Zu Produktinformationen springen
1 von 11

BETSY ROCK

BETSY ROCK

Filled Circle
Filled Circle
Filled Circle
Empty Circle
Empty Circle
Normaler Preis $5.50 USD
Normaler Preis Verkaufspreis $5.50 USD
Sale Ausverkauft

Betsy ist ein niedliches, schlichtes Mädchenrock-Schnittmuster mit einer klassischen Knopfleiste auf der vorderen Mitte. Das vordere Bündchen hat vorne eine glatte Passe und hinten einen bequemen Gummizug. Die breite Saumblende verleiht dem Rock einen Hauch von Vintage-Charme.

Marina’s Schritt--für--Schritt--Videoanleitungen warten schon auf dich. Einfach nach unten scrollen und direkt los nähen.

 

Was ist beim Schnittmuster dabei?

  • Sofort-Download
  • Digitale PDF Schnittmuster
  • DIN A4 Format
  • eBook
  • Schritt für Schritt Video-Anleitungen

Design

  • Tolle Saumborte, sie ersetzt den Saum
  • Knopfleiste ganz im 80iger Jahre Stil.
  • Gummizug im rückwärtigen Bündchen

Stoffverbrauch

STOFFEMPFEHLUNGEN &
Hier eignen sich bedruckte mittelschwere oder leichte Stoffe aus Baumwolle oder Leinen am Besten.

STOFFVERBRAUCH

  • Oberstoff: 70 cm - 1,2m
  • Gummiband 4 cm breit: 39 cm - 52 cm

Verfügbare Größen

Größe: 92-152, Alter 1-12

Bitte beachten

  1. Dies ist ein digitales Schnittmuster oder eine PDF-Datei, kein physisches Produkt. Die Zustellung erfolgt elektronisch über einen Download-Link an die beim Kauf verwendete E-Mail-Adresse. Zusätzlich kann das Schnittmuster von deinem Kundenkonto heruntergeladen werden.
  2. Um sicherzustellen, dass das Schnittmuster in seiner tatsächlichen Größe gedruckt wird, wird die Verwendung von Adobe Acrobat Reader empfohlen.
  3. Kleine Betriebe: Ich freue mich wenn meine Schnittmuster dir helfen, tolle Bekleidung für deine Kunden zu nähen. Industrielle Produktion ist untersagt.

Kunden werden ermutigt, Frocks & Frolics zu verlinken, wenn sie Projekte, die mit meinen Schnittmustern erstellt wurden, in sozialen Medien teilen.

@frocksandfrolics
#frocksandfrolics

Vollständige Details anzeigen

SCHRITT-FÜR-SCHRITT ANLEITUNG

Thumbnail
BETSY: EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
Thumbnail
DAS SCHNITTMUSTER & ZUSCHNITT
Thumbnail
SEITENTASCHEN
Thumbnail
KNOPFLEISTE & SAUMBESATZ
Thumbnail
DEN ROCKES AN DAS BÜNDCHEN NÄHEN
Thumbnail
DEN GUMMIZUG EINZIEHEN
Thumbnail
EINEN VERSTELLBAREN GUMMIZUG EINARBEITEN
Thumbnail
KAMSNAPS EINARBEITEN
Thumbnail
DAS KNOPFLOCH
Thumbnail
BONUS: KNOPFLEISTE & SAUM OHNE SAUMBAND

VIDEO TEXT

Betsy Rock - Begrüßung und Überblick

Transkript für das Video: Betsy Rock - Einführung in das Projekt

Hallo ihr Lieben, hier möchte ich euch das Röckchen vorstellen, das wir in unserem Kurs nähen werden.
Du hast dabei zwei verschiedene Möglichkeiten:
– ein richtig schickes Saumband annähen (ganz simpel),
– oder das Bettchen ohne Saumband nähen.

Auf dieser Seite habe ich mit KamSnaps gearbeitet und oben einen Knopf bezogen.
Für dieses Bettchen habe ich einfach Knöpfe benutzt: einen großen Knopf oben und kleinere Knöpfe unten.
Beide Methoden zeige ich euch natürlich im Detail.

Das Standard‑Bettchen

Knopfleiste

Wir haben hier eine Knopfleiste angenäht.
Ich finde, dass diese Knopfleiste sehr schön aussieht – selbst wenn sie im selben Stoff genäht ist.
Sie gibt dem Bettchen Struktur und wirkt hochwertig.

Einfacher Saum

Der Saum ist ganz einfach gearbeitet:
eingeschlagen, gebügelt und abgesteppt.
Super für alle, die keine Overlockmaschine haben.

Seitentaschen

Wir haben außerdem ganz einfache Seitentaschen.
Jedes Kind liebt Taschen – ich übrigens auch.
Von innen sieht das so aus: Die Tasche liegt leicht versetzt, sodass man sie von außen kaum sieht.
Eine perfekte Anfängermethode.

Gummimethoden

Verstellbares Gummi mit Knopflöchern

Während der Corona‑Zeit war hier in Los Angeles das Gummi mit Knopflöchern ausverkauft.
Diese Gummis sind normalerweise etwas schmaler und haben bereits Knopflöcher, sodass man die Weite einstellen kann – ideal für Enkelkinder, die weit weg wohnen.

Breiteres Gummi ohne Knopflöcher

Hier habe ich ein breiteres Gummi verwendet.
Wenn du diese Methode nutzen möchtest, empfehle ich die Technik aus dem zweiten Röckchen:

– Das Gummi wird vorne leicht versetzt angenäht.
– Es ist nur wenig Gummizug nötig, damit es schön anliegt.
– Dann wird entlang der Naht abgesteppt, oben abgesteppt, Gummi eingezogen und rundherum geschlossen.

Diese Methode kannst du auch beim Bettchen anwenden.

Für wen welche Methode geeignet ist

Kleine Kinder

Für Kinder von 1–2 Jahren reicht meist die einfache Gummimethode.

Kinder, die bei dir wohnen

Wenn das Kind bei dir ist, kannst du die Weite direkt anpassen und das Gummi fest einnähen.

Kinder, die weiter weg wohnen

Dann ist ein verstellbares Gummi mit Knopflöchern ideal.

Knopflöcher & KamSnaps

Knopflöcher

Ich zeige euch natürlich, wie man Knopflöcher sauber arbeitet.
Beim anderen Röckchen zeige ich euch außerdem, wie man KamSnaps einsetzt und das oberste Knopfloch so positioniert, dass der Knopf perfekt auf der Leiste sitzt.

Position der Knöpfe

Hier sieht man noch Markierungen, die ich vorher gesetzt hatte.
Die Distanz war mir später zu schmal.
Der unterste Knopf sollte entweder etwas höher sitzen oder genau dort, wo das Saumband beginnt.
Nach unten sollte immer ein kleiner Abstand bleiben – direkt am Rand sieht nicht schön aus.

Motivation & Vintage‑Charme

Mut zum Ausprobieren

Für alle, die einfach mal schnuppern und sich das hier auf meiner Listing‑Seite ansehen:
Habt Mut, probiert es aus!
Es ist wieder eines meiner Vintage‑Röckchen.

Stil

Ehrlich gesagt ist es eher ein 80er‑Jahre‑Röckchen.
Es erinnert mich total an die späten 70er und frühen 80er – solche Röcke habe ich damals geliebt und ständig getragen.
Vielleicht haben sie sich deshalb in meine Vintage‑Kollektion hineingeschummelt.

Abschluss

Einladung zum Kurs

Ich hoffe, ihr habt viel Spaß daran und zeigt eure Werke in unserer Facebook‑Gruppe.
Ich freue mich riesig darauf!

Ich sehe dich dann im Kurs – bis bald!

Testquadrat prüfen & Schnittmuster zusammensetzen

Transkript für das Video: Betsy Rock - Schnittmuster & Zuschnitt

Jetzt kann es losgehen.
Als Erstes müssen wir unser Testquadrat auf dem Schnittmuster prüfen – das muss 5 cm lang sein.

Auf deinem Schnittmuster findest du immer einen Plan, wie die einzelnen Seiten zusammengesetzt werden.
Alles ist alphabetisch angeordnet: A, B, C, D, E und so weiter.

Die Anstoßlinien zeigen dir, wo die Teile zusammengeklebt werden.
Was auf ein DIN‑A4‑Blatt passt, muss natürlich nicht zusammengesetzt werden – wie hier bei meinem Schnittteil für die Flügelchen.

Bündchen zusammensetzen

Ich nehme mir zuerst das Bündchen vor.
Hier müssen die Teile A und B zusammengesetzt werden.
Ich knicke die Anstoßlinien um, klebe die Teile mit Klebestreifen zusammen – fertig.

Dieses System gilt für alle meine Schnittmuster und natürlich für alle Teile in diesem Projekt.

Überblick über die Schnittteile

Ich habe jetzt alles zusammengesetzt.
Schauen wir uns die Teile an:

Flügelchen: ohne Nahtzugabe, damit es später nicht zu dick wird.
Knopfloch: ist markiert – das brauchst du für beide Gummivarianten (regulär oder Knopflochgummi).
Es muss genau mittig sitzen und nicht zu hoch, damit wir beim Absteppen das Gummi nicht versehentlich mitfassen.
Tasche: super einfach – wird nur an die Seitennaht gesetzt.
Rockteil: einmal im Stoffbruch und zweimal gegengleich zuschneiden.
Knopfleiste: wird angesetzt, ist kürzer, weil wir später die Borte umschlagen.
Dadurch sieht alles schön professionell aus.

Rock mit Borte nähen

Wer die Borte annähen möchte, kürzt das Schnittmuster an der gestrichelten Linie.
Die Borte wird der Länge nach halb gebügelt und unten angesetzt.
Die Knopfleiste wird dann vorne aufgelegt – alles passt exakt und hat dieselbe Länge.

Zuschneiden des Rocks

Jetzt können wir anfangen zuzuschneiden.

Der Rock muss einmal im Stoffbruch liegen.
Wenn du – wie ich – einen Stoff hast, der nicht 140 cm breit liegt (meiner liegt nur 110 cm), musst du etwas anders puzzeln.

Ich lege mein Schnittmuster so an, dass es auf den Stoff passt.
Wenn es etwas weniger eingehalten ist, ist das kein Problem.

Wichtig beim Schneiden:

– Das Schnittmuster sollte möglichst auf der rechten Seite liegen.
– Die linke Hand führt und stabilisiert den Stoff.
– In Rundungen immer in die Kurve hineinschneiden, nicht versuchen, außen herumzuziehen.

Vorderteil zuschneiden

Für das Vorderteil brauchen wir zwei Teile.
Ich schneide den Stoffbruch auf und lege das Schnittteil wieder an – genauso wie eben.

Man könnte es auch direkt an die Unterkante legen, das wäre sparsamer.
Wer aufgepasst hat, hat das sicher schon bemerkt.

Bündchen zuschneiden

Das Bündchen wird im Stoffbruch zugeschnitten.
Du kannst es sowohl entlang der Webkante als auch im Fadenlauf zuschneiden – das spielt keine Rolle.

Bei Streifenstoffen ist es oft schöner, wenn die Streifen später horizontal verlaufen.

Knopfleiste & Taschen zuschneiden

Die Knopfleiste schneiden wir zweimal zu – ebenfalls entweder im Fadenlauf oder entlang der Webkante.

Die Taschen brauchen wir viermal – zwei Paare gegengleich.

Flügelchen zuschneiden

Dann schneiden wir die Flügelchen zu – einmal im Stoffbruch und zweimal für das Vorderteil.

Für die Knopfleiste gibt es außerdem eine Flügelchen‑Einlage, die nur zur Hälfte gebügelt wird.

Rock mit Borte – Schnitt anpassen

Wer den Rock mit Borte nähen möchte, schneidet das Schnittteil an der gepunkteten Linie durch.
Ich empfehle, die abgeschnittene Kante gleich wieder anzustecken, damit du sie später nicht suchen musst, wenn du ohne Borte nähen möchtest.

Dieses Teil wird wieder einmal im Stoffbruch und zweimal für das Vorderteil zugeschnitten.
Du kannst es auch als ein langes Stück entlang der Webkante zuschneiden.

Nicht vergessen: Wenn du die Teile nebeneinander legst, die Nahtzugaben übereinanderstecken.

Gummi zuschneiden

Jetzt brauchen wir noch das Gummi.

Knopflochgummi: meist schmaler, ca. 2 cm breit.
Wichtig ist, dass es später nicht oben in der Bündchenkante sitzt.
Reguläres Gummi: kann 3 cm breit sein, 2,5 cm geht auch.

Alles vorbereitet

Hier habe ich:

– die Flügelchen,
– die Knopfleiste,
– das Bündchen,
– das Gummi,
– und die Flügelchen‑Einlage bereits aufgebügelt.

Jetzt bin ich komplett vorbereitet – und wir können anfangen, den Rock zusammenzunähen.

Wir starten mit den Taschen – und das machen wir im nächsten Kapitel.

Die Seitentaschen einarbeiten

Transkript für das Video: Betsy Rock - Die Seitentaschen einarbeiten

Jetzt können wir mit unseren Seitentaschen weiterarbeiten. Die sind wirklich ganz einfach.
Wir legen die Tasche an die Seitenkante, rechts auf rechts, und nähen sie mit 1 cm Nahtzugabe an.
Dasselbe machen wir natürlich am Vorderteil.

Dann wird das Vorderteil auf das Rückenteil gelegt, und wir schließen die Seitennaht einmal um die Tasche herum.
Super simpel – nur nicht vergessen, am Anfang und am Ende zu verriegeln. Das gilt für alle Taschennähte.

Taschen abketteln und absteppen

Jetzt wird alles abgekettelt, damit es schön ordentlich aussieht.
Dann geht es zurück an die Nähmaschine, und wir steppen die Nahtzugabe in die Tasche.
Stichlänge: 3 oder 3,5.

Seitennaht schließen

Nun schließen wir die Seitennaht – und zwar einmal komplett um die Tasche herum.
Das Einzige, was ein bisschen tricky sein kann, ist die kleine Spitze, an der man wenden muss.

Hier hilft es, sich die Nahtzugaben vorher zu markieren.
Dort, wo sich die Linien treffen, muss die Nadel im Stoff stecken, und genau dort wird gewendet.

Ich mache das eigentlich immer so, weil es an dieser Stelle schnell unübersichtlich wird.

Also:

– erst gerade herunter nähen,
– bei 1 cm stoppen,
– Nadel im Stoff lassen,
– Füßchen heben,
– wenden,
– weiter nähen bis zum markierten Punkt,
– wieder wenden,
– und einmal komplett um die Tasche herum.

Auf der anderen Seite ist es genauso – auch dort ist es nicht sofort ersichtlich, wo man stoppen muss.
Darum: lieber vorher markieren.

Abketteln der Seitennaht

Jetzt wird die Seitennaht abgekettelt.
Ich stelle dabei mein Messer aus, weil man an dieser engen Ecke sehr leicht in den Stoff schneiden kann.

Ich schneide vorher einmal rundherum alles sauber zurück, damit die Kanten glatt sind.
Dann kann man problemlos um die engen Rundungen ketteln.

Auch hier kann man das Füßchen leicht anheben, um die Tasche besser herumzuführen.
Wichtig ist nur, dass die Borte nicht mitgefasst wird – dann sieht es richtig schön aus.

Nicht vergessen: Messer anschließend wieder einschalten.

Tasche bügeln und absteppen

Jetzt wird die Naht zur vorderen Mitte gebügelt.
Meine Seitennaht hat eine kleine Kurve – dadurch sitzt sie später schön am Körper.
Das Bügeln ist hier etwas knifflig: erst unterhalb der Tasche bügeln, dann die Tasche zur Seite legen und den oberen Teil bügeln.

Im Anschluss steppe ich die Tasche ab.
Das habe ich im E‑Book nicht gemacht, aber hier zeige ich es euch – es sieht einfach ordentlicher aus.

Die Naht zeigt ins Vorderteil, also steppe ich oberhalb und unterhalb der Tasche ab.
Stichlänge: 3,5.

Weiter geht’s

Und das war’s auch schon.
Jetzt können wir gleich weitermachen und unseren Rock zusammennähen.

Bis gleich!

Betsy Rock: Die Saumborte annähen

Transkript für das Video: Betsy Rock - Die Saumborte annähen

Hier möchte ich euch zeigen, wie man die Borte annäht. Die Borte wird hier unten angesetzt, und anschließend wird die Knopfleiste einfach auf den gesamten Rock aufgenäht – ein bisschen anders als bei unserem Standard‑Rock.

Zuerst schließen wir die Seitennähte der Borte.
Du kannst die Borte natürlich auch im ganzen Stück zuschneiden, entlang der Bruchkante. Dann hättest du ein langes Teil – das finde ich persönlich schöner. Aber wenn der Stoff nicht reicht, näht man eben an.

Beim Zusammennähen würde ich dir empfehlen, farblich passendes Garn zu benutzen. Bei mir hat man das Weiße ein wenig durchschimmern sehen – das fand ich am Ende nicht so schön und hätte lieber Rot genommen.

Jetzt bügeln wir die Naht erst flach und dann auseinander.
So bekommt man eine sehr schöne, flache Naht.

Borte vorbereiten

Dann bügeln wir die Borte der Länge nach zur Hälfte, sodass wir unten eine saubere Kante haben.

Jetzt wird die Borte an den Rock gesteckt.
Wenn du sie im ganzen Stück zugeschnitten hast, ist es ganz einfach: Was übersteht, wird einfach über die Kante geschoben.
Bei mir war es ein kleines bisschen zu viel – das ist der Nachteil, wenn man eine Seitennaht in der Borte hat und sie nicht exakt passt. Würde ich es noch einmal machen, würde ich wahrscheinlich entlang der Bruchkante zuschneiden. Aber Stoff sparen ist eben auch wichtig, deshalb ist es im Schnittmuster so vorgesehen.

Ich lasse das kleine Stück, das zu viel ist, einfach überstehen. Auf der anderen Seite genauso.

Dann nähen wir die Borte mit 1 cm Nahtzugabe an.
Du musst dich hier wirklich an die Nahtzugabe halten, denn die Knopfleiste muss später exakt passen.

Die Naht wird in den Rock gebügelt, und alles, was übersteht, wird abgeschnitten.

Borte absteppen

Jetzt können wir die Naht noch einmal absteppen, mit einer langen Stichlänge von 3,5.

Du kannst das Absteppen auch später zusammen mit der Knopfleiste machen – daran hatte ich in dem Moment nicht gedacht, ich war im Autopilot. Aber so geht es natürlich auch.

Der Grund, warum ich die Knopfleiste nicht komplett abgesteppt habe, ist: Ich hatte weißen Faden drin und wollte nicht ganz nach unten absteppen.

Knopfleiste anbringen

Jetzt bringen wir die Knopfleiste an.
Das ist etwas anders als beim Standard‑Rock: Die Knopfleiste wird einfach auf den Rock gelegt, nicht eingefasst.
Deshalb müssen beide Kanten wirklich exakt aufeinanderliegen.
Es darf später nichts überstehen – hier muss man sehr genau arbeiten.

Wenn du unsicher bist oder dein Stoff rutscht, kannst du auch zuerst an dieser Stelle anfangen zu nähen.

Kanten abketteln

Jetzt ketteln wir die Kante ab.
Ich zeige dir hier eine kleine Technik:
Ein paar Stiche nähen, die Schlaufe der Overlockkette glattziehen, dann einmal rüberziehen und weiterketteln.
So ist die Kette sauber eingefasst.

Auch hier wäre rotes Garn schöner gewesen – ich hatte sogar welches, habe es aber nicht benutzt.

Auf der anderen Seite machen wir es etwas anders:
Wir nähen ein paar Stiche über das Ende hinaus, drehen das Vorderteil, setzen das Füßchen wieder auf und nähen ein Stück weiter.
So ist auch diese Seite sauber eingefasst.

Mit weißer Kette sieht es nicht perfekt aus – mit rotem Garn wäre es unsichtbar.

Vorderkante absteppen

Jetzt kann ich die Vorderkante noch einmal absteppen.
Ich hätte auch um die Ecke herum absteppen können, alles in einem – aber da ich ursprünglich dachte, ich steppe vielleicht bis zur Nahtzugabe herunter, wäre das mit Weiß nicht schön gewesen.

Du kannst natürlich die ganze Naht absteppen – hier wäre es aber nicht ideal gewesen.

Auf jeden Fall: Länge prüfen.
Wenn etwas übersteht, kann man es mit ein paar Handstichen leicht einhalten, damit es nicht sichtbar ist.

Weiter geht’s mit dem Bündchen

Jetzt können wir weitermachen und das Bündchen annähen.

Den Rock an das Bündchen nähen

Transkript für das Video: Betsy Rock: Wie man den Rock an das Bündchen näht

Jetzt werden wir das Bündchen an den Rock nähen.
Hier möchte ich euch noch einmal die zwei Möglichkeiten zeigen, wie man das Gummi einarbeiten kann.

Zum einen haben wir das verstellbare Gummi, das etwa 2 cm breit ist und zentral im Bündchen sitzen sollte.
Während Corona war dieses Gummi hier bei uns einfach nicht zu bekommen, deshalb habe ich ein etwas breiteres Gummi benutzt und das Knopfloch entsprechend weiter nach unten gesetzt.
Das macht das Einarbeiten etwas schwieriger – das sollte man bedenken, wenn man sich für diese Methode entscheidet.

Wenn du die Standardmethode verwendest, zeichnest du dir an derselben Stelle einfach nur eine Linie an, damit du weißt, wo das Gummi später angenäht wird. Das kannst du auch später noch machen.

Knopfloch ins Bündchen nähen

Ich arbeite jetzt erst einmal mein Knopfloch ins Bündchen ein.
Dazu nehme ich mein Knopflochfüßchen – jede Maschine ist anders, aber das ist wirklich nicht schwer.

Manche nähen das Bündchen an dieser Stelle auch zweigeteilt (oberes und unteres Bündchen) und lassen einfach eine Lücke zum Einziehen des Gummis. Das geht natürlich auch.
Ich persönlich finde es nicht schwierig, ein Knopfloch zu nähen – und wenn es einmal drin ist, ist es schnell erledigt.

Bündchen an den Rock stecken

Wenn wir das Bündchen an den Rock stecken, unbedingt darauf achten, dass das Knopfloch unten sitzt – nicht oben, sonst schaut es später heraus.

Das Bündchen muss 1 cm über der Rockkante stehen, denn dort liegt unsere Nahtzugabe.

Jetzt stecken wir die hintere Mitte vom Bündchen auf die hintere Mitte des Rocks.

Ich habe auf einer Seite das Gummi schon eingezogen, damit es nicht so lange dauert und ihr gleich sehen könnt, wie es funktioniert.

Auch hier lasse ich die 1 cm Nahtzugabe überstehen, setze eine Stecknadel vertikal zur Naht und wickle die Unterfäden einmal um die Nadel, damit sie nicht herausrutschen.
So kann ich die Kräuselung besser verteilen.

Bündchen vierteln & Kräusel verteilen

Bevor du anfängst, solltest du – wie im E‑Book beschrieben – dein Bündchen vierteln.
Dann steckst du es grob fest. Die Feinarbeit mache ich immer erst an der Nähmaschine – das geht schneller und man hat mehr Kontrolle.

Ich ziehe an den Unterfäden, bis das Bündchen ungefähr passt oder sogar ein bisschen zu eng ist – so arbeite ich am liebsten.

Dann setze ich die Seitennaht vom Rock auf die Seitennaht vom Bündchen, ziehe alles etwas auseinander, bis es passt, und stecke wieder eine Nadel vertikal hinein.
Jetzt kann ich die Kräusel schön verteilen.

Falls jemand noch nie einen Rock genäht hat: Es ist wirklich immer dasselbe Prinzip – ganz simpel.

Nähen des Bündchens

Jetzt geht’s an die Nähmaschine.

Mit der linken Hand halte ich das Ganze stramm, mit der rechten verteile ich die Kräusel mit einer Stecknadel.
So kann man das Bündchen wirklich schnell annähen.

Wichtig ist, dass unten alles schön flach liegt und keine Fältchen entstehen.
Manchmal ziehen sich die Kräusel etwas nach innen – dann stehen sie außen über.
Da muss man kurz korrigieren und sie wieder herausziehen.

Am Ende prüfen wir, ob wir nichts mitgefasst haben, was nicht mitgenäht werden sollte.

Der Einreihfaden im Bündchen kann drin bleiben.
Den unteren Einreihfaden, den man sieht, ziehen wir heraus.

Bündchen bügeln

Wenn alles ordentlich aussieht, wird das Bündchen gebügelt – wie immer.
Ich lege den Rock über die Kante des Bügelbretts, damit ich keine Falten in den Rock bügle, sondern nur das Bündchen schön flach bekomme.
Die Nahtzugabe zeigt dabei ins Bündchen.

Dann wird das Bündchen heruntergefaltet, rechts auf rechts, sodass die Nahtzugabe wieder 1 cm übersteht.
Das mache ich auf beiden Seiten.

Jetzt unbedingt prüfen, ob beide Seiten genau gleich hoch sind – sie müssen später exakt aufeinanderliegen.

Kanten formen

Wenn alles passt, falte ich die Nahtzugabe einfach nach innen – nicht abschneiden.
Gerade hier hilft die volle Nahtzugabe, um einen schönen 90‑Grad‑Winkel zu formen.

Auf der anderen Seite genauso: Nahtzugabe zur Seite falten, mit einer Nadel die Ecke leicht herausheben – und schon hat man eine perfekte Kante.

Ich muss ehrlich sagen: Bei mir hat es hier zufällig genau gepasst – das war Glück, ich hatte es nicht ausgemessen.
Darf auch mal sein.

Weiter geht’s

Jetzt können wir weitermachen und das Gummi einarbeiten.

Betsy Rock: Verstellbarer Gummibund

Transkript für das Video: Betsy Rock - mit verstellbarem Gummi

Hier arbeiten wir jetzt mit dem Knopflochgummi. Ich habe ein etwas breiteres Gummi benutzt, weil ich zu der Zeit kein richtiges Knopflochgummi bekommen konnte. Das Gummi wird durch das Knopfloch gezogen, das Ende wird eingeschlagen und auf das Bündchen gesteppt. Du kannst es auch einfach flach lassen und mit einem Zickzackstich annähen, das funktioniert genauso gut. Auf der anderen Seite ziehe ich das Gummi ebenfalls durch und schlage es ein – oder du lässt es flach, ganz wie du möchtest. Zwischen dem Ende des Gummis und dem Knopfloch wird dann ein Knopf angenäht. So kannst du das Gummi durch die Knopflöcher ziehen und die Weite einstellen.

Gummi befestigen

In diesem Beispiel sitzt der Knopf auf der einen Seite, und das Gummi ist auf der anderen Seite einfach festgenäht. Wenn du ein sehr weiches Gummi hast, merkt man die Falte überhaupt nicht. Wenn das Gummi etwas fester ist, eignet sich der Zickzackstich besser. Jetzt wird die Nahtzugabe eingeschlagen und genau auf der Naht festgesteckt – nicht darüber, nicht darunter, sondern exakt auf der Naht. Du siehst, dass mein Gummi ziemlich hoch an der Oberkante sitzt. Das liegt daran, dass ich das Knopfloch etwas größer gemacht habe, damit das Gummi durchpasst. Für die Demonstration ist das in Ordnung, aber es macht das Nähen etwas schwieriger, weil das Gummi ständig mitgefasst werden möchte. Mit der richtigen Breite, also zwei Zentimetern, passiert das nicht.

Nahtzugaben schließen

Ich mache jetzt die andere Seite genauso: Nahtzugabe einschlagen, festhalten, wenden und glatt anstecken. Weil das Gummi nur ganz wenig einzieht – vielleicht vier oder fünf Zentimeter insgesamt – lässt sich das super einfach stecken. Wenn du für ein sehr schlankes Kind nähst, musst du das Gummi natürlich etwas strammer ziehen. In so einem Fall würde ich dir eher die reguläre Methode empfehlen, die ich im anderen Video zeige. Jetzt ist alles angesteckt, und ich überprüfe, ob es auch wirklich passt.

Absteppen des Bündchens

Dann können wir das Ganze absteppen. Wir beginnen hier und steppen einmal rundherum, dabei immer schön ziehen, damit alles glatt liegt. Ich habe das Bündchen jetzt auf die andere Seite gezogen. Es ist immer noch ein bisschen stramm, während ich darüber nähe. Wenn mein Gummi nur zwei Zentimeter breit wäre und richtig mittig liegen würde, wäre diese Methode überhaupt kein Problem. Weil mein Gummi breiter ist, hat es mir das Ganze etwas erschwert. Während Corona war alles ausverkauft, und wir konnten einfach kein Knopflochgummi bekommen. Vielleicht zeige ich diese Methode noch einmal in einem anderen Video, wenn es wieder welches gibt.

Nähen mit breitem Gummi

Du siehst hier, wie schwierig es war. Ich musste das Gummi wirklich nach unten schieben und mit den Fingern oben festhalten, damit ich es nicht mitgenäht habe. Ich bin gelernte Schneiderin, für mich ging das, aber ehrlich gesagt war es nicht ganz einfach und hat ein bisschen gedauert. Eigentlich sollte diese Methode ganz unkompliziert sein, aber mit dem falschen Gummi habe ich es mir unnötig schwer gemacht. Jetzt bin ich fast fertig.

Transportprobleme lösen

Wenn der Stoff nicht gut transportiert wird, kannst du – wie beim regulären Gummi – einen doppelten Faden durch die Ecke ziehen und beim Nähen leicht daran ziehen. Das hilft dem Transport ungemein, wenn die Maschine an solchen Stellen Probleme hat. Schau dir den Clip dazu unbedingt an, auch wenn du dich für diese Methode entscheidest. Ich lasse die Naht ein kleines Stück überlaufen, verriegele, schneide ab – und das war’s. Diese Methode ist wirklich großartig, wenn die Enkelkinder weiter weg wohnen und man nicht anprobieren kann.

Betsy Rock nähen: Reguläres Bündchen mit Gummizug

Transkript für das Video: Betsy Rock - Reguläres Bündchen mit Gummizug

Hier zeige ich euch jetzt, wie man das reguläre Gummi einarbeitet.
Ich habe meine Nahtzugabe bereits eingeschlagen und gegen die Naht gesteckt.

Jetzt wird das Gummi von dieser Markierung bis zur anderen Seite eingezogen.
Wenn du dir unsicher bist, kannst du dir die Stelle vorher auf der rechten Stoffseite markieren.
Ich habe das nicht gemacht, also stecke ich mir schnell auf beiden Seiten eine Nadel hinein – dann weiß ich genau, wo ich stoppen muss.

Bündchen knappkantig absteppen

Wir steppen jetzt knappkantig an der unteren Naht entlang und anschließend auch die Oberkante des Bündchens.
Mein Gummi hat trotz beider Absteppnähte noch genug Bewegungsfreiheit.

Es ist immer einfacher, wenn man beim Nähen leicht am Stoff zieht, damit keine Fältchen entstehen – Stoff schiebt sich gern ein bisschen.
Also ziehe ich das schön stramm und nähe knappkantig entlang.
Stichlänge: 3,5, damit es professionell aussieht.

Ich nähe jetzt von Markierung zu Markierung – und nicht vergessen: verriegeln.

Dann wird auch die Oberkante abgesteppt, wieder verriegeln.

Gummi einziehen und fixieren

Jetzt kann ich das Gummi einziehen.
Schöner ist es, wenn das Gummi hinter der Nahtzugabe sitzt, damit die Nahtzugabe nicht über dem Gummi nach außen drückt.
Wenn es nicht perfekt klappt, ist das aber nicht schlimm – beides funktioniert.

Ich ziehe das Gummi durch, bis etwa 1 cm auf der rechten Seite heraussteht, und fixiere es dort.

Ich bin hier besonders vorsichtig und halte die Stecknadel hinter der Nahtzugabe, damit ich nicht versehentlich ins Gummi steche.
Das dauert etwas länger, aber es liegt später viel schöner.

Dann ziehe ich das Gummi auf die andere Seite durch, ziehe die Sicherheitsnadel heraus und stecke auch dort eine Nadel vertikal zur Naht hinein.

Jetzt empfehle ich, kurz nachzumessen, ob die Länge stimmt.
Wenn alles passt, stecke ich zwei Nadeln vertikal zur Naht und nähe einmal rundherum – dabei fasse ich das Gummi mit und steppe gleichzeitig alles sauber ab.

Rundherum absteppen

Ich nähe einmal hoch, lasse die Nadel im Stoff, wende und steppe weiter.
Absteppen macht jedes Projekt sofort professioneller.

Wenn der Stoff an einer Stelle schlecht transportiert, wie hier, kannst du einen doppelten Faden durch die Ecke ziehen und beim Nähen leicht daran ziehen – das hilft enorm.

Hier musste ich mein Füßchen kurz anheben und über die Stelle drübersetzen.
Nicht ideal, aber manchmal geht es nicht anders.

Auf der anderen Seite zeige ich euch gleich die Variante mit dem Hilfsfaden, die viel einfacher ist.

Zweite Seite nähen

Ich ziehe das Gummi ein, nähe herunter und wende an derselben Stelle wie zuvor.
Dann nähe ich bis zur vorderen Kante.

Jetzt ziehe ich in die Ecke einen doppelten Faden ein – daran kann ich ziehen, wenn der Stoff nicht gut transportiert.
Ein ganz einfacher Trick, aber er macht einen riesigen Unterschied.

Auch hier muss ich die Nadel manchmal ein Stück versetzen, weil elektronische Maschinen keine halben Stiche machen können.
Deshalb empfehle ich als erste Maschine immer eine mechanische Nähmaschine – die ist präziser in solchen Situationen.

Am Ende die Naht ein Stück überlaufen lassen, verriegeln – fertig.

Wie geht’s weiter?

Jetzt musst du entscheiden, ob du KamSnaps einarbeiten möchtest oder Knopflöcher.
Das machen wir dann im nächsten Kapitel.

Bis gleich!

Die KamSnaps einarbeiten

Transkript für das Video: Betsy Rock - KamSnaps einarbeiten

Hier zeige ich euch, wie man KamSnaps einsetzt. In das Bündchen arbeite ich außerdem einen bezogenen Knopf ein. Es ist wichtig, dass die KamSnaps wirklich mittig sitzen. Der erste KamSnap sollte etwa 3 cm vom Bündchenrand entfernt liegen. Die nächsten setzt du dann im Abstand von 6,5 oder 7 cm.

Ich hatte zuerst 6 cm gemessen und die Mitte der Knopfleiste markiert, aber das gefiel mir nicht so gut. Also habe ich mich für 6,5 cm entschieden. Es sieht einfach schöner aus, wenn der KamSnap nicht zu weit über dem Saumband sitzt. Wenn du die KamSnaps beim regulären Rock ohne Saumband einsetzt, kannst du natürlich auch 6 cm nehmen und zusätzlich einen KamSnap unterhalb anbringen.

Jetzt habe ich die Positionen neu gesetzt, und die Distanz gefällt mir sehr gut. Ich lege die KamSnaps noch einmal auf, um zu prüfen, ob es harmonisch aussieht – perfekt.

Löcher vorbereiten

Jetzt nehme ich meine Ahle. Damit steche ich durch alle Stofflagen ein Loch. Dann ziehe ich die Ahle vorsichtig aus der untersten Lage heraus. Von der Unterseite stecke ich den Cap durch das Loch und drücke die Zähnchen gut durch.

Dann lege ich den Socket auf die Zähnchen – das ist der KamSnap‑Teil mit dem breiteren Rand. Cap und Socket kommen in die Zange: der Cap liegt unten im schwarzen Plastikeinsatz, das weiche, farblose Gummi liegt oben über dem Socket. Jetzt kann ich die Ahle komplett entfernen und alles zusammendrücken. In der Mitte des KamSnaps wird der Dorn flachgedrückt, und dadurch hält der Snap sicher im Stoff.

Zweiten KamSnap einsetzen

Für den zweiten KamSnap mache ich wieder ein Loch mit der Ahle. Dann drücke ich den Cap durch, der Dorn kommt auf der anderen Seite heraus, und der Socket mit dem breiten Rand wird oben aufgelegt. Wieder in die Zange legen und zusammendrücken – fertig.

Damit ihr es noch einmal gut sehen könnt, mache ich das Ganze oben noch einmal: Cap durchstecken, den Stud (das Teil mit dem scharfen Rand) aufsetzen, einlegen, zusammendrücken – und schon sitzt der KamSnap fest.

Ich setze jetzt alle weiteren KamSnaps genauso ein. Erst wenn alle sitzen, arbeite ich das obere Knopfloch ein. Du kannst das Knopfloch auch ganz oben ins Bündchen setzen, aber mir persönlich gefällt das nicht so gut – die Knöpfe wären mir zu klein für diese Position.

Knopfloch vorbereiten

Wichtig ist, dass der Anfang des Knopflochs genau über der Mitte des KamSnaps liegt. Also einfach das Maßband anlegen, mittig einen Punkt setzen – dort beginnt das Knopfloch. So sitzt der Knopf später perfekt über dem Snap.

Damit ich weiß, wie groß das Knopfloch sein muss, nehme ich das Knopflochfüßchen meiner elektronischen Maschine. Mein Knopf passt zwar nicht hinein, aber ich kann trotzdem gut sehen, wie groß das Knopfloch werden muss.

Knopfloch nähen

Jetzt gehe ich an die Nähmaschine und nähe das Knopfloch. Wenn du mit einer elektronischen Maschine arbeitest, musst du aufpassen: Wenn der Sensor links etwas berührt – zum Beispiel eine kleine Falte oder eine Rüsche – stoppt das Knopfloch sofort. Bei meiner Maschine wird das Knopfloch rückwärts genäht, deshalb muss die Nadel genau über dem kleinen Punkt stehen, den ich markiert habe. Dann läuft alles automatisch und sehr sauber.

Das Ergebnis ist wirklich perfekt – besser geht es kaum. Du musst nur darauf achten, dass der Sensor nichts berührt.

Abschluss

Jetzt muss ich das Knopfloch nur noch aufschneiden und den Knopf annähen. Wie das genau geht, erkläre ich euch im Kapitel über die Knopflöcher.

Es sieht wunderschön aus, und ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, dieses Röckchen mit mir zu nähen. Ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Projekt wieder dabei seid.

Knopflöcher perfekt einarbeiten

Transkript für das Video: Betsy Rock - Knopflöcher perfekt einarbeiten

Jetzt arbeiten wir unsere Knopflöcher. Oben habe ich einen größeren Knopf verwendet, und da ist es wichtig, dass der Knopf genau mittig über der Knopfleiste sitzt.
Zuerst markiere ich mir also die Mitte des Bündchens, und dann brauche ich die Mitte der Knopfleiste. Dort, wo die zwei kleinen Löchlein sitzen – also da, wo später der Knopf angenäht wird – mache ich mir eine Markierung.

Je nach Knopf kann das Maß variieren: bei mir sind es 9,4 cm oder sogar 9,5 cm. Du musst gut aufpassen, denn manche Knöpfe haben keine Löcher, sondern einen kleinen Steg. Dann muss die Markierung etwas weiter nach oben gesetzt werden. Das habe ich auch im Video mit den KamSnaps erklärt.

Position der Knopflöcher festlegen

Die kleinen Knöpfe lege ich so an, dass sie mir optisch gefallen. Von oben sollten es etwa 3–4 cm Abstand sein. Dann mache ich zentral über der Knopfleiste ein kleines Kreuzchen.
Jetzt messe ich die Distanz zwischen dem ersten und zweiten Knopfloch – und diese Distanz wiederhole ich für alle weiteren. Das ist ganz einfach: immer erst das erste Knopfloch festlegen und dann die restlichen im gleichen Abstand.

Für mein Beispiel – Größe 7 bis 8 Jahre – beträgt der Abstand 6,5 cm.

Knopflochgröße bestimmen

Dann nehme ich meinen Knopf und lege ihn in das Knopflochfüßchen. So weiß ich genau, wie groß das Knopfloch sein muss.
Ich habe zwei verschiedene Knopflöcher ausprobiert, um zu sehen, welches mir besser gefällt. Ich mag es lieber, wenn der kleine Zickzackstich etwas weiter auseinander liegt.

Dann schneide ich das Probeknopfloch auf und prüfe: passt der Knopf durch? Ja – alles gut.
Für euch gilt immer: erst ein Probeknopfloch nähen, dann die echten.

Knopfloch nähen

Jetzt stelle ich den Sensor ein – der ist wichtig – und wähle das Knopflochfüßchen aus. Bei meiner Pfaff ist das die Nummer 33.
Die Nadel muss genau über dem kleinen Kreuzchen stehen, das ich markiert habe. Und dann ist wichtig, dass die Rüschen nicht an den Sensor kommen, sonst stoppt das Knopfloch sofort.

Meine Maschine arbeitet das Knopfloch rückwärts ein. Sobald ich starte, näht das automatische Füßchen vor und zurück – wirklich eine tolle Sache, wenn man eine gute elektronische Maschine hat.
Man muss nur aufpassen, dass der Sensor nichts berührt, besonders bei Rüschen oder dickeren Stoffen.

Das Knopfloch ist fertig – wunderbar geworden.

Weitere Knopflöcher nähen

Jetzt nähe ich die anderen Knopflöcher. Die sind kleiner, also setze ich den Knopf wieder hinten ins Füßchen ein.
Das Röckchen kann jetzt mit der rechten Seite nach oben liegen, denn mein Knopflochfüßchen arbeitet rückwärts – perfekt, da kann der Sensor nirgendwo hängen bleiben.

Ich achte darauf, dass das Füßchen genau mittig sitzt, und dann trete ich aufs Pedal.
Du kannst schön sehen, wie der Sensor nach vorne und hinten arbeitet.
Das mache ich jetzt für alle Knopflöcher genauso: Nadel über das Kreuzchen, Füßchen runter, losnähen.

Knopflöcher aufschneiden

Jetzt schneide ich die Knopflöcher auf. Ich lege das Knopfloch doppelt und mache einen kleinen Schnitt, damit ich hineinkomme. Dann schneide ich in beide Richtungen auf.
Du kannst auch eine kleine Schere nehmen – das geht genauso gut.

Knopf annähen

Den obersten Knopf nähe ich an der äußersten Kante des Knopflochs an. Ich steche durch die äußerste Kante und dort, wo die Nadel auftrifft, nähe ich den Knopf fest.
Wichtig ist, dass du immer etwas Abstand zwischen Bündchen und Knopf lässt. Ich lege dafür meinen Daumen dazwischen – so entsteht ein kleiner Steg.

Ich steche viermal durch, und beim letzten Mal wickle ich das Garn um diesen Steg herum. So hat die andere Seite des Bündchens später genug Platz, um schön flach zu liegen, wenn der Knopf geschlossen ist.

Dann ziehe ich den Faden durch eine Schlaufe, sichere ihn zwischen den Stofflagen – und das war’s.

Jetzt schließe ich den Knopf und nähe die Knöpfe für die Knopfleiste mittig an.
Hier zeige ich dir kurz, wie man einen kleinen Knoten macht: doppelter Faden, einmal um die Nadel wickeln, Daumen drauf, durchziehen – fertig.

Die Knöpfe müssen nicht ganz oben sitzen, denn der Knopf am Bündchen hält ja schon alles.
Ich nähe die restlichen Knöpfe genauso an – und das Röckchen ist fertig.

Ich hoffe, es hat dir viel Spaß gemacht, dieses Stück der Vintage‑Kollektion mit mir zu nähen.
Und wenn du lieber KamSnaps einsetzt – dann schau dir einfach das KamSnap‑Video an.

Bis zum nächsten Projekt!

Den Rock ohne Borte nähen

Transkript für das Video: Betsy Rock - Knopfleiste & Saum ohne Borte

Jetzt geht es weiter mit dem Rock. Wir nähen als Erstes die Knopfleiste an.
Dazu wird die Knopfleiste rechts auf rechts an einem Ende aufeinandergelegt und mit 1 cm Nahtzugabe geschlossen.
Das machen wir natürlich auf beiden Seiten. Einmal drübernähen, das nächste Teil direkt unter die Maschine legen und weitermachen – so spart man Garn und Zeit.

Dann wird alles gewendet und gebügelt.
Achte darauf, einen schönen 90‑Grad‑Winkel an der Ecke zu bekommen.

Saum vorbereiten

Wenn wir schon am Bügelbrett stehen, schlagen wir auch gleich den Saum ein.
Das muss nicht unbedingt 1 cm sein – ein halber Zentimeter reicht, so wie ich es hier mache. Hauptsache, es ist gleichmäßig.

Jetzt stecken wir die Knopfleiste ans Vorderteil.
Dann schlagen wir den Saum hoch und stecken ihn ebenfalls fest.
Der Saum muss wirklich sauber herumgezogen sein, damit später Saum und Knopfleiste eine Linie bilden.
Das ist eine richtig schöne Methode, die sehr ordentlich aussieht.

Dasselbe machen wir auf der anderen Seite: Knopfleiste anlegen, vertikal stecken, Saum hochschlagen und rundherum sauber anlegen.

Knopfleiste annähen

Jetzt nähen wir das Ganze mit 1 cm Nahtzugabe fest.
Am Anfang verriegeln, am Ende verriegeln – ganz einfach, aber sehr schick.

Danach wird die Kante abgekettelt.
Ich schneide dabei immer ein kleines bisschen von der Außenkante ab, damit es sauberer aussieht.

Wenn ich das jetzt auseinanderziehe, habe ich einen richtig schönen Abschluss für Saum und Knopfleiste.

Saum hochschlagen

Jetzt wird der Saum 2 cm hochgeschlagen.
Erfahrene Näherinnen wissen das im Gefühl, alle anderen stecken es lieber einmal rundherum fest, damit es gleichmäßig wird.

Dann geht es wieder an die Nähmaschine.
Zuerst steppen wir die Knopfleiste ab – die Naht liegt dabei im Rock.
Du kannst das vorher schon stecken oder bügeln, wie du magst.
Mit Stichlänge 3,5 einmal sauber absteppen.

Auf der anderen Seite genauso.

Saum absteppen

Jetzt wenden wir den Rock und steppen den Saum knappkantig ab.
Wir beginnen an der Nahtlinie der Knopfleiste.
Du kannst die Stecknadeln drinlassen oder herausziehen – das hängt von deiner Maschine ab. Manche Maschinen machen kleine Schlaufen, wenn eine Nadel im Weg ist. Meine macht das manchmal, deshalb ziehe ich die Nadeln lieber raus.

Bis zum Ende nähen, alle Fäden abschneiden – Ordnung ist das halbe Leben, sagt man ja.
Ich bin nur beim Nähen ordentlich, das gebe ich zu.

Alles schön bügeln

Im Anschluss wird alles schön gebügelt.
Nach jedem Schritt sollte man bügeln, damit das Ergebnis richtig sauber aussieht.

Dann legen wir die Vorderkanten aufeinander und prüfen, ob etwas übersteht.
Bei mir sind es 2 mm – die schneide ich ab, damit später alles perfekt zusammenpasst.

Einreihfäden setzen

Jetzt setzen wir die Einreihfäden.
Mit der längsten Stichlänge deiner Maschine nähen wir zwei Reihen:
– eine knapp neben der Kante,
– die zweite füßchenbreit daneben.

So haben wir zwei Linien, an denen wir später die Unterfäden ziehen können, um den Rock einzureihen.

Weiter geht’s mit dem Bündchen

Und damit geht es im nächsten Schritt mit dem Bündchen weiter.

Betsy Puppenrock

Transkript für das Video: Betsy Rock (Puppe) - All-in-One-Video

Hallo, hier ist die Marina von Frocks & Frolics, und diesmal nähen wir das Betsy‑Röckchen, passend zum Top.

Bevor wir anfangen, natürlich wieder eine kleine Einführung zu eurem Röckchen…

Überblick & Varianten

Taschen, Saumband und Knopfleiste

Wer das Bettzeug schon einmal genäht hat, kennt die Methode bereits. Viel verändert sich nicht.
Du kannst Taschen einarbeiten oder weglassen.
Wir haben ein schönes Saumband – optional.
Und eine Knopfleiste – die solltest du ruhig einmal üben.

Alternative ohne Knopflöcher

Du kannst die Knopfleiste auch weglassen und die Knöpfe einfach durch alle Lagen nähen.
Durch den Gummizug lässt sich der Rock super leicht über die Beinchen ziehen.

Stil & Deko

Das Styling hier ist Western‑ oder Country‑Style.
Ich habe kleine Deko‑Elemente gefunden, total süß.
Vielleicht findest du ähnliche Teile auch in Deutschland.

Zuschnitt & Vorbereitung

Überblick über alle Teile

Ich habe schon alles ausgeschnitten.
Wir schauen uns an, welche Teile wir brauchen.

Knopfleiste

Die Knopfleiste wird zweimal zugeschnitten.
Du kannst Kontraststoff verwenden oder denselben Stoff wie für den Rock.
Eine Seite wird mit Vlieseline bebügelt und dann längs gefaltet.

Taschen

Die Taschen werden viermal zugeschnitten (zwei Paare).
Wenn du keine Taschen möchtest, kannst du die Markierung einfach umschlagen oder abschneiden.

Rückenteil

Das Rückenteil kannst du mit oder ohne Saumband nähen.
Für das Saumband wird die gestrichelte Linie hochgefaltet.

Vorderteil

Das Vorderteil wird zweimal gegengleich zugeschnitten.
Auch hier kannst du mit oder ohne Saumband arbeiten.

Saumband

Das Saumband kann als ein langes Stück oder in drei Teilen zugeschnitten werden.

Bündchen

Das Bündchen hat eine gestrichelte Markierung für das Gummi.
Wir brauchen drei Knöpfe:
– einer fürs Bündchen
– zwei für die Knopfleiste
Oder du verwendest Kam‑Snaps.

Taschen einarbeiten

Taschen annähen

Die Taschen werden rechts auf rechts auf die Rockteile gelegt und angenäht.
Danach wird die Naht abgekettelt und in die Tasche gebügelt.

Vorderteile ans Rückenteil

Vorderteile rechts auf rechts ans Rückenteil legen.
Mit einer Stecknadel fixieren und um die Tasche herum nähen.

Saumband vorbereiten

Saumband zusammennähen

Das Saumband an beiden Seiten zusammennähen.
Nähte auseinanderbügeln und das Saumband längs halbieren.

Saumband annähen

Saumband an die Rockkante nähen, Nahtzugaben aufeinander.
Danach abketteln.

Naht absteppen

Absteppen

Die Nahtzugabe wird in den Rock geschoben.
Mit Stichlänge 3–3,5 knappkantig absteppen.
Achte darauf, die Tasche nicht mitzufassen.

Knopfleiste nähen

Knopfleiste ansetzen

Die Knopfleiste oben ansetzen.
Unten soll sie 1 cm überstehen (Nahtzugabe).
Mit 1 cm Nahtzugabe annähen.

Kante vorbereiten

Die äußere Kante abketteln.
An der Falzlinie einschlagen und feststecken.
Dann knappkantig absteppen.

Einreihen & Bündchen

Einreihen

Zwei Reihen zum Einreihen nähen:
– erste knappkantig
– zweite etwas breiter
Gekräuselt wird nur zwischen den Knopfleisten.

Bündchen vorbereiten

Bündchen halbieren und Mitte markieren.
Einreihen bis die Länge zum Bündchen passt.
Mit Stecknadel fixieren und Fäden sichern.

Rock an das Bündchen nähen

Annähen

Rock und Bündchen rechts auf rechts legen.
Zwischen den beiden Einreihlinien nähen.
Kräusel gleichmäßig verteilen.

Länge prüfen

Nach dem Annähen prüfen, ob die Länge stimmt.
Falls nicht, korrigieren.

Bündchen fertigstellen

Nahtzugabe bügeln

Die Nahtzugabe ins Bündchen bügeln.
Oberkante abketteln.

Bündchen falten & schließen

Bündchen falten, Kante schließen.
Wichtig: 1 cm Überstand einhalten.

Wenden & Bügeln

Bündchen wenden, Kanten schön herausarbeiten und bügeln.

Tunnel nähen

Tunnel markieren

Die gestrichelte Linie für den Tunnel markieren (mit Kreide oder Stecknadel).
Der Tunnel wird knappkantig genäht, damit das Gummi gut durchpasst.

Gummi einziehen

Gummi (2 cm breit) mit Sicherheitsnadel einziehen.
Nicht hineinrutschen lassen!
Enden mit Stecknadeln sichern.

Gummi fixieren

An beiden Enden knappkantig festnähen.
Vorderkante ebenfalls absteppen.

Saum & Gummilinie

Saum absteppen

Den Saum einmal rundherum knappkantig absteppen (Stichlänge 3–3,5).

Gummilinie optional

Wer möchte, kann das Gummi mittig noch einmal absteppen.

Knopflöcher & Knöpfe

Knopfloch am Bündchen

Ein waagerechtes Knopfloch am Bündchen.
Mitte markieren, 2 mm nach außen versetzen.

Vertikale Knopflöcher

Die unteren Knopflöcher werden vertikal gearbeitet.
Markierung oberhalb des Knopfes setzen, damit er Spiel hat.

Mechanische vs. elektronische Maschine

Ich empfehle für Knopflöcher eine mechanische Maschine.
Elektronische Maschinen bleiben bei dicken Stellen gern hängen.

Knopflöcher öffnen

Mit Nahttrenner öffnen, oben eine Stecknadel einstecken, damit du nicht durchschneidest.

Knöpfe annähen

Knopfleiste aufeinanderlegen.
Knöpfe mit etwas Abstand annähen, damit sie nicht zu stramm sitzen.

Abschluss

Fertiger Rock

Jetzt ist unser Röckchen fertig – süß, anfängertauglich und vielseitig.

Vielleicht hast du ja schon die ganze Kombi im Auge: Tilly und Betsy.

Schnittmuster gibt es natürlich auf FrocksAndFrolics.com.

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

Isabella

SHOP NOW

Beatrice

SHOP NOW

Connie

SHOP NOW

Audrey

SHOP NOW