man einfach oder doppelt absteppen.
Wir haben eine schöne Kurve im Besatz, alles sieht ordentlich aus.
Und dann wird natürlich viel abgesteppt – dafür brauchst du Absteppgarn.
Du kannst auch Motive aufbügeln, wie ich es hier gemacht habe.
Es bietet sich an, einmal herumzunähen, denn mein Motiv löst sich schon – da nähe ich noch einmal drumherum.
Taschen & Reißverschluss
Die Eingriffstaschen haben eine schöne Ecke, nicht einfach gerade runter.
Ich habe hier einen Vorreißverschluss eingesetzt und dann abgesteppt, abgesteppt, abgesteppt.
Du brauchst:
- 1 Rolle Absteppgarn
- 1 Rolle reguläres Garn
- 2 Schieber
- 2 Schnallen
- 4 Knöpfe
Wer möchte, kann auch Nieten anbringen.
Ich habe mir dafür das Prym Creative Tool gekauft und zeige euch in einem Bonusvideo, wie man die Nieten anbringt.
Das findest du im Kurs unter „Bonusvideos“ oder auf YouTube in der Playlist.
Anleitung & Kursmaterial
In der Anleitung findest du:
- Links zu meiner Nähschule (Basics, Verschlüsse, Ärmel, Schnittmuster‑Hacks, Weihnachtsnähen, einfache Projekte)
- Stoffempfehlungen
- Größentabelle
- Hosenbeinlängen
- Diagramm mit allen Varianten
Der Bobby Dazzler kommt in drei Längen:
kurz, knöchellang und volle Länge.
Die Amazon‑Links sind nur zur Orientierung – ich verdiene daran nichts.
Der Stoffverbrauch ist eigentlich niedrig.
Was viel Stoff braucht, ist das Rückenteil, weil es so hoch geht.
Aber wie du siehst, bleibt immer viel übrig.
Dann gibt es die Anleitung zum Ausdrucken, die Nahtzugaben (immer 1 cm, schon enthalten), das Schnittmuster im Detail, den Zuschneideplan – und dann geht’s los mit dem Kurs.
Zu jedem Kapitel gibt es einen Link direkt zum passenden Video.
Jetzt können wir im nächsten Kapitel einen genaueren Blick auf das Schnittmuster Bobby Dazzler: Das Schnittmuster
Das Schnittmuster
Transkript für das Video: Bobby Dazzler Latzhose - Das Schnittmuster
In diesem Kapitel erkläre ich euch alles über das Schnittmuster und natürlich auch, wie man es ausschneidet, zusammensetzt und vorbereitet. Dafür brauchen wir Klebestreifen, eine Schere und unser Maßband.
Als Allererstes messen wir unser Testquadrat. Es muss 5 cm lang sein, sowohl in der Länge als auch in der Breite. Wenn das stimmt, können wir loslegen.
Zum Ausdrucken möchte ich noch kurz sagen: Das machst du natürlich mit Adobe. Auf der Seite zum Ausdrucken, wo du entweder „Portrait“ oder „Landschaft“ eingestellt hast, musst du unbedingt „Auto“ anklicken. Das ist ganz wichtig, damit dein Testquadrat richtig ausgedruckt wird.
Bei mir ist alles in Ordnung, also kann ich alle Teile ausschneiden.
Schnittmusterteile ausschneiden und zusammensetzen
Hier haben wir die Anstoßlinien. Dort werden die Schnittmusterteile zusammengesetzt. Es ist einfacher, wenn sich das Papier etwas überlappt, dann geht das Zusammensetzen schneller.
Am Ende deines Schnittmusters findest du immer die Übersicht. Dort kannst du sehen, wie viele Teile du benötigst, z. B. bei der rückwärtigen Hose: A, B, C, D, E und F.
Die Teile haben außerdem unterschiedliche Blümchen: Rückwärtige Teile sind rosa, vordere Teile weiß, alles andere hat kein Blümchen. So kannst du beim Zuschneiden gleich sortieren.
Ich schneide jetzt weiter aus und wenn alles ausgeschnitten ist, schauen wir uns das Schnittmuster an.
Rückenteil zusammensetzen
Ich habe alles ausgeschnitten. Als Erstes setzen wir das Rückenteil zusammen. Wir schauen noch einmal in den Plan, dort sieht man genau, wie es später aussehen soll.
Jetzt setzen wir an den Anstoßlinien die Teile zusammen. Die kleinen Karos müssen aufeinanderliegen, dann weiß man sofort, dass es richtig ist.
Das Rückenteil ist jetzt fertig.
Weitere Teile zusammensetzen
Dasselbe wiederholt sich für die Knopfleiste und für den Latz. Ich setze jetzt alles zusammen und dann sehen wir uns wieder.
Vorder- und Rückenteil – Längen und Optionen
Diese Hose hat drei verschiedene Längen: volle Länge, Knöchellänge oder Shorts. Das gilt für Vorder- und Rückenteil.
Die kleinen „Zacken“, die seitlich herausstehen, sind dafür gedacht, dass beim späteren Hochschlagen des Saums genug Stoff vorhanden ist. Wenn du Shorts nähst, kannst du das abschneiden, solltest aber das abgeschnittene Stück aufheben, damit du es später wieder anlegen kannst.
Du hast außerdem die Möglichkeit, die Hose mit oder ohne Druckknopfverschluss zuzuschneiden. Ohne Druckknopfverschluss schneidest du entlang der gestrichelten Linie. Ich mache das jetzt einmal vor.
Auf dem Rückenteil bleibt alles wie es ist, dort muss nichts geändert werden.
Länge anpassen
Wenn du die Hose für Sommer oder Frühling nähst, kannst du sie auch kürzen. Ich schneide hier auf Knöchellänge. Das abgeschnittene Stück klebe ich mit leicht ablösbarem Klebeband auf die Rückseite, damit es beim Zuschneiden nicht stört.
Taschen vorbereiten
Wenn du die Taschen einarbeiten möchtest, findest du hier die Positionen. Die Taschen werden zweimal gegengleich zugeschnitten. Dazu gehört der Besatz, der im Stoffbruch zugeschnitten wird. Die Nahtzugabe ist dort bereits reduziert, damit es passt.
Zur Vorderhose gehört außerdem der Latz. Den schneiden wir einmal im Futter und einmal im Oberstoff zu. Die Knopfposition ist angegeben. Wenn du größere Knöpfe verwendest, musst du darauf achten, dass sie nicht über die Kante hinausragen.
Eingriffstaschen
Die Eingriffstaschen kannst du aus Futter oder Kontraststoff zuschneiden. Sie werden an die Vorderhose angenäht und liegen später auf der unteren Tasche. Beide Teile müssen gegengleich zugeschnitten werden.
Aufgesetzte Taschen
Für den Latz gibt es eine aufgesetzte Tasche. Du kannst die Kanten einschlagen oder das Schnittteil als Schablone verwenden. Dasselbe gilt für die aufgesetzte Tasche am Rückenteil.
Für das Rückenteil gibt es außerdem zwei kleine Taschen, die übereinander liegen. Die Linien zeigen dir, wo gefaltet wird. Unten wird nichts gefaltet, dort wird später einfach eingeschoben.
Leiste vorbereiten
Jetzt kommen wir zur Leiste. Dafür lege ich die Teile übereinander, damit man die Positionen gut sehen kann.
Der Besatz liegt oben, die rückwärtige Leiste wird gefaltet und oben zusammengenäht. Die vordere Leiste liegt innen. Alles muss exakt auf einer Linie sitzen.
Wenn alles zusammengenäht wird, näht man in die Ecke hinein und wieder heraus. Dann wird die rückwärtige Leiste aufgelegt und alles passt perfekt zusammen.
Leistenschnittmuster
Das Leistenschnittmuster wird im Stoffbruch zugeschnitten. Du hast volle Länge, Knöchellänge und Shorts. Du kannst es zurückschneiden oder in voller Länge lassen.
Die Leiste wird 1 cm unterhalb der Saumkante angelegt. Auf beiden Seiten ist sie 1 cm länger als der Saum – das passt also wunderbar.
Ich empfehle, die Leiste aus Kontraststoff zu nähen, das sieht besonders schön aus.
Positionsschablone für Druckknöpfe
Es gibt eine Schablone für die Position der KamSnaps oder Druckknöpfe. Die Abstände sind für jede Länge angepasst.
Du legst die Schablone an die vordere Mitte, schneidest die Kreise aus und markierst die Punkte. Auf beiden Seiten erscheinen die Markierungen an derselben Stelle – so passt später alles perfekt zusammen.
Abschluss
Das war’s zum Schnittmuster.
Im nächsten Kapitel schneiden wir die Hose zu.
Zuschnitt
Transkript für das Video: Bobby Dazzler Latzhose - Zuschnitt
So, seid ihr soweit? Wollen wir zuschneiden?
Ich möchte euch das ganz kurz zeigen. Ich habe meine Stoffteile so aufgelegt, wie es im Zuschneideplan angegeben ist.
Dazu ist noch anzumerken: Wir haben hier viel Stoff übrig. Die Länge beträgt 80 cm, wie vorgesehen, aber mein Stoff liegt 140 cm breit. Damit könnte ich tatsächlich noch einmal die komplette Vorderhose zuschneiden und wahrscheinlich auch die Taschen.
Wenn ich also drei Hosen nähen würde, bekäme ich drei Stück aus der Länge von zwei Hosen heraus – zumindest bei den kleineren Größen. Sehr ergiebig.
Nur der Dreher (der schräg angeschnittene Fadenlauf) verbraucht natürlich mehr Stoff. Ich finde das schön, aber es kostet eben Material.
Fadenlauf & Anlegen der Schnittteile
Wir haben hier die Richtungspfeile, und die müssen parallel zur Webkante liegen.
Also messe ich hier 20 cm und hier ebenfalls 20 cm – dann weiß ich, dass das Teil richtig liegt.
Dann kann ich es anstecken und ausschneiden.
Dasselbe mache ich bei der rückwärtigen Hose.
Ich messe wieder von der Webkante:
– hier 50,5 cm
– dort etwas mehr
Also schiebe ich das Teil rüber, bis es passt, und stecke es fest.
Beim Anstecken:
Immer die Nadel einstechen, Stoff leicht anheben und von der linken Seite schieben.
Feine Stecknadeln – wie meine Sticknadeln – verbiegen sich leicht, also vorsichtig.
Latz & Taschen anlegen
Den Latz habe ich einfach auf die Hälfte gefaltet, das funktioniert hier am besten.
Man kann ihn auch im Stoffbruch anlegen – ich habe es mir so einfacher gemacht.
Die Eingriffstasche wird ebenfalls parallel zur Webkante angelegt.
Dann haben wir noch die zweite Tasche – auch wieder parallel.
Oben kommen dann die zwei Leisten hin – eine hier, eine dort.
Du kannst natürlich auch mit Gewichten arbeiten. Ich mache das sonst auch, aber ich habe aufgeräumt und finde sie gerade nicht.
Einzelne Teile nur einmal zuschneiden
Die zwei kleinen Taschen brauchen wir nur einfach, nicht doppelt.
Dasselbe gilt für die andere Tasche – da kommt ja das Futter drauf, also nur einmal zuschneiden.
Ich schneide das jetzt hier unten ab.
Stoffunterseite & Streifenmuster
Auf dem Schnittmuster steht „Stoffunterseite“.
Das heißt, ich kann den Stoff hier einmal aufschneiden.
Wenn ihr gestreiften Stoff zuschneidet, empfehle ich dringend:
Die Tasche so legen, dass die Streifen entgegengesetzt verlaufen.
Sonst ist es fast unmöglich, sie exakt zu treffen – und es sieht auch nicht gut aus.
Zweite Hose zuschneiden
Ich schneide dieselbe Hose noch einmal für meine englischen Kundinnen zu – also alles doppelt.
Daher kann ich die Tasche zweimal zuschneiden.
Aber natürlich nicht gegengleich, wenn sie nicht gegengleich sein soll.
Ich schneide also den Stoff auf, lege ihn rechts auf rechts und stecke die Tasche erneut auf – so bekomme ich zwei identische Teile.
Schneidetechnik
Wenn ich zuschneide, liegt der Stoff links, die Schere rechts.
So kann ich mit der linken Hand den Stoff führen und mit der rechten schneiden.
Das Schnittmuster liegt rechts daneben.
Man kann es auch andersherum machen – aber so ist es am einfachsten.
Und es macht so viel Spaß, diese Hose zu nähen.
Probiert ruhig alle Längen aus – es ist ein tolles Schnittmuster.
Ich hatte am Anfang etwas Respekt davor, aber jetzt bin ich ein richtiger Fan.
Hinterhosentaschen & Latz
Jetzt die schönen Taschen für die Hinterhose – wirklich hübsch.
Den Latz lege ich zur Seite, denn den brauchen wir noch einmal im Futter.
Futter zuschneiden
Wir haben das Obermaterial zugeschnitten, jetzt brauchen wir das Futter.
Ich lege den Stoff wieder so, dass beide Seiten gleichmäßig gefaltet sind – das spart viel Stoff.
Dann schaue ich, wie die Teile zugeschnitten werden:
– einmal im Stoffbruch
– einmal der Latz im Stoffbruch
– eine Futtertasche (die brauchen wir nur zum Anzeichnen)
Ich falte den Stoff nur so weit, wie nötig, damit alles draufpasst.
Wichtig:
Der Bruch muss exakt auf der Stoffkante liegen.
Viele Schüler legen den Bruch ein Stück daneben – aus Angst, der Stoff reicht nicht.
Aber der Bruch muss wirklich genau auf der Kante liegen.
Ich brauche das Teil zweimal, also schneide ich einfach einmal hoch, einmal rüber und einmal durch die Mitte – so spare ich mir das doppelte Zuschneiden.
Weitere Teile
Jetzt habe ich:
– die Eingriffstasche
– den zweiten Latz
– die vordere und hintere Knopfleiste
– den Besatz fürs Rückenteil
Alles bereit.
Vlieseline zuschneiden
Jetzt schneide ich noch die Vlieseline zu.
Die brauchen wir für den Besatz und einmal für die Knopfleiste.
Ich brauche sie nur einmal, weil mein Stoff schon relativ stabil ist.
Ich stecke die Teile auf und schneide sie zu.
Taschen vorbereiten
Jetzt bereiten wir die Taschen vor.
Wir können die Kanten umschlagen – oder wir machen es uns einfach und schneiden die Tasche komplett aus.
Dann haben wir eine perfekte Schablone.
Ich schneide also die Tasche aus, lege sie auf und sehe:
Passt wunderbar.
Dasselbe mache ich mit der zweiten Tasche.
Jetzt habe ich zwei Schablonen – perfekt.
Weiter geht’s
Der Rest kann zur Seite.
Wir sind jetzt soweit und können zum nächsten Schritt gehen:
die aufgesetzten Taschen.
Aufgesetzte Taschen aufnähen
Transkript für das Video: Bobby Dazzler - Die aufgesetzten Taschen
In diesem Kapitel zeige ich dir, wie man aufgesetzte Taschen aufnäht – einmal auf dem Latz und zweimal auf der rückwärtigen Hose.
Zunächst werden die Außenkanten der Taschen versäubert.
Die rechte Außenkante der beiden optionalen Taschen wird später mit der Seitennaht zusammen versäubert, deshalb bleibt diese Kante unversäubert.
Wir beginnen mit der diagonalen Kante der oberen rückwärtigen Tasche, lassen die Seite offen und ketteln unten einmal ab. Das kann man auch weglassen. Dann ketteln wir die andere Seite hoch. Die Seite, die in die Seitennaht hineingenäht wird, muss nicht abgekettelt werden – nur die anderen drei Kanten.
Jetzt ketteln wir die Latz‑Tasche ab. Da kommt man gut herum: Füßchen anheben und rundherum abketteln. Ich mache immer erst die Seiten und unten, lasse es auslaufen und gehe dann noch einmal über die Oberkante – um die Ecke zu ketteln ist sonst schwierig.
Dasselbe mache ich mit den beiden rückwärtigen Taschen: erst Seiten und unten, dann die Oberkante. Das ist einfacher.
Taschen vorbereiten – Schablone nutzen
Als Nächstes werden die Nahtzugaben der Taschenschnittmuster entfernt – entweder abschneiden oder umfalten.
Dann kann man das Schnittmuster als Schablone unter die Stoffoberseite legen und die Nahtzugaben exakt an den Kanten der Schablone umbügeln.
Hier siehst du, was wir schon alles abgekettelt haben – wir sind bereit loszulegen.
Ich habe bei meiner rückwärtigen Tasche die Kanten weggeschnitten, sodass alle Nahtzugaben entfernt sind. Jetzt kann ich die Kanten umbügeln, und das Schnittmuster dient als perfekte Schablone.
Das Umfalten statt Ausschneiden ist auch eine gute Idee, weil die Schablone dadurch stabiler wird.
Unterkante formen
An der Unterkante, dort wo die Spitze ist, entsteht oft ein kleiner „Gnubbel“.
Den wollen wir nicht.
Also schneidest du die Spitze leicht ein – nicht bis zur Spitze, nur so weit, dass sich die Stofflagen übereinanderlegen können und nicht gegeneinander drücken.
So läuft die Ecke sauber auf den Punkt zu.
Dann wird die Oberkante umgebügelt.
Ich entferne die Schablone und bügle alles noch einmal von der Stoffoberseite.
Du kannst auch ein Gewicht oder ein Buch darauflegen.
Jetzt vergleiche ich beide rückwärtigen Taschen – sie müssen gleich aussehen. Wenn nicht, kann man noch korrigieren.
Untere rückwärtige Tasche
Jetzt bügle ich die Oberkante der unteren rückwärtigen Tasche.
Die Seiten werden nicht umgebügelt – eine Seite geht in die Seitennaht, die andere wird später gemeinsam mit der oberen Tasche umgebügelt.
Alle Taschen sind jetzt vorbereitet.
Die Latz‑Tasche funktioniert genauso.
Eingriffskanten absteppen
Jetzt werden die Eingriffskanten abgesteppt.
Wichtig:
– Fadenspannung erhöhen (bei mir war es 11)
– Stichlänge auf 4 stellen
Die Distanz zur Außenkante beträgt bei der unteren rückwärtigen Tasche 1,2 cm.
Ich habe bei allen Latzhosen zusätzlich eine zweite Stichlinie genäht – die liegt enger beieinander als die breiten Absteppnähte.
Ich nutze die Markierung auf meinem Füßchen, damit der Abstand immer gleich bleibt.
Obere rückwärtige Tasche
Hier beträgt der Abstand 1,8 cm.
Wichtig ist, dass die Naht die Kettelnaht mitfasst, also knappkantig über der Nahtzugabe liegt.
Die zweite Stichlinie liegt etwas weniger als füßchenbreit daneben – ich finde das sehr schön.
Latz‑Tasche
Hier ist die Distanz breiter: 2,5 cm.
Du kannst auch 2,4 cm nehmen, damit du sicher die Nahtzugabe mitfasst.
Wenn du zwei Linien nähst, ist es nicht schlimm, wenn die erste nicht perfekt sitzt – die zweite fängt es ab.
Rückwärtige Taschen – obere und untere
Auch hier: 2,5 cm Abstand.
Ich nähe einmal gerade drüber und setze dann die zweite Linie daneben.
Wer auf YouTube zuschaut: Ich freue mich über Kommentare, ob das Video hilfreich war.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diese Latzhose zu nähen – der Bobby Dazzler ist wirklich ein tolles Projekt.
Taschen bügeln & Motiv aufbügeln
Jetzt werden alle Taschen noch einmal gebügelt.
Bevor ich die Latz‑Tasche aufsetze, bügle ich ein kleines Motiv auf – hier ein Rennauto für meinen Enkelsohn Timen.
Für ihn wollte ich Latzhosen nähen, habe aber kein schönes Schnittmuster gefunden – also habe ich selbst eines gemacht.
Taschen positionieren
Um die Tasche richtig zu platzieren, lege ich das Schnittmuster wieder auf.
Ich habe die Taschenposition ausgeschnitten, lege die Tasche hinein und stecke sie fest.
So sitzt sie automatisch richtig.
Ich kontrolliere unten noch einmal, ob alles gerade liegt – ein paar Millimeter können sich leicht verschieben.
Dann mache ich dasselbe mit der rückwärtigen Hose.
Zusätzliche Taschen
Die unteren Taschen werden unter die oberen geschoben.
Sie liegen bündig an der Seitennaht und ragen etwa 1 cm in die obere Tasche hinein.
So wird die obere Tasche später die Kante abdecken.
Beide Taschen werden gemeinsam umgefaltet und festgesteckt.
Diese Methode habe ich in einem Laden gesehen – Designer machen das oft so.
Es lohnt sich, sich inspirieren zu lassen.
Alternative Positionierungsmethode
Falls ein Schnittmuster keine Taschenposition vorgibt, kannst du folgendes tun:
– Eine Tasche korrekt positionieren
– Die zweite Tasche rechts auf rechts darauflegen
– Das zweite Hosenbein darüberlegen
– Feststecken
So liegen beide Taschen an derselben Stelle.
Taschen aufnähen
Jetzt geht’s ans Absteppen.
Stichlänge 4, Spannung hoch (8–11), verriegeln nicht vergessen.
Wichtig:
Die Distanz zur Außenkante sollte 2–3 mm betragen.
Bei dünnen Stoffen kann man näher an die Kante, bei Jeans etwas weiter weg.
Ich nähe zuerst die unteren Taschen an, dann die oberen.
Immer Nadel im Stoff lassen, wenn man wendet.
Wenn etwas nicht perfekt ist – nicht auftrennen.
Man sieht es später kaum.
Jeans aus dem Laden sind oft viel unordentlicher genäht.
Diese Methode kannst du für viele andere Schnittmuster verwenden.
Weiter geht’s
Jetzt arbeiten wir gleich unsere Seitentaschen.
Bis gleich!
Die Eingriffstaschen einarbeiten
Transkript für das Video: Bobby Dazzler Latzhose - Die Eingriffstaschen
In diesem Kapitel zeige ich euch, wie man diese tollen Seitentaschen einarbeitet.
Wir beginnen damit, die Futtertasche an den Tascheneingriff zu nähen.
Bitte beachte: Die dunklere Seite meines Futters im Video ist die Stoffunterseite. Mir gefiel die hellere Seite besser, deshalb liegt die dunklere oben. Es ist also alles korrekt.
Wir haben hier das Hosenbein und die Futtertasche rechts auf rechts aufeinandergelegt.
Im Tascheneingriff wird alles zusammengesteckt und dann zusammengenäht.
Mein Tascheneingriff hat eine kleine Ecke, die ich wunderschön finde – viel schöner als eine gerade Linie. Ich hoffe, sie gefällt dir auch.
Damit hier nichts ausreißt, denn wir müssen gleich in dieser Ecke einschneiden, wird die Stichlänge auf 1,5 gestellt.
Sobald du aus der Ecke herausnähst, kannst du wieder auf 2,5 erhöhen.
Du musst also nicht die ganze Strecke mit 1,5 nähen.
Beim Nähen schiebst du den Stoff leicht ins Füßchen hinein.
Wir haben hier keine Verstärkung in der Schräge – bei festem Jeansstoff ist das nicht nötig.
Aber du darfst auf keinen Fall ziehen.
Ich nähe bis zur Ecke, lasse die Nadel im Stoff, hebe das Füßchen und nähe dann weiter bis zur anderen Seite.
Ecke einschneiden und wenden
Jetzt schneiden wir die Ecke ein – wirklich bis zur Naht, aber nicht hinein.
Nicht zu vorsichtig sein: schnipp, schnipp.
Dann wenden wir die Tasche.
Jetzt siehst du diese wunderschöne Ecke, die mir so gut gefallen hat.
Ich habe lange überlegt, wie ich das mache – und diese Lösung fand ich perfekt.
Ich rolle die Naht mit den Fingern heraus, vor und zurück, bis die Kante schön liegt.
Dann wird alles mit viel Dampf gebügelt.
Dasselbe mache ich auf der anderen Seite.
Wichtig: Die Naht muss in der Kante liegen.
Hier kann man die Naht nicht auf das Futter steppen – das mache ich sonst gern bei Tascheneingriffen, aber wegen der Ecke funktioniert es hier nicht gut.
Tascheneingriff absteppen
Jetzt steppen wir den Tascheneingriff ab – knappkantig, aber nicht zu knapp.
Wir bleiben zwischen 2 und 3 mm.
Ich mache das sehr vorsichtig, denn es soll wirklich schön aussehen.
Dann nähe ich eine zweite Nahtlinie füßchenbreit daneben.
Nicht vergessen:
Nachdem ihr die Stichlänge auf 1,5 hattet, muss sie jetzt wieder auf 4 gestellt werden.
Ich mache dasselbe auf der anderen Seite: verriegeln, Fäden festhalten, eventuell leicht ziehen, damit nichts hängen bleibt.
Dann wieder füßchenbreit daneben absteppen.
Futtertasche aufstecken und zusammennähen
Jetzt legen wir die Futtertasche auf die Tasche.
Die Tasche muss bündig mit Oberkante und Seitennaht liegen.
Taschenfutter und Tasche liegen rechts auf rechts.
Stecknadeln werden vertikal zur Naht gesetzt und dann wird zusammengenäht – auf beiden Seiten.
Bitte daran denken:
Jetzt den Oberfaden wechseln.
Wir brauchen reguläres Garn, kein Steppgarn.
Beim Nähen ziehe ich mit der linken Hand den Stoff leicht herum, ohne das Füßchen zu heben.
So entsteht eine schöne, runde Nahtlinie.
Ich ziehe nicht nach unten, sondern seitlich, damit der Stoff gerade ins Füßchen läuft.
So machen es die Profis.
Kante versäubern
Als Nächstes wird die Kante abgekettelt oder versäubert.
Auch hier ziehe ich den Stoff herum und nähe in einem Zug weiter, ohne neu anzusetzen.
So entsteht eine wirklich schöne Rundung.
Immer von der Seite abketteln, die später sichtbar ist – hier ist das die Stoffunterseite der Tasche.
Sind die Seitentaschen nicht super geworden?
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sie mir ansehe.
Diese kleine Ecke macht sie besonders.
Weiter geht’s
Als Nächstes nähen wir das Vorderteil zusammen und steppen die Reißverschluss‑Imitation auf.
Bis gleich.
Reißverschluss‑Imitation nähen
Transcript für das Video: Bobby Dazzler Latzhose - Faux Reißverschluss
In diesem Kapitel zeige ich euch, wie man eine Reißverschlussimitation aufsteppt. Wir schließen zuerst die vordere Mitte und steppen anschließend alles ab. Also los geht’s.
Vordere Mitte schließen
Um unseren V‑Reißverschluss zu nähen, schließen wir zuerst die vordere Mitte.
Dazu legen wir die vorderen Hosenbeine rechts auf rechts aufeinander und stecken sie fest.
Diesmal habe ich die Nadeln entlang der Nahtlinie gesteckt – genau dort, wo es drauf ankommt. Besonders in den Kurven ist das wichtig.
Ich mache es immer so, dass die Nadel die Nahtlinie simuliert. Wenn eine Naht zu kurz oder zu lang ist, sieht man das sofort.
In der Kurve muss die Nadel im Stoff stecken, das Füßchen wird gehoben und der Stoff neu gesetzt. Die Kurve ist hier zu ausgeprägt, um sie in einem Zug zu nähen.
Abketteln
Die Naht wird nun abgekettelt.
Achte darauf, nicht in den Stoff zu schneiden – entweder das Messer abstellen oder den Stoff mit der rechten Hand leicht nach rechts ziehen und mit der linken Hand in das Füßchen hineinschieben.
Das Ergebnis sieht gut aus, auch wenn ich ein kleines Stück über die Kante hinaus bin – das ist völlig in Ordnung.
Nahtzugabe bügeln
Jetzt wird die Naht zum rechten Hosenbein hin gebügelt.
Dort wird gleich die Steppnaht für die Reißverschlussimitation gesetzt, also soll alles in eine Richtung zeigen.
Auch die Naht selbst wird in diese Richtung abgesteppt.
Gut bügeln – das macht später einen großen Unterschied.
Reißverschlusslinie markieren
Hier seht ihr, wie ich es bei einer anderen Hose gemacht habe:
Dort habe ich nur eine Steppnaht im Reißverschlussbereich gesetzt.
Bei dieser Hose mache ich zwei.
Ich zeichne zuerst eine Linie 2,5 cm von der vorderen Mitte entfernt und dann 5 cm nach unten.
Das liegt ungefähr auf Höhe des Taschen‑Eingriffs oder etwas tiefer.
Du kannst dir die Linien anzeichnen oder es weglassen – ich finde es schöner mit Markierung.
Dann kontrolliere ich noch einmal, ob alles stimmt, und zeichne eine zweite Linie daneben.
Man muss sie nicht unbedingt anzeichnen – man kann auch einfach füßchenbreit absteppen.
Erste Steppnaht
Zuerst wird die vordere Mitte abgesteppt.
Dabei empfiehlt es sich, die Naht ein wenig auseinanderzuziehen, damit keine Fädchen entstehen.
Gerade bei kleineren Größen liegt hier viel Stoff übereinander – also gut darauf achten, dass keine Fältchen entstehen und der Stoff glatt liegt.
Zweite Steppnaht
Jetzt hast du zwei Möglichkeiten:
- die zweite Naht unterhalb der Reißverschlusslinie beginnen
- oder oben beginnen
Ich habe diesmal oben begonnen – frag mich nicht warum. Bei der anderen Hose habe ich es anders gemacht.
Beides funktioniert.
Steppnaht für die Reißverschlussimitation
Jetzt nähe ich die typische V‑Form für den Fake‑Reißverschluss.
Wenn sich dein Stoff etwas zieht – meiner hat hier etwas Lycra – kannst du ein Stück Papier unterlegen und später abreißen.
Das sorgt für eine gleichmäßige Stichbildung, besonders bei dehnbaren Stoffen.
Die zweite Steppnaht liegt dann füßchenbreit daneben.
Ganz simpel.
Kleine Zickzack‑Naht
Als allerletztes, damit es wirklich wie eine Jeans aussieht, nähen wir den kleinen Zickzackriegel am unteren Ende.
Ich mache ihn schön breit, einmal vor und zurück – und schon sieht es aus wie bei einer regulären Jeanshose.
Den Latz nähen
Transkript für das Video: Bobby Dazzler - Den Latz nähen
Vorbereitung und Positionierung
Und hier geht’s weiter mit der Latzhose Bobby Dazzler.
In diesem Kapitel zeige ich dir, wie man den Latz näht.
Als Erstes wird der Latz rechts auf rechts auf die Vorderhose gelegt.
Wir beginnen dabei mit der vorderen Mitte, stecken diese aufeinander und arbeiten uns dann zu den Seiten vor.
Genäht wird wie immer mit 1 cm Nahtzugabe.
Futterlatz vorbereiten
Als Nächstes bereiten wir unseren Futterlatz vor.
Dazu werden die Leisten längs mittig gebügelt, die Stoffunterseite liegt innen, die Stoffoberseite außen.
Eine der kurzen Kanten wird unten abgekettelt.
Jetzt können wir die Leisten an den Futterlatz stecken.
Achte darauf, dass die rohen Kanten aufeinanderliegen.
Dann schlagen wir die Leisten einfach um, sodass sie auf dem Latz liegen:
- rohe Seite nach außen
- gefaltete Seite nach innen
Jetzt nähen wir beides zusammen.
Erst verriegeln, dann mit 1 cm Nahtzugabe annähen, wieder verriegeln.
Auf der anderen Seite genauso.
Latz annähen
Kontrolle der Stofflage und Bügeln
Jetzt nähen wir auch den Latz an.
Wichtig ist, dass der Latz nicht hochschiebt.
Ich halte mit der linken Hand den Stoff fest, damit er nicht verrutscht.
Kurven gegen gerade Kanten zu nähen ist nie einfach, also gut festhalten.
Am Ende verriegeln.
Jetzt wird die Naht in den Latz gebügelt.
Auch von außen noch einmal drüberbügeln.
Stecknadeln entfernen, damit nichts umschlägt.
Mit viel Dampf fixieren — gut gebügelt ist halb genäht.
Nahtzugaben zurückschneiden
Für flache Nähte und saubere Knopflöcher
Jetzt können wir die Nähte etwas zurückschneiden.
Wir wollen verhindern, dass beim Knopfloch später zu viel Nahtzugabe im Weg ist.
Das erschwert den Transport enorm.
Ich schneide die Nahtzugaben stufig zurück, damit alles schön flach liegt.
Bei dieser Hose ist es wichtig, immer zu schauen:
Wo kann ich Nahtzugaben kürzen, damit die Naht flacher wird?
Auch bei den Taschen und der vorderen Naht schneide ich noch einmal nach.
Dann fühlt es sich schön flach an.
Auf der anderen Seite natürlich genauso.
Futter vorbereiten
Leisten einbügeln und Nahtzugaben hochbügeln
Jetzt muss ich noch mein Futter bügeln.
Auch hier werden die Leisten in den Latz gebügelt.
Dann bügle ich die Nahtzugabe hoch — das macht es später einfacher.
Noch einmal umdrehen und von der Stoffoberseite her bügeln.
Futterlatz annähen
Markierungen, Ecken und Stabilität
Jetzt wird das Latzfutter rechts auf rechts auf den Latz gelegt und angesteckt.
Wichtig: Die Teilungsnähte müssen exakt aufeinanderliegen.
Alles bis unten hin anstecken.
Wir zeichnen gleich noch an, wo wir nähen — das macht es einfacher.
Wenn du einen leichteren Stoff hast, kannst du an der diagonalen Kante etwas Vlieseline aufbügeln, damit sich nichts dehnt.
Bei festem Denim ist das nicht nötig.
Ich schneide hier einmal ein, damit ich die Nahtzugabe nach unten legen kann.
Das macht die Naht später flacher.
Jetzt nimmst du wieder das Leisten-Schnittmuster.
Du siehst die kleine Ecke unten:
Wir nähen nicht bis ganz unten, sondern nur bis zur Markierung.
Dann geht’s raus — diese Ecke ist wichtig für den Verschluss.
Markiere die Nahtlinie mit Schneiderkreide oder Textilstift.
Nähen der Ecke
Stichlänge reduzieren und sauber wenden
Im Eckbereich reduzieren wir die Stichlänge auf 1,5, damit nichts ausreißt, wenn wir einschneiden.
Nadel im Stoff lassen, wenn wir wenden.
Dann hochnähen.
Wichtig: Wenn du keine Vlieseline aufgebügelt hast, niemals ziehen, sondern den Stoff ins Füßchen schieben.
Nach dem Absteppen hat die Naht genug Festigkeit.
An der eingeschnittenen Stelle kontrollieren, dass die Nahtzugabe nicht hochklappt.
Noch einmal Stichlänge 1,5 für die zweite Ecke.
Bis zum Ende nähen, verriegeln.
Ecken einschneiden und formen
Saubere Kanten für den Verschluss
Jetzt wird im Eckbereich bis zur Naht eingeschnitten — ganz wichtig.
Dann entsteht diese wunderschöne Ecke, wie wir sie schon von der Tasche kennen.
Auf der anderen Seite genauso.
Ich habe die Nahtzugaben noch einmal zurückgeschnitten, damit alles flacher liegt — besonders wichtig fürs Knopfloch.
An der Oberkante werden die Nahtzugaben übereinander gefaltet und dann gewendet.
So entsteht eine feste, saubere Ecke.
Bei sehr schwerem Jeansstoff würde ich zurückschneiden, aber bei mittelschwerem Denim ist übereinanderlegen besser.
Jetzt schlage ich die Nahtzugaben ein, halte sie mit Daumen und Zeigefinger fest und drücke sie durch.
Mit der Stecknadel kann man nachhelfen.
Eine Stecknadel fixiert die Ecke, damit sie sich beim Wenden nicht wieder öffnet.
Kanten ausarbeiten
Für perfektes Absteppen
Jetzt schneide ich noch einmal ein — dort, wo der Latz diagonal wird.
So liegen die Nahtzugaben übereinander und alles bleibt flach.
Dann rolle ich die Naht mit den Fingern heraus, bis sie genau in der Kante liegt.
So können wir später knappkantig absteppen.
Bei dieser kleinen Größe (56) steppe ich nur einmal ab, weil die Tasche sehr nah an der Kante liegt.
Bei größeren Größen kann man füßchenbreit eine zweite Naht setzen.
Ich schneide die Nahtzugabe noch einmal zurück — besonders dort, wo wir eingeschnitten haben — damit das Knopfloch später nicht zu dick wird.
Futterlatz absteppen
Saubere Kanten und gleichmäßige Abstände
Jetzt stecke ich den Futterlatz mit Stecknadeln vertikal zur Naht fest.
Beim Nähen ziehe ich die Nadeln heraus, damit keine Schlaufen entstehen.
Jetzt geht’s zur Nähmaschine.
Wir steppen die Kante ab.
Stichlänge wieder auf 4 stellen.
Am Anfang am Faden ziehen, damit die Maschine nicht auf der Stelle hämmert.
Einmal rundherum nähen, Abstand 2–3 mm von der Kante.
Bei Jeansstoffen nicht zu knappkantig.
Um die Ecke nähen, verriegeln.
Taillennaht absteppen
Vorbereitung für die Knopflöcher
Als Nächstes steppen wir die Taillennaht ab.
Ich ziehe die Nadeln heraus, damit keine Schlaufen entstehen.
Jetzt brauchen wir noch eine zusätzliche Stichlinie:
3 cm oberhalb der Taillenkante.
Dort kommen später die Knopflöcher hin.
Ich messe 3 cm ab — bei kleinen Größen ist das nah an der Tasche, aber es passt.
Dann steppen wir diese Linie ab:
Stichlänge 4, Spannung 8–11.
Die Linie sieht toll aus — und jetzt geht’s weiter mit den Knopflöchern im nächsten Kapitel.
Die Knopflöcher einarbeiten
Transkript für das Video: Bobby Dazzler - Die Knopflöcher einarbeiten
Position bestimmen und Markierungen setzen
In diesem Kapitel zeige ich euch, wie man die Knopflöcher in den Stoff einnäht.
Als Erstes müssen wir die Knopflochposition markieren.
Dazu nehmen wir den Knopf, denn es kann sein, dass ihr keinen traditionellen Jeansknopf mit 1,5–1,7 cm Durchmesser benutzt.
Der Knopf darf nicht zu nah an der Außenkante liegen.
Wir messen also, wo der Steg beginnt – das sind in der Regel etwa 1,3 cm.
An dieser Stelle beginnt das Knopfloch.
Ich gehe von der Kante aus, messe 1,3 cm und zeichne eine mittige, gerade Linie.
Dasselbe mache ich auf der anderen Seite.
Jetzt markieren wir die Mitte zwischen den beiden Absteppnähten.
Das sind vielleicht nicht ganz 3 cm, eher etwas weniger, weil wir ja abgesteppt haben.
Auf dieser Mitte wird eine kleine horizontale Linie gezogen – das ist der Startpunkt des Knopflochs.
Länge des Knopflochs bestimmen
Im Knopflochfuß gibt es hinten einen Platz, in den man den Knopf einsetzt.
So bestimmen viele Maschinen automatisch die Länge.
Aber Vorsicht:
Bei manchen Maschinen – besonders bei Janome, wie ich es in meinen Kursen erlebt habe – wird das Knopfloch viel zu lang.
Deshalb unbedingt ein Probeknopfloch machen.
Die Länge sollte etwa 2 mm länger sein als der Knopfdurchmesser.
Probleme mit elektronischen Maschinen
Sensor, Stoffdicke und der „Bumper“
Ich habe alles eingestellt, meine Pfaff ist elektronisch und näht rückwärts.
Ich lege alles sauber an, beginne zu nähen – und nichts passiert.
Ein paar Stiche, dann Stillstand.
Der Grund:
Der Sensor ist extrem sensibel.
Wenn der Stoff nicht komplett flach liegt, funktioniert das Knopfloch nicht.
Ich probiere es in die andere Richtung – wieder nichts.
Ich war schon genervt, denn ich hatte das erste Knopfloch bereits wieder aufgetrennt.
Dann habe ich mir eine kleine Unterstützung gebaut:
Ein Stück Stoff gefaltet und unter die linke Seite gelegt.
Ein paar Stiche – wieder Schluss.
Also dachte ich: Vielleicht ist mein „Bumper“ nicht dick genug.
Ich lege mehr Stoff drunter – wieder nichts.
Dann lege ich den Bumper unter die Metallseite des Knopflochfußes.
Ich halte gut fest, ziehe leicht – und endlich funktioniert es.
Ich war so erleichtert.
Ich dachte schon: „Was ist, wenn ich gar kein Knopfloch reinkriege? Ich will es doch demonstrieren!“
Alternative: Druckknopf statt Knopfloch
Für alle, bei denen die Maschine streikt
Für alle, die eine elektronische Maschine haben, bei der das Knopfloch nicht funktioniert:
- setzt einfach einen Druckknopf
- oder schaut euch mein Bonusvideo an, in dem ich das Knopfloch vor dem Annähen des Latzes mache
Das ist eine andere Reihenfolge und funktioniert oft besser.
Ich persönlich finde ein Knopfloch schöner, aber wenn es nicht geht, ist ein Popper absolut in Ordnung.
Es gibt tolle Metall-Druckknöpfe für Jeansstoffe.
Knopfloch öffnen
Schrittweise einschneiden
Jetzt schneiden wir das Knopfloch auf.
Ich schneide nie sofort bis in die Ecken, sondern immer nur ein Stück.
Dann teste ich, ob der Knopf durchgeht.
Wenn nicht, schneide ich weiter.
So verhindert man, dass das Knopfloch später aufreißt.
Hier hat es sofort gepasst – mein Knopf ging gut durch.
Weiter geht’s
Taschen fixieren und zum nächsten Kapitel übergehen
Jetzt stecke ich mir noch die Taschen fest.
Dann sind wir bereit für den nächsten Schritt.
Ich möchte euch Mut machen:
Versucht es einmal mit dem Knopfloch.
Wenn es nicht geht, nehmt einfach einen Druckknopf.
Wir sind jetzt endlich fertig mit den Knopflöchern – wunderbar.
Jetzt können wir ausatmen.
Im nächsten Kapitel nehmen wir uns das Rückenteil vor – das ist super einfach.
Bis gleich.
Das Rückenteil nähen
Transkript für das Video: Bobby Dazzler - Das Rückenteil
Die rückwärtige Mitte schließen
Ich zeige dir hier, wie man das Rückenteil näht.
Wir schließen zuerst die rückwärtige Mitte, steppen sie ab und arbeiten dann den tollen gestreiften Besatz ein.
Die rückwärtigen Hosenbeine werden rechts auf rechts aufeinandergelegt.
Genäht wird wie immer mit 1 cm Nahtzugabe.
Die Nadeln werden während des Nähens entfernt, der Stich verriegelt, und dann nähen wir die komplette Naht zusammen.
An der Kurve schaffe ich es hier in einem Rutsch.
Bei der vorderen Hose musste ich das Füßchen heben und etwas drehen.
Jetzt wird abgekettelt, und zwar so, dass das linke Hosenbein oben liegt, denn wir wollen die Naht später zur rechten Seite hinbügeln.
Die Ansicht der Overlocknaht ist von oben immer schöner als von unten.
Ganz vorsichtig um die Kurve herum abketteln.
Rückwärtige Naht absteppen
Knappkantig und füßchenbreit
Jetzt wird die Naht gebügelt – sie steht zur linken Seite.
Wenn du unsicher bist, bügle einfach von außen, so wie ich es hier mache.
Danach steppen wir ab:
- zuerst knappkantig
- dann füßchenbreit daneben
Beim Nähen den Stoff schön auseinanderziehen, damit keine kleinen Fältchen entstehen.
Das passiert manchmal, selbst wenn man gut gebügelt hat.
Manche fragen sich vielleicht, warum man überhaupt bügelt, wenn man später absteppt.
Es macht das Absteppen einfach leichter – besonders für Anfänger.
Verriegeln, und dann die zweite Naht füßchenbreit daneben.
Mit der linken Hand ziehe ich den Stoff leicht herum, damit er glatt bleibt und sauber ins Füßchen läuft.
Danach noch einmal bügeln – gut gebügelt ist halb genäht.
Besatz vorbereiten
Vlieseline aufbügeln und Unterkante versäubern
Jetzt machen wir den Besatz bzw. das Futter.
Hier muss Vlieseline aufgebügelt werden, weil der Stoff kein Jeansstoff ist.
Bei Jeans würde ich keine Vlieseline verwenden, das wäre zu dick.
Ich liebe diese Kontraststoffe, deshalb nehme ich hier eine H180, eine weiche Vlieseline, die etwas Halt gibt.
Das Bügeleisen wird aufgesetzt, angehoben, umgesetzt – nicht hin‑ und herrutschen.
Mein Richtwert: 8 Sekunden pro Stelle.
Danach prüfen, ob sich die Vlieseline an der Kante lösen lässt.
Nichts ist schlimmer als Vlieseline, die sich nach der ersten Wäsche oder sogar beim Nähen löst.
Jetzt kann die Unterkante abgekettelt werden.
Wer keine Overlock hat, kann auch zickzacken und einschlagen.
Besatz annähen
Halsausschnitt und Armlöcher
Jetzt wird der Besatz angesteckt:
Halsausschnitt und Armausschnitt werden gesteckt.
Die Oberkante der Träger kannst du offen lassen oder gerade drübernähen.
Gerade drübernähen macht es dicker – ich lasse es lieber offen, damit es flach bleibt.
Eine Testerin meinte, sie findet es schöner, wenn es geschlossen ist.
Das ist Geschmackssache – am Ende sieht man die Naht sowieso nicht.
Die Oberkante der Träger ist etwas schmaler, weil wir sie später einschlagen.
Das ist kein Fehler – das muss so sein, damit nichts übersteht.
Besatz zusammennähen
Rundungen, Stichlänge und Kontrolle
Jetzt nähen wir Armausschnitte und Halsausschnitt zusammen.
Ich ziehe mit der linken Hand den Stoff herum.
Manchmal schafft man die Kurve ohne Füßchenheben – das sieht schöner aus.
Wenn du noch nicht so geübt bist, hebe das Füßchen und wende.
Bei ausgeprägten Kurven geht es nicht ohne Füßchenheben – auch ich schaffe das nicht überall.
An der unteren Kurve stelle ich die Stichlänge auf 1,5, damit beim späteren Einschneiden nichts ausreißt.
Dann nähen wir bis zur Naht, herum und wieder nach oben.
Die kleine Ecke, die nach innen verläuft, ist richtig – bitte nicht gerade hochnähen.
Sonst würde der Träger später überstehen.
Nahtzugaben zurückschneiden
Wo schneiden, wo nicht?
Jetzt schneiden wir die Nahtzugaben zurück.
Wichtig:
- Armlöcher nicht einschneiden!
Das braucht man nicht – die Kurve liegt später perfekt, weil sie diagonal ist. - Nur dort einschneiden, wo die Kurve extrem ist (untere Kurve).
- Nahtzugaben auf 3–4 mm zurückschneiden.
Wenn zu viel stehen bleibt, liegt es nicht flach.
Auch die Nahtzugaben der rückwärtigen Naht werden zurückgeschnitten.
Wenden und Ausarbeiten
Sicherheitsnadel, Ausformen, Bügeln
Zum Wenden nehme ich eine Sicherheitsnadel.
Oben einstecken und durchziehen.
Wenn es oben geschlossen ist, kannst du auch einen Bleistift, Kochlöffel oder ein spezielles Tool nehmen.
Jetzt wird gebügelt:
Ich rolle die Naht in die Kante hinein, bis sie genau auf der Kante sitzt.
Wenn man einmal falsch gebügelt hat, ist es schwer, die Naht wieder herauszubekommen.
Dann muss man lange rollen, bis sie wieder richtig sitzt.
Beide Seiten schön ausarbeiten und bügeln.
Leiste vorbereiten
Oberkante schließen, wenden, bügeln
Jetzt bereiten wir die Leiste vor.
An der Oberkante wird sie zusammengenäht.
Die Unterkante hatte ich schon abgekettelt – im Nachhinein denke ich:
„Marina, was hast du dir dabei gedacht?“
Es wäre sinnvoller gewesen, erst zu nähen und dann zu ketteln.
Also:
Oberkante nähen, wenden, bügeln, Unterkante ketteln.
Mit einer Stecknadel die Naht in die Kante arbeiten.
Abschluss des Rückenteils
Fertig für die Seitennaht und den Verschluss
Die Leiste wird später ans Rückenteil genäht – das gehört ins nächste Kapitel.
Das Rückenteil ist fertig und sieht super aus.
Jetzt geht’s an die Seiten und den Verschluss.
Nicht ganz einfach, aber du schaffst das – ich zeige dir genau, wie es geht.
Seitlicher Verschluss
Transkript für das Video: Bobby Dazzler Latzhose - Der Leistenverschluss
In diesem Kapitel sehen wir uns an, wie man den seitlichen Verschluss arbeitet.
Das ist gar nicht so schwierig, wenn man weiß wie. Der Verschluss hat’s in sich, aber mit der Methode, die ich für euch entwickelt habe, klappt es zuverlässig.
Also legen wir los und verarbeiten diesen tollen Verschluss.
Schritt 1 – Vorder- und Rückenteil zusammennähen
Wir legen die vordere und rückwärtige Hose rechts auf rechts aufeinander.
Die Oberkante des Rückenteils sollte auf derselben Höhe liegen wie die Ziernaht des Vorderteils.
Diese Ziernaht, die wir auf dem Latz genäht haben, muss exakt mit der Oberkante des Rückenteils abschließen.
Dann wird die Hose vom Saum an gesteckt.
Idealerweise passt alles perfekt. Aber falls man mal nicht ganz sauber zugeschnitten hat – oder ein Hosenbein in Dreiviertellänge und das andere in voller Länge zugeschnitten hat – steckt man von oben nach unten, dann stimmt es am Ende.
Das hintere Hosenbein ist immer weiter als das vordere, hier besonders wegen der Windelzugabe.
Jetzt nähen wir von der Ecke der Leiste bis zum Saum – auf beiden Seiten.
Schritt 2 – Rückwärtige Leiste annähen
Als Nächstes wird die rückwärtige Leiste aufgelegt.
Die Kanten müssen exakt aufeinanderliegen, die Unterkanten ebenfalls.
Ich habe lange am Schnittmuster gefeilt, bis das wirklich perfekt passte.
Dort, wo die Taschen liegen, sperrt der Stoff etwas.
Hier unbedingt Stecknadeln vertikal zur Naht setzen, damit nichts verrutscht.
Wichtig:
Beim Annähen der rückwärtigen Leiste darf das Vorderteil nicht mitgefasst werden.
Ich ziehe das Vorderteil leicht zur Mitte, damit es sicher frei bleibt.
Jetzt drehen wir das Ganze um und nähen von der anderen Seite.
Wir können die vorherige Nahtlinie sehen und wissen genau, wo wir landen müssen.
Wer möchte, kann sich den Punkt mit einem Textilstift markieren.
Auf einem Hosenbein nähen wir von unten nach oben, auf dem anderen von oben nach unten.
Immer verriegeln.
Nahtzugaben zurückschneiden
Damit alles schön flach liegt, schneiden wir die Taschenzugaben zurück:
- die zusätzliche Tasche auf der rechten Rückseite
- die Eingriffstasche auf beiden Seiten
Wir wollen nicht, dass alle Kanten übereinanderliegen, denn wir bügeln die Naht später in eine Richtung.
Schritt 3 – Besatz annähen
Jetzt kommt der Besatz.
Wir legen ihn einfach über die bereits genähte Leiste und fassen alles ein.
Der Besatz sollte am unteren Ende genau auf den Leisten enden.
Auch hier wieder gut stecken – besonders an der Stelle, wo sich die Tasche gern rüberschiebt.
Du kannst von der Besatzseite oder von der Jeansseite nähen.
Beides funktioniert.
Für Anfänger ist die Jeansseite oft sicherer, weil man sieht, was passiert.
Ich nähe einmal von dieser Seite und einmal von der anderen – einfach aus Spaß, um zu zeigen, dass beides geht.
Abketteln und Bügeln
Die Naht wird jetzt abgekettelt, und zwar von der Seite, die später sichtbar ist.
Die Seitennähte werden zur rückwärtigen Mitte gebügelt.
Daher sollte die Vorderhose oben liegen, damit die schöne Overlockkante sichtbar ist.
Ganz wichtig:
Die Ecke muss abgeschnitten werden.
Sie ist zu dick, um sie sauber zu falten.
Wenn sie weg ist, liegt alles flach und ordentlich.
Ich benutze ein Ärmelbügelbrett, das ist perfekt für Hosenbeine.
Wer keins hat: unbedingt besorgen – es lohnt sich.
Jetzt wird alles mit viel Hitze und Dampf gebügelt.
Abschluss
Ich hoffe, du hast deinen Verschluss schön verarbeitet.
Ich freue mich sehr über Kommentare, ob du es geschafft hast oder ob du diese Methode ausprobieren möchtest.
Im nächsten Kapitel heißt es dann:
Absteppen, absteppen und nochmals absteppen.
Die Kanten absteppen
Transkript für das Video: Bobby Dazzler - Die Kanten absteppen
In diesem Kapitel zeige ich euch, wie man die Seitennähte super absteppt, damit es richtig professionell aussieht.
Außerdem steppen wir das Armloch und den Halsausschnitt ab.
Jetzt wird auf der rückwärtigen Hose abgesteppt.
Und wo wir gerade dabei sind, steppen wir natürlich auch die Armlöcher knappkantig ab und nehmen den Halsausschnitt gleich mit.
Beim Absteppen liegen Zeigefinger und Mittelfinger leicht vor dem Füßchen.
Damit ziehe ich den Stoff auseinander, um sicherzugehen, dass nichts übereinanderliegt.
Ich steppe bis oben hin und mache dasselbe noch einmal füßchenbreit daneben.
Verriegeln – das ist die eine Möglichkeit.
Alternative Absteppmethode
Weniger Faden, weniger Gefummel
Ich mache es mir gern etwas leichter.
Ich nähe hoch, und statt oben zu verriegeln, nähe ich einfach auf der anderen Seite wieder herunter.
Das spart Faden und man muss sich nicht wieder oben „reinwursteln“.
An der Stelle mit den vier Lagen (optionalem Taschenbereich) ist es schwer.
Da muss man etwas ziehen und nachhelfen, damit die Stichlänge nicht winzig wird.
Wir haben ja Stichlänge 4 eingestellt.
Hier braucht man mehr als zwei Finger – ich ziehe richtig auseinander, damit der Stoff nicht aufeinanderliegt.
Und noch ein Tipp:
Man sollte die Hose auf links ziehen, wenn man absteppt.
So kommt man viel besser dran.
Das Ergebnis sieht toll aus – besonders bei so einer kleinen Hose (Größe 56) ist es etwas kniffliger, aber für die Kamera perfekt sichtbar.
Armlöcher absteppen
Rundungen sauber nähen
Jetzt steppe ich die Armlöcher ab.
Ich beginne unten an der Leiste und arbeite mich herum.
Wenn man oben an der Oberkante beginnt, bleibt die Nadel gern stecken und hämmert auf derselben Stelle.
Deshalb beginne ich unten.
Ich nähe einfach herum, auch über die Träger – nicht verriegeln und neu anfangen, sondern durchgehend nähen.
Das verhindert Ausfransen an der rohen Kante.
Ich schneide das später ab – man sieht es nicht.
Du kannst die Kante auch vorher schließen, wie im vorherigen Kapitel erklärt.
Kurven nähen
Ohne Füßchenheben – nur für Fortgeschrittene
An der Kurve teste ich, ob ich ohne Füßchenheben herumkomme – und ja, es klappt.
Aber das ist nichts für Anfänger.
Anfänger bitte:
- Nadel im Stoff
- Füßchen heben
- wenden
Wer es ausprobieren möchte: nur zu.
Und gern kommentieren, wie es geklappt hat.
Zweite Stichlinie
Optional, aber sehr schön
Jetzt nähe ich wieder herunter.
Du kannst eine oder zwei Stichlinien machen.
Ich mache noch einmal füßchenbreit daneben.
Ich finde das schön.
Nicht jeder mag das – bei meiner Recherche habe ich gesehen, dass manche Firmen es mit und manche ohne machen.
Billigere Latzhosen haben oft keinen Besatz, nur eingeschlagene Kanten, doppelt abgesteppt und unten abgekettelt.
Sieht nicht besonders hochwertig aus, aber ist eben billig produziert.
Ich finde es schöner mit Besatz – das ist die Designer‑Variante, und die kostet dann auch entsprechend.
Label und Abschluss
Kleine Details, große Wirkung
Wer gut aufgepasst hat, sieht: Ich habe mein Label eingenäht.
Das hatte ich vergessen und später nachgeholt.
Von innen sieht es schön aus, und von außen mag ich die zusätzliche Nahtlinie.
Es ist wirklich ein Erfolgserlebnis, wenn es so schön aussieht.
Mir hat das richtig Spaß gemacht.
Leisten fixieren
Letzter Schritt vor dem Verschluss
Jetzt nehmen wir noch unsere Leisten zusammen.
Sie werden einfach aufeinandergelegt und über der Ecke abgesteppt, damit sich nichts mehr bewegt.
Damit sind wir durch mit diesem Thema:
- Seitennähte abgesteppt
- Verschluss vorbereitet
Wenn du bis hierhin gekommen bist, kannst du dir wirklich auf die Schulter klopfen.
Das war nicht einfach, aber absolut machbar – und beim nächsten Mal wird’s noch besser.
Ausblick
Weiter geht’s mit Druckknopfleiste und Saum
Als Nächstes kommt die Druckknopfleiste und unser Saum.
Bis gleich.
Saum und Druckknopfleiste
Transkript für das Video: Bobby Dazzler - Die Druckknopfleiste einarbeiten
In diesem Kapitel nähen wir jetzt unseren Saum und die Druckknopfleiste.
Sie sieht so wunderschön aus, denn von außen sieht man sie überhaupt nicht, und von innen sieht sie dann so aus.
Ich habe mir dieses schöne Futter ausgesucht – total toll.
Hier haben wir den Saum.
Der Saum wird zuerst verarbeitet und dann abgesteppt.
Danach bringen wir die Druckknopfleiste an.
Für die Druckknopfleiste wird Vlieseline nur auf die vordere Leiste gebügelt.
Das hängt von der Stoffdicke ab:
Bei leichterem Stoff kannst du beide Seiten verstärken, bei meinem mittelschweren Jeansstoff habe ich nur die vordere Leiste verstärkt, denn hier sitzt der KamSnap direkt drauf.
Er geht nicht durch alle Lagen und würde sonst irgendwann ausreißen – spätestens nach ein paar Windelwechseln.
Das wäre sehr schade nach all der Arbeit.
Ich habe die Nahtzugabe abgeschnitten, damit es schön flach ist.
Du kannst die Vlieseline aber auch auf das gesamte Teil aufbügeln.
Saum nähen
Einschlagen, Messen, Stecken, Absteppen
Der Saum wird zuerst 1 cm eingeschlagen und dann noch einmal 2 cm.
Dafür nehmen wir das Maßband und messen schön nach, damit beide Seiten gleich sind.
Dasselbe auf der anderen Seite.
Dann wird alles gesteckt und anschließend abgesteppt.
Wir nähen von der Stoffoberseite.
Die Stecknadeln stecken wieder vertikal zur Naht, damit sie drin bleiben können.
Man kann zur Not auch drübernähen – eigentlich sollte man sie rausziehen, aber wenn man es vergisst (so wie ich gleich), geht es trotzdem.
Wichtig:
Mit Steppfaden wieder Spannung hochstellen und Stichlänge 4.
Wir haben 2 cm eingeschlagen, also steppen wir etwas weniger als 2 cm breit ab, damit wir die untere Lage sicher mitfassen.
Ich habe hier ein kleines magnetisches Metallteil benutzt, das man anlegen kann, um die Distanz zu halten.
Für Anfänger vielleicht hilfreich, aber mich hat es eher gestört – es war mir im Weg.
Ich habe es dann wieder weggenommen.
Es lohnt sich, die Hosenbeinlänge vorher zu kontrollieren.
Die Stichbildung war bei mir erst ungleichmäßig, weil ich die Nadeln nicht rausgezogen hatte.
Also Spannung noch höher stellen – bei mir war 11 der Sweet Spot.
Du kannst optional eine zweite Stichlinie setzen – im eBook habe ich das so gemacht.
Notwendig ist es nicht.
Druckknopfleisten vorbereiten
Einschlagen der Rundung und Annähen
Ich habe zwei Druckknopfleisten.
Es ist einfacher, wenn ich die obere Kurve jetzt schon einschlage und bügle.
Du kannst es auch später machen – beides geht.
Im eBook habe ich es andersherum gemacht, aber das macht keinen großen Unterschied.
Jetzt wird die Druckknopfleiste an die Vorderhose genäht.
Ich beginne an der vorderen Mitte.
Die Länge ist hier nicht so wichtig:
Ich habe die Hose in Knöchellänge genäht, aber die Druckknopfleiste in voller Länge.
Das macht nichts – wir schneiden später ab.
Abschneiden geht immer, länger machen nicht.
Dann nähe ich die andere Seite rechts auf rechts an.
Druckknopfleisten annähen
Vorder- und Rückseite
Jetzt gehen wir an die Nähmaschine und schließen die Naht mit 1 cm Nahtzugabe.
Wenn du die Vlieseline ohne Nahtzugabe zugeschnitten hast, ist es besonders einfach – du siehst genau, wo du nähst.
Dasselbe auf der rückwärtigen Leiste.
An der Rundung will sich die Hose gern wegziehen, also gut aufpassen, dass die rohen Kanten aufeinanderliegen.
Jetzt hast du zwei Möglichkeiten:
- Naht auseinanderbügeln (bei mittelschwerem Jeansstoff sinnvoll)
- oder Naht auf das Futter steppen (gibt eine schöne Kante)
Ich wollte hier vermeiden, dass es zu dick wird, also habe ich auseinandergebügelt.
Ich schneide die Kante ab, schlage sie ein und stecke sie hoch.
Ich bügle und stecke alles, damit wir die KamSnaps gut markieren können.
Markieren der KamSnaps
Schablone, Positionen, Vorbereitung
Für die vordere Druckknopfleiste werden die Stecknadeln später wieder entfernt, aber zum Markieren bleiben sie drin.
Jetzt mache ich dasselbe für die rückwärtige Leiste:
erst auseinanderbügeln, dann Seiten auf 1 cm Nahtzugabe zurückschneiden, einschlagen, hochschlagen, feststecken.
Das Ende der Druckknopfleiste muss genau auf dem Ende des Saums sitzen.
Jetzt benötigen wir die Platzierungsschablone.
Die kleinen Kreise werden ausgeschnitten.
Wir legen die Schablone immer so an, dass die vordere Mitte nach innen zeigt.
Wir legen sie an die äußerste Saumkante und markieren die KamSnaps.
Dann drehen wir das Ganze um und machen es von der anderen Seite.
Ich habe die Hose hochgenommen und direkt auf die Bügelfalte gelegt – deshalb ist es so wichtig, dass der Saum vorher exakt gebügelt wurde.
Vorne markieren wir von innen oder außen auf der Druckknopfleiste.
Hinten markieren wir von außen.
KamSnaps einsetzen
Cap, Stud, Socket, Werkzeug
Ein KamSnap hat vier Teile:
Cap, Stud, Socket und ein zweites Cap.
Der Stud hat eine schmale Ausstülpung.
Er wird auf den Cap gedrückt und dann mit der Zange fixiert.
Cap durch den Stoff drücken, Stud oben drauf, in die Zange legen, zusammendrücken – fertig.
Das wiederholen wir für alle Markierungen.
Jetzt stecken wir alles wieder fest, damit wir die Leisten absteppen können.
Druckknopfleisten absteppen
Vorder- und Rückseite
Jetzt nähen wir beide Druckknopfleisten an.
Ich beginne an der rückwärtigen Leiste direkt am Saum.
Man kann auch einfach gerade drübernähen und den Rest von Hand schließen, wenn es unordentlich aussieht.
Ich steppe knappkantig.
Wer es besonders schön möchte, kann Garn in Hosenfarbe verwenden – dann sieht man die Naht kaum.
Nicht vergessen: Spannung wieder runterstellen.
Vorne mache ich dasselbe.
Ich benutze Standardgarn, kein Steppgarn.
Ich beginne unten und steppe einmal herum.
Ich habe die Nadel etwas nach links gestellt, damit ich problemlos an den KamSnaps vorbeinähen kann.
Eine Testerin meinte, sie findet es schöner, durch alle Lagen zu nähen.
Das geht auch – dann erst annähen, dann KamSnaps einsetzen.
Ich persönlich fand es nicht so schön, aber das ist Geschmackssache.
Für mich war wichtig, dass man die Öffnung überhaupt nicht sieht – ein kleines Geheimnis für die Windelöffnung.
Wer keine Druckknopfleiste möchte, schließt einfach die Naht und macht den Saum.
Bei größeren Größen kann man den Saum später machen, bei kleinen Größen geht das nicht – da muss man in dieser Reihenfolge arbeiten.
KamSnaps im Rückenteil
Durch alle Lagen drücken und fixieren
Jetzt setzen wir die KamSnaps ins Rückenteil ein.
Sie werden von der Druckknopfleiste nach oben eingesetzt.
Ich gehe mit der Ahle durch alle Lagen, drücke den Cap durch, setze den Socket oben drauf und presse mit der Zange.
Das wiederhole ich für alle Knöpfe.
Ich kontrolliere zwischendurch, ob alles passt – und es passt wunderbar.
Abschluss dieses Kapitels
Fast fertig – nur noch Hardware
Jetzt sind wir fast fertig.
Wir haben unsere Druckknopfleiste eingearbeitet und den Saum gemacht.
Wir müssen jetzt nur noch unsere Schnallen und Schieber anbringen.
Das ist dann unser letztes Kapitel – bis gleich.
Schnallen, Schieber und Knöpfe anbringen
Transkript für das Video: Bobby Dazzler Latzhose - Schnallen & Schieber anbringen
In diesem Kapitel bringen wir jetzt nur noch unsere Schnallen, Schieber und Knöpfe an.
Das ist ganz einfach – ein bisschen fummelig, aber wir fummeln uns da gemeinsam durch.
Jetzt sind wir endlich am Ende angekommen und können alles anbringen.
Knöpfe anbringen
Zuerst machen wir die Knöpfe.
Auf deinem Schnittmuster ist die Position markiert.
Wenn du frei arbeiten möchtest:
- 1,5 cm von oben
- 1,5 cm von der Seite
Der Knopf sollte so sitzen, dass er nicht über die Kante hinausragt.
Wenn du größere Knöpfe hast, musst du die Position anpassen.
Lege den Knopf in die Schnalle, so wie ich es hier mache, und markiere dir die richtige Stelle.
Wenn du die Position hast, stichst du mit der Ahle durch alle Lagen, damit du auf beiden Seiten ein Loch hast.
Du kannst auch Tools wie das Prym‑Werkzeug benutzen – dazu gibt es ein Bonusvideo.
Ich persönlich finde es besser, den Stoff auseinanderzudrücken, statt ein Loch zu stanzen, damit später nichts ausreißt.
Ich drücke also den kleinen Nagel des Knopfes von unten durch und setze den Knopf oben drauf.
Dann wird das Ganze vorsichtig gehämmert – von der Nagelseite aus.
Ich benutze dafür eine Unterlage, z. B. die kleine Kunststoffschale von Prym oder Dritz, und lege zusätzlich ein Stück Jeansstoff darüber, damit der Knopf nicht beschädigt wird.
Wichtig:
- gerade halten
- nicht zu fest schlagen
- lieber ein paar kontrollierte Schläge
Diese Knöpfe von Amazon bewegen sich unten noch etwas – ich mag es lieber, wenn sie ganz fest sitzen, aber sie funktionieren gut.
Für den nächsten Knopf achte ich darauf, dass er auf der richtigen Höhe sitzt.
Ich gehe mit der Stecknadel durch die Außenkante des Knopflochs, damit ich die Höhe habe.
Dann rutsche ich mit der Ahle zur Mitte der Leiste und mache dort das Loch.
Wieder den Nagel durch, Knopf drauf, gerade ausrichten, ein paar Schläge – fertig.
Dasselbe auf der anderen Seite.
Schnallen und Schieber anbringen
Jetzt kommen die Schnallen und Schieber.
Zuerst wird der Schieber aufgezogen.
Ich ziehe ihn so weit wie möglich nach hinten, damit ich Platz habe.
Bei größeren Größen ist das einfacher, bei den kleinen Größen ist es etwas fummelig.
Dann ziehe ich den Träger durch die Schnalle.
Die Schnalle hat eine kleine Rundung – die muss nach unten zeigen.
Jetzt muss der Träger wieder durch den Schieber, von oben nach unten, durch die kleine Schlaufe, die wir gerade erzeugt haben.
Das ist der fummeligste Teil.
Ich mache mir wieder Platz, ziehe den Träger etwas durch – etwa 2 cm müssen durchgeschoben sein, damit man später mit der Nähmaschine drankommt.
Dann stecke ich eine Stecknadel hinein und atme einmal durch – geschafft.
Dasselbe auf der anderen Seite:
- Schieber aufziehen
- Schnalle durchziehen
- wieder durch den Schieber
- 2 cm Platz schaffen
- feststecken
Träger festnähen
Jetzt geht’s zur Nähmaschine.
Ich nähe ein paar Mal vor und zurück.
Du kannst auch knappkantig nähen und dann noch einmal füßchenbreit daneben – oder einfach nur ein paar kräftige W‑Nähte.
Man sieht es später nicht, denn es liegt unten drunter.
Wichtig ist nur: Es muss halten, damit wir nie wieder an diese Fummelei ranmüssen.
Dasselbe auf der anderen Seite.
Jetzt sind die Träger dran – und das Schöne ist: Sie sind verstellbar.
Perfekt für Kinder mit langem oder kurzem Oberkörper.
Fäden abschneiden – und fertig.
Abschluss
Jetzt sind wir komplett durch.
Du kannst sehen, wie gut der Träger in den Schieber passt.
Wenn ihr die Schieber kauft, die ich in der Anleitung unter „Kurzwaren“ angegeben habe, passt alles hundertprozentig.
Unser Bobby Dazzler kann jetzt richtig funkeln – „dazzle“ heißt ja funkeln auf Englisch.
Er ist so niedlich, und ich hoffe, du hattest viel Spaß beim Nähen.
Wenn du noch mehr lernen möchtest über Nähen, Schnittmuster, Reißverschlüsse, Schrägband, T‑Shirts abändern, Kleider nähen und vieles mehr, dann besuch doch frocksandfrolics.com.
In der Nähakademie gibt es viele Videos – alle kostenlos.
Nur die Schnittmuster kosten etwas, alles andere ist frei.
Ich hoffe, du bist beim nächsten Projekt wieder dabei.
Bis dann, tschüss!
Willkommen im Kurs
Transkript für das Video: Bobby Dazzler - All-in-One-Video
Willkommen im Kurs, freue mich, dass du dabei bist.
Hier werde ich dir ein paar Sachen erklären, die ganz wichtig sind, bevor du anfängst zu nähen oder bevor du dir deinen Stoff kaufst.
Wir haben hier einen mittelschweren Denimstoff, den ich besonders toll finde, weil er ein bisschen Stretch drin hat. Das ist besonders bequem für Kinder. Denim eignet sich am besten für diese Hose.
Ganz wichtig: Mein Bobby Dazzler hat die Öffnung für die Windel.
Die Methode, die ich am Ende am besten fand, ist die mit den KamSnaps – und zwar nur auf der Druckknopfleiste. Das sieht man von außen gar nicht. Rückwärtig geht der KamSnap durch alle Lagen durch.
Wenn du den Bobby Dazzler ohne die Druckknopfleiste nähen möchtest, geht das natürlich auch.
Hier habe ich die Hose schon mal hochgekrempelt – echt schön flott und sommerlich. Das ist die Knöchellänge. Da schließen wir zuerst diese Naht und arbeiten dann den Saum.
Verarbeitung und Innenansicht
Leisten, Taschen und Absteppungen
Was euch sicher alle sehr interessiert, ist die Verarbeitungsmethode.
Ich ziehe die Hose mal auf links, damit wir uns das genauer ansehen können.
Von innen sollte es immer genauso schön sein wie von außen.
Wir haben mit Leisten gearbeitet:
- eine rückwärtige Leiste
- eine kürzere vordere Leiste
Der Abschluss liegt überall auf derselben Höhe, sodass es richtig ordentlich aussieht.
Die Eingriffstaschen haben eine schöne Ecke, nicht einfach gerade runter.
Ich habe einen Vorreißverschluss eingesetzt und dann heißt es: absteppen, absteppen, absteppen.
Du brauchst:
- eine Rolle Absteppgarn
- eine Rolle reguläres Garn
Dazu:
- zwei Schieber
- zwei Schnallen
- vier Knöpfe
Anleitung und Kursmaterial
Überblick über die Inhalte
Ich blättere einmal durch die Anleitung, damit ihr seht, was enthalten ist:
- Stoffempfehlungen
- Größentabelle
- Hosenbeinlängen
- ein Diagramm zur Übersicht
- der Bobby Dazzler in drei Längen: kurz, volle Länge, Knöchellänge
- das Schnittmuster im Detail
- Hinweise zu jedem Schnittteil
- der Zuschneideplan
- Links zu den passenden Videos pro Kapitel
Zuschneiden
Stoff auflegen und schneiden
Ich habe meine Stoffteile wie im Zuschneideplan aufgelegt.
Wenn ich zuschneide, schneide ich immer so, dass der Stoff links liegt und die Schere rechts, damit ich den Stoff mit der linken Hand ziehen kann. Das Schnittmuster liegt rechts daneben.
Du kannst natürlich auch andersherum schneiden, aber so ist es am einfachsten.
Es macht so viel Spaß, diese Hose zu nähen – probiere ruhig alle Längen aus.
Wir haben jetzt das Obermaterial zugeschnitten, jetzt brauchen wir das Futter.
Wir legen wieder die Seiten beidseitig ein – das spart viel Stoff.
Wichtig: Nur so weit falten, dass das Schnittteil draufpasst.
Und unbedingt darauf achten, dass der Bruch direkt auf der Stoffkante liegt.
Vlieseline und Vorbereitung
Besatz und Futterteile
Jetzt schneide ich meine Vlieseline zu – die brauchen wir für den Besatz und einmal hier.
Für das Rückenteil brauche ich sie nicht, da mein Stoff mittelschwer ist.
Jetzt können wir zum nächsten Schritt gehen: die aufgesetzten Taschen.
Aufgesetzte Taschen
Versäubern, Schablone, Bügeln
Zunächst werden die Außenkanten der Taschen versäubert.
Dann werden die Nahtzugaben der Taschenschnittmuster entfernt oder umgefaltet.
So können wir das Schnittmuster als Schablone unter die Stoffoberseite legen und die Nahtzugaben exakt umbügeln.
Ich habe die Nahtzugaben weggeschnitten und bügle die Kanten sauber um.
Dann vergleiche ich beide Taschen – sie müssen gleich sein.
Eingriffskanten absteppen
Stichlänge, Spannung und Abstände
Jetzt müssen wir die Eingriffskanten absteppen.
Wichtig:
- Fadenspannung hochstellen (bei mir: 11)
- Stichlänge auf 4
Abstände:
- untere rückwärtige Tasche: 1,2 cm
- obere rückwärtige Tasche: 1,8 cm
Ich nähe immer zwei Stichlinien – die zweite füßchenbreit daneben.
Taschen aufsetzen
Positionieren und Feststecken
Um die Tasche richtig zu platzieren, lege ich das Schnittmuster wieder auf.
Ich habe die Taschenposition ausgeschnitten, lege die Tasche hinein und stecke sie fest.
Dann mache ich dasselbe auf der anderen Seite.
Die unteren Taschen werden in die oberen hineingeschoben, 1 cm überlappend.
Beide Kanten werden gemeinsam umgefaltet und festgesteckt.
Absteppen der Taschen
Nähtechnik und Tipps
Jetzt steppen wir ab.
Wichtig:
- Stichlänge 4
- Spannung 8–11
- Abstand 2–3 mm von der Kante
Bei Jeansstoffen nicht zu knappkantig nähen.
Ich nähe zuerst die unteren Taschen, dann die oberen.
Wenn etwas nicht perfekt ist: Nicht auftrennen.
Man sieht es später kaum – und gekaufte Jeans sind oft viel unordentlicher genäht.
Seitentaschen
Futtertasche, Ecke, Absteppen
Wir nähen die Futtertasche an den Tascheneingriff.
Die dunklere Seite ist die Stoffunterseite – ich mochte die hellere lieber.
Wir nähen rechts auf rechts, Stichlänge 1,5 in der Ecke, dann wieder 2,5.
Die Ecke wird bis zur Naht eingeschnitten, gewendet und gebügelt.
Dann knappkantig abgesteppt, zweite Naht füßchenbreit daneben.
Die Futtertasche wird auf die Tasche gelegt, bündig mit Oberkante und Seitennaht, festgesteckt und zusammengenäht.
Dann wird die Kante versäubert – immer von der später sichtbaren Seite.
Reißverschluss‑Imitation
V‑Form, Absteppen, Zickzackriegel
Wir schließen die vordere Mitte, stecken entlang der Nahtlinie und nähen die Kurve sauber aus.
Dann wird abgekettelt und die Naht zum rechten Hosenbein gebügelt.
Ich zeichne 2,5 cm von der vorderen Mitte und 5 cm nach unten an.
Dann absteppen – einmal oder doppelt.
Wenn der Stoff sich zieht, Papier unterlegen.
Zum Schluss kommt der kleine Zickzackriegel – wie bei einer echten Jeans.
Latz nähen
Latz, Futter, Leisten, Ecken
Der Latz wird rechts auf rechts auf die Vorderhose gelegt und angenäht.
Die Leisten werden längs gefaltet, eine kurze Kante abgekettelt und an den Futterlatz genäht.
Dann wird der Latz angenäht – wichtig: Stoff gut festhalten, damit er nicht hochschiebt.
Die Naht wird in den Latz gebügelt, Nahtzugaben zurückgeschnitten.
Dann wird das Latzfutter rechts auf rechts aufgelegt, gesteckt und bis zur markierten Ecke genäht.
Die Ecke wird eingeschnitten, gewendet und sauber ausgearbeitet.
Dann wird abgesteppt – bei kleinen Größen einmal, bei größeren kann man füßchenbreit daneben noch eine zweite Naht setzen.
Knopflöcher einarbeiten
Position markieren und vorbereiten
Jetzt arbeiten wir die Knopflöcher ein – das war nicht ganz einfach, also ran an den Feind.
Das Erste, was wir machen müssen, ist die Knopflochposition zu markieren.
Der Knopf darf nicht zu nah an der Außenkante liegen.
Wir messen, wo der Steg anfängt – das sind in der Regel etwa 1,3 cm.
An dieser Stelle beginnt das Knopfloch.
Ich gehe also von der Kante aus, messe 1,3 cm und zeichne eine gerade Linie mittig ein.
Dasselbe mache ich auf der anderen Seite.
Jetzt müssen wir noch die Mitte zwischen den beiden Stichlinien markieren.
Das ist vielleicht nicht ganz 3 cm, wahrscheinlich etwas weniger, da wir ja abgesteppt haben.
Dann brauchen wir die Länge des Knopflochs:
Sie sollte etwa 2 mm länger sein als der Knopfdurchmesser.
Ich habe alles an meiner Maschine eingestellt – das ist eine Pfaff, elektronisch.
Knopfloch nähen
Probleme mit elektronischen Maschinen und Lösungen
Ich lege alles schön mittig an, setze den Sensor runter und beginne zu nähen – und nichts passiert.
Die Maschine bewegt sich nicht.
Der Grund:
Der Sensor ist extrem sensibel. Wenn der Stoff nicht komplett flach liegt, funktioniert das Knopfloch nicht.
Ich probiere es in die andere Richtung – wieder nichts.
Also alles wieder aufgetrennt.
Dann falte ich etwas Stoff und lege ihn unter die linke Seite, damit die Maschine ausgeglichen steht.
Ein paar Stiche – wieder Schluss.
Ich erhöhe den „Bumper“, lege mehr Stoff drunter – wieder nichts.
Alles wieder aufgetrennt.
Dann lege ich den Bumper unter die Metallseite des Knopflochfußes.
Ich halte gut fest, ziehe leicht – und endlich funktioniert es.
Meine Reaktion im Originalvideo:
„Halleluja!“
Ich war so erleichtert.
Wenn du also eine elektronische Maschine hast, bei der das Knopfloch nicht funktioniert:
- nutze einen Druckknopf statt Knopfloch
oder - sieh dir mein Bonusvideo an, in dem ich das Knopfloch vor dem Annähen des Latzes mache
Das ist eine alternative Reihenfolge und funktioniert oft besser.
Knopfloch öffnen
Sauber einschneiden
Ich schneide das Knopfloch nie sofort bis in die Ecken auf.
Ich schneide erst ein kleines Stück, teste den Knopf, und schneide dann weiter, falls nötig.
Wir wollen ja nicht, dass der Knopf später aufgeht.
Jetzt stecke ich die Taschen fest – und wir sind bereit für den nächsten Schritt.
Ich möchte euch Mut machen:
Versucht es einmal mit dem Knopfloch.
Wenn es nicht geht, nehmt einfach einen Druckknopf.
Hintere Mitte nähen
Zusammennähen, Versäubern, Absteppen
Wir nähen jetzt die hintere Mitte zusammen.
Die beiden Rückenteile werden rechts auf rechts gelegt und mit 1 cm Nahtzugabe zusammengenäht.
Wichtig:
Versuche, die Kurve ohne Anheben des Füßchens zu nähen.
Mit der linken Hand wird der Stoff gedreht – da steckt viel Kraft drin, auch wenn man es nicht sieht.
Dann wird von oben versäubert, weil die obere Seite später sichtbar ist.
Die Naht wird in die linke Seite gebügelt.
Wenn du unsicher bist, bügle von rechts – dann liegt es automatisch richtig.
Jetzt wird abgesteppt:
- erste Naht: 2–3 mm von der Kante
- zweite Naht: füßchenbreit daneben
Beim Nähen die Naht leicht auseinanderziehen, damit keine Fältchen entstehen.
Besatz vorbereiten
Verstärken, Versäubern, Rundungen nähen
Der Besatz wird mit Vlieseline verstärkt, da ich hier einen leichten Baumwollstoff verwende.
Dann werden die unteren Kanten, die Armlöcher und der Halsausschnitt versäubert.
Beim Nähen der Rundungen:
- möglichst nicht das Füßchen heben
- Stoff mit der linken Hand drehen
- Stichlänge in engen Kurven auf 1,5 reduzieren
- danach wieder auf 2,5 stellen
Nahtzugaben zurückschneiden
Saubere Rundungen formen
Ich schneide die Nahtzugaben relativ knapp zurück – etwa 3 mm.
Man sollte nicht zu viel stehen lassen.
Wichtig:
Keine Dreiecke einschneiden wie in alten Butterick‑ oder Simplicity‑Anleitungen – das sieht nie gut aus.
Nur dort einschneiden, wo die Rundung sehr ausgeprägt ist.
Träger wenden
Sicherheitsnadeltechnik
Ich befestige eine Sicherheitsnadel am oberen Ende des Trägers und ziehe sie durch den Tunnel.
Dann wird alles schön ausgebügelt.
Rückwärtige Leiste schließen
Kleine Placket‑Verarbeitung
Jetzt nähen wir die kleine rückwärtige Leiste:
- oben schließen
- unten ist bereits versäubert
- alternativ kann man erst schließen und dann versäubern
Seitlicher Verschluss
Einführung und Grundprinzip
In diesem Kapitel zeige ich euch, wie man den seitlichen Verschluss arbeitet.
Das ist gar nicht so schwierig, wenn man weiß wie. Der Verschluss hat’s in sich, aber es geht alles.
Ich habe eine tolle Methode entwickelt, damit du das auch nähen kannst.
Schritt 1: Vorder- und Rückenteil verbinden
Positionieren, Stecken, Nähen
Wir legen die vordere und rückwärtige Hose rechts auf rechts aufeinander.
Die Oberkante des Rückenteils sollte auf derselben Höhe wie die Ziernaht des Vorderteils liegen.
Diese Ziernaht, die wir auf dem Latz genäht haben, muss exakt mit der Oberkante des Rückenteils abschließen.
Dann wird die Hose vom Saum an gesteckt.
Falls du mal nicht ganz sauber zugeschnitten hast – von oben stecken, dann passt es.
Das hintere Hosenbein ist immer weiter als das vordere, hier besonders wegen der Windelzugabe.
Jetzt nähen wir von der Ecke der Leiste bis zum Saum – auf beiden Seiten.
Nahtzugaben zurückschneiden
Taschenzugaben reduzieren
Damit alles schön flach liegt, schneiden wir die Nahtzugaben der Taschen zurück:
- die zusätzliche Tasche auf der rechten Rückseite
- die Eingriffstasche beidseitig
Wir wollen nicht, dass alle Kanten übereinanderliegen, da wir die Naht später in eine Richtung bügeln.
Schritt 2: Rückwärtige Leiste annähen
Exakte Positionierung und sicheres Nähen
Die rückwärtige Leiste wird auf das Vorderteil gelegt.
Die Kanten müssen exakt aufeinanderliegen, die Unterkanten ebenfalls.
Dort, wo die Taschen liegen, sperrt der Stoff etwas.
Hier unbedingt Stecknadeln vertikal zur Naht setzen.
Wichtig:
Das Vorderteil darf beim Annähen der Leiste nicht mitgefasst werden.
Ich ziehe es leicht zur Mitte, damit es frei bleibt.
Jetzt drehen wir das Ganze um und nähen von der anderen Seite.
Wir können die vorherige Nahtlinie sehen und wissen genau, wo wir landen müssen.
Auf einem Hosenbein nähen wir von unten nach oben, auf dem anderen von oben nach unten.
Schritt 3: Besatz annähen
Einfassen der Leiste
Jetzt legen wir den Besatz über die bereits angenähte Leiste und fassen alles ein.
Der Besatz sollte am unteren Ende genau auf den Leisten enden.
Gut stecken – besonders dort, wo die Tasche gern rüberschiebt.
Du kannst von der Besatzseite oder von der Jeansseite nähen.
Für Anfänger ist die Jeansseite oft sicherer.
Versäubern und Bügeln
Saubere Kanten und flache Übergänge
Die Naht wird jetzt abgekettelt, und zwar von der Seite, die später sichtbar ist.
Die Seitennähte werden zur rückwärtigen Mitte gebügelt.
Daher sollte die Vorderhose oben liegen.
Ganz wichtig:
Die Ecke muss abgeschnitten werden.
Sie ist zu dick, um sie sauber zu falten.
Ich benutze ein Ärmelbügelbrett – perfekt für Hosenbeine.
Jetzt wird alles mit viel Hitze und Dampf gebügelt.
Absteppen
Saubere Linien für ein professionelles Finish
Im nächsten Kapitel heißt es:
Absteppen, absteppen und nochmals absteppen.
Schnallen und Schieber anbringen
Vorbereitung und Knöpfe setzen
Jetzt bringen wir unsere Schnallen, Schieber und Knöpfe an.
Das ist einfach, aber etwas fummelig.
Zuerst setzen wir die Knöpfe.
Auf dem Schnittmuster ist die Position markiert.
Wenn du frei arbeitest:
- 1,5 cm von oben
- 1,5 cm von der Seite
Der Knopf darf nicht über die Kante hinausragen.
Mit der Ahle drücke ich den Stoff auseinander, statt ein Loch zu stanzen – das reißt später weniger aus.
Dann drücke ich den Nagel durch, setze den Knopf auf und hämmere vorsichtig.
Wichtig:
- Knopf gerade halten
- nicht zu fest schlagen
- lieber wenige kontrollierte Schläge
Schnallen und Schieber einfädeln
Schritt für Schritt durch die Fummelei
Jetzt kommen die Schieber:
- Schieber aufziehen
- Träger durch die Schnalle
- Träger wieder durch den Schieber
- Mindestens 2 cm Platz lassen zum Annähen
Bei kleinen Größen ist das fummelig – bei größeren viel einfacher.
Dann stecke ich alles fest und nähe es mehrfach vor und zurück.
Man sieht es später nicht, aber es muss halten.
Die Träger sind verstellbar – perfekt für unterschiedliche Oberkörperlängen.
Abschluss
Fertige Hose und weitere Lernmöglichkeiten
Jetzt sind wir fertig und unser Bobby Dazzler kann richtig funkeln.
Wenn du mehr lernen möchtest – Reißverschlüsse, Schrägband, T‑Shirts ändern, Kleider nähen – besuche meine Nähakademie auf frocksandfrolicsdeutsch.com.
Alle Videos sind kostenlos, nur die Schnittmuster kosten etwas.
Ich hoffe, du bist beim nächsten Projekt wieder dabei.
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I have problems reading the pattern because of light colored fonts. It looks pretty but makes it hard to read. Always, always use dark black font with high contrast background, please.
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