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BABYKOLLEKTION

BABYKOLLEKTION

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Baby Kollektion Bundle!

All deine liebsten Baby‑Schnittmuster der Baby Kollektion in einem einzigen, super Spar-Paket – und das zu einem kleinen Preis. Sechs tolle Schnittmuster warten schon auf dich. Im Dropdown-Menü unten findest du alle einzelnen Schnittmuster verlinkt. 

Jedes Schnittmuster kommt mit Marina’s Schritt--für--Schritt--Video Tutorial, die dich beim Nähen begleiten. Schau sie dir gleich jetzt an, dann weißt du was dich erwartet.

 

Was ist beim Schnittmuster dabei?

  • Sofort-Download
  • Digitale PDF Schnittmuster
  • DIN A4 Format
  • eBook
  • Video-Anleitungen

Design

Für Details, besuche bitte die individuellen Produktseiten:

Stoffverbrauch

Verfügbare Größen

Größe: 50-98

Klassische Weste: Größe 80-98

Bitte beachten

  1. Dies ist ein digitales Schnittmuster oder eine PDF-Datei, kein physisches Produkt. Die Zustellung erfolgt elektronisch über einen Download-Link an die beim Kauf verwendete E-Mail-Adresse. Zusätzlich kann das Schnittmuster von deinem Kundenkonto heruntergeladen werden.
  2. Um sicherzustellen, dass das Schnittmuster in seiner tatsächlichen Größe gedruckt wird, wird die Verwendung von Adobe Acrobat Reader empfohlen.
  3. Kleine Betriebe: Ich freue mich wenn meine Schnittmuster dir helfen, tolle Bekleidung für deine Kunden zu nähen. Industrielle Produktion ist untersagt.

Kunden werden ermutigt, Frocks & Frolics zu verlinken, wenn sie Projekte, die mit meinen Schnittmustern erstellt wurden, in sozialen Medien teilen.

@frocksandfrolics
#frocksandfrolics

Vollständige Details anzeigen

SCHRITT-FÜR-SCHRITT ANLEITUNG

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DUNGIES: EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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JELLY BEAN: EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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BUBBLE GUM: EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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KLASSISCHE WESTE: EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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LOLLIPOP: EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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BOBBY DAZZLER: EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT

VIDEO TEXT

Wie man den Dungies Strampler näht

Transcript für ein Video: Dungies - All-in-One-Video

Hallo YouTube, ich habe ein neues Projekt für euch, meine Kleinen.
Und die werden jetzt gleich mal zusammengenäht.
Dies ist so niedlich.

Wir haben hier unten sogar eine kleine Tasche drin und das zeige ich euch auch, wie das geht.
Dann haben wir einen ganz tollen Aufschlag hier unten — und zwar so ist es ja normal — und dann habe ich hier einen Aufschlag, so einen falschen.
Das ist nämlich gar kein wirklicher Aufschlag und ich zeige dir genau, wie das geht.
Das ist auch eine ganz super Technik, die du dir vielleicht merken möchtest.

Weitere Beispiele der Kollektion

Ich habe hier noch eins genäht, und zwar mit einem gestreiften Stöffchen.
Dann habe ich hier vorne einfach so ein Feuerwehrwagen‑Motiv aufgebügelt — das ist natürlich super, super schön.
Also das ist auch ganz niedlich.

Und die weiteren Sachen für diese Kollektion, die noch kommen — ein kleiner Vorgeschmack:

  • ein Höschen, ganz simpel, mit ein bisschen Gummi oben drin
  • unten einfach diese ganz einfachen, simplen Bündchen dran
  • passend dazu ein Shirt aus demselben Stöffchen

Ich habe hier so ganz tollen Bio‑Stoff — den finde ich super.
Ich kann natürlich schwer beschreiben, wie sich das anfühlt, aber Bio‑Stoff ist einfach weicher und dichter und einfach schön.

Die Latzhose

Die Krönung ist dann diese tolle Latzhose — wirklich superschick.
Die hat auch wieder so einen falschen Saumaufschlag.

Noch eine andere Variante möchte ich zeigen:
Wir haben hinten eine Naht dran, das heißt, wir brauchen keinen Zwickel — auch nicht schlecht.

Ich habe sie einmal mit Pünktchen genäht und dann noch einmal mit Karo — finde ich auch ganz süß.

Ich hoffe, dass ihr viel Spaß daran habt.
Es ist eine schöne Sache, diese ganzen Techniken zu lernen — zum Beispiel wie man so eine Öffnung anbringt.
Das zeige ich euch natürlich auch.

Ein bisschen Bremen‑Humor

Jetzt wollte ich euch noch was sagen:
Ich bin ja aus Bremen, viele von euch wissen das.
Und ich fange meine Kollektion an mit diesen kleinen Stöffchen — und mein Mann sagt:
„Marina, das ist ja wieder blau und weiß gestreift.“

Und ich war schon ganz dabei, wollte gerne rote Knöpfe anbringen — immer blau‑weiß‑rot, wie die meisten Bremer.
Aber ich kann mir nicht helfen, ich habe das gar nicht gemerkt, bis er es gesagt hat.

Ich habe hier oben die roten KamSnaps angebracht — da passt es wieder, ne?

Weiter geht’s mit dem Schnittmuster

Wer jetzt schon loslegen möchte mit den Ponys und unserem supersüßen kleinen Strampler, der kann das natürlich machen.
Die gibt’s schon auf frocksandfrolics.com und in der Akademie natürlich mit Video.

Jetzt können wir loslegen mit unserem Schnittmuster und dem Zuschneiden.

Schnittmusterüberblick

Wir haben ein wunderschönes Schnittmuster: Vorderteil, Rückenteil.
Für jede Größe gibt es ein eigenes Schnittmuster — super, weil man viel draufschreiben kann.

Das ist für Anfänger ganz toll.

Hier steht zum Beispiel „Ansetzen“ — da weiß ich, dass ich den Zwickel hier anbringen muss.
Oben hast du die Knopfposition.

Ich kann mehr draufschreiben, ohne dass ihr konfus werdet, weil überall Linien sind.

Hier steht auch, wie viele Teile du zuschneiden musst:
einmal Kontrast oder Obermaterial im Stoffbruch.

Hier unten sehen wir den Zwickel — jedes gute Babyschnittmuster sollte einen Zwickel haben.
Es sei denn, es ist eine normale Hosenform mit Rückenschwung.

Wenn nicht: immer nach einem Zwickel Ausschau halten — auch bei gekauften Babysachen.

Zuschneiden

Ich habe hier einen tollen Öko‑Stoff von Birch in Amerika.
Der hat Stretch in die Breite und in die Länge.

Dann habe ich meinen Besatz ebenfalls aus Strickstoff.
Dazu brauche ich Vlieseline — diesmal die dehnbare.

Dann mein Schnittmuster und ein kleines Stück Baumwolle für die Tasche.

Jetzt ein Tipp:
Ich schneide Vlieseline und Besatz nicht getrennt zu, sondern in einem.
Einfach den Stoff doppelt legen, Vlieseline unten drunter, aufbügeln — fertig.

Die dehnbare Vlieseline ist nämlich blöd zuzuschneiden, bleibt an der Schere hängen.
So geht es viel besser.

Dann Stoff falten, Besatz im Stoffbruch anlegen und zuschneiden.

Dasselbe mit dem Vorderteil — schwuppdiwupp fertig.

Vordere Mitte und hintere Mitte immer markieren.

Die Tasche nähen

Die Teile rechts auf rechts aufeinanderlegen — ganz simpel — und einmal rundherum nähen.
Die Nadel muss immer im Stoff stecken bleiben, wenn man rundherum näht.

Wichtig: eine größere Wendeöffnung lassen als ich hier.
Ich habe nur eine kleine gelassen — fauler Typ — und das macht es schwer, schöne Kanten zu bekommen.

Empfehlung: 5 cm Wendeöffnung.

An der Kurve einschneiden, aber keine Ecken abschneiden — die sitzen besser, wenn man sie stehen lässt.

Jetzt mit einer Stecknadel die Kanten herausheben.

Der Trick:
Nahtzugaben übereinanderlegen, Daumen drauf, rüberdrücken, mit Stecknadel halten — perfekte Kante.

Tasche absteppen

Beidseitig die Kurve absteppen — eine oder zwei Linien, je nach Geschmack.

Jetzt Tasche anbringen:

  • Schnittmuster aufs Vorderteil
  • Tasche falten
  • Position sehen
  • feststecken

Du kannst sie höher oder niedriger setzen — Geschmackssache.

Dann oben drüber nähen und entlang der Kurve — einmal oder zweimal.

Wenn du einen gestreiften Stoff hast, kannst du ein Motiv aufbügeln oder etwas aufsticken.

Zwickel annähen

Wir haben hier die kleine Ecke, die raussteht — da wird der Zwickel angelegt.

Einfach rundherum annähen — ohne Stecknadeln ist es einfacher.

Kanten zusammenbringen, rundherum nähen.
Mit etwas Übung ganz leicht.

Durch die herausstehende Kante weißt du genau, wo du anfangen und aufhören musst.

Jetzt abketteln und in den Zwickel hineinbügeln.

Besätze annähen

Besätze an der Unterarmnaht feststecken, oben auch.
Dann von Unterarmnaht zu Unterarmnaht zusammennähen.

Beim Nähen um die Kurven:

  • Füßchen heben
  • Nadel im Stoff
  • Stoff hineinschieben, nicht ziehen

Strickstoff dehnt sich — also immer hineinschieben, damit nichts verzogen aussieht.

Rundungen formen

Nach dem Wenden Rundungen herausarbeiten.

Wenn kleine Kanten entstehen, mit einer Stecknadel in die Naht hineinschieben — nach dem Bügeln sieht man nichts mehr.

Innere Beinnaht

Vorderteil und Rückenteil aufeinanderlegen.
Markierungen aufeinanderlegen.
Am Bein stecken — vom Zwickel aus.

Es fühlt sich an wie Ärmel einsetzen — aber leichter, weil Strickstoff dehnt.

Es sieht aus, als hätte man zu viel Stoff — hat man aber nicht, es ist nur die Rundung.

Zwickel ist wichtig für Windelraum.

Jetzt abketteln und ins Rückenteil bügeln.

Seitennähte

Beidseitig und auch die untere Kante der Besätze absteppen.

Rechts auf rechts legen, Unterarm stecken, Rest kann man ohne Stecknadeln nähen.

Ich bügle die Nahtzugaben auseinander — sieht flacher und schöner aus.

Falscher Saumaufschlag

Jetzt zeige ich dir, wie man einen falschen Saum näht.

Entweder rundherum abketteln und 2,5 cm einschlagen oder erst nähen und dann hochschlagen.

Immer 2,5 cm — 3,5 cm sah nicht so schön aus.

Von der Innenseite nähen — viel einfacher.

Ganz knappkantig annähen.

Dann 0,5–1 cm hochrollen — auf beiden Seiten gleich.

Nicht vorher einbügeln — macht es schwerer.

Nach dem Nähen schön bügeln — sieht perfekt aus.

Abschluss

Diese supersüßen Dungarees dauern zwischen 20 und 40 Minuten — je nach Tempo.

Die Aufschläge sind ganz süß und sehen sehr professionell aus.

Oben alles rundherum absteppen — ich habe es hier nicht gemacht, aber es geht natürlich.

Vielen Dank fürs Zuschauen — ich hoffe, ihr seid beim nächsten Projekt wieder dabei.

Jelly Bean Sweatshirt: All-in-One-Video

Transkript für das Video: Jelly Bean - All-in-One-Video

Hallo ihr Lieben, willkommen bei einem neuen Kurs von Frocks & Frolics.
Hier werde ich euch zeigen, wie man das Jelly Bean Sweatshirt näht, und ich hoffe, dass euch das viel Spaß machen wird.

Wir haben hier einen ganz tollen Verschluss. Es ist einfach nur ein angeschnittener Besatz und eine Knopfleiste, die dadurch entsteht. Ich habe hier KamSnaps benutzt. KamSnaps sind für alle Anfänger immer eine gute Methode und es ist auch nicht so schwierig, dieses hier einzuarbeiten. Die Schwierigkeit war für mich, das Schnittmuster für euch zu zeichnen – das Nähen ist eigentlich gar nicht so schwer.

Ich zeige euch das hier einmal auf YouTube und wenn ihr dann richtig Geschmack daran gefunden habt, könnt ihr euch natürlich für den Kurs eintragen auf akademie.dortforbes.com oder auf frocksandfrolics.com, und ich trage dich dann in die Akademie ein.

Hinweise zur Kursanmeldung

In der Akademie ist es so, dass du nur mit PayPal bezahlen kannst.
Wenn dir das nicht recht ist, kannst du das Ganze auch auf frocksandfrolics.com machen und dann trage ich dich ein. Dann kann es sofort losgehen.

In der Regel geht das ziemlich schnell. Aber wie ihr vielleicht wisst: Ich lebe in L.A. – also wenn ich schlafe, seid ihr wach. Bei meinen deutschen Kunden dauert es dann manchmal ein paar Stunden länger. Wenn ich am Schreibtisch sitze, ist es natürlich sofort erledigt.

Vorstellung des Sets

Dieses kleine Sweatshirt kommt auch mit einer Jogginghose. Die gibt es ja mittlerweile auch schon.
Hier haben wir ein bisschen Knopflöcher eingearbeitet, ganz tolle Taschen, Zwickel und so – braucht man nicht weiter zu erklären. Es ist also eine ganz tolle Jogginghose oder „Pumphose“, wie man in Deutschland, habe ich mir sagen lassen, lieber sagt.

Bei unserem Special haben wir die Möglichkeit, entweder ein Hailo‑Saumbündchen anzubringen oder einfach einen ganz normalen Saum zu nähen.

Für die Stoffauswahl würde ich euch einen festeren Sweatshirtstoff empfehlen, wenn ihr den finden könnt, oder auch einen festeren einfachen Strick. Jersey geht auch.
Für euren Halsausschnitt würde ich entweder Interlock mit etwas Lycra oder Elasthan nehmen oder eben einen Rippenstrick – der passt dann auch ganz gut.

Hinweis zu meinen Schnittmustern

Noch eine Anmerkung zu meinen Schnittmustern, falls du hier zum ersten Mal vorbeischaust:

Meine Schnittmuster haben für jede Größe ein einzelnes Dokument.
Ich werde immer wieder gefragt: „Bekomme ich denn alle Größen?“
Klar bekommst du alle Größen – aber jede Größe ist eine eigene Datei.

Das bedeutet:

  • Ich kann die Teile viel besser auf dem Papier arrangieren
  • Du hast weniger Papierverbrauch
  • Es ist viel einfacher zusammenzusetzen
  • Du musst nicht riesige Bögen puzzeln
  • Und du hast nicht das Problem, dass der Drucker schief einzieht und plötzlich nichts mehr passt

Alle Infos findest du entweder oben im Infobutton oder in der Infobox.
Der Kurs ist natürlich wesentlich detaillierter und enthält Dinge, die du hier nicht bekommst.
Aber für alle, die reinschnuppern wollen, ist das eine tolle Sache.

Stoffauswahl für das Beispiel

Für mein Beispiel habe ich einen schön bedruckten Jersey ausgesucht und für die Bündchen einen gelben Interlock.
Dann haben wir natürlich das tolle Hailo‑Bündchen in der Methode, die ich euch hier zeigen möchte, damit es schön flach wird.

Die KamSnaps hier oben sind in diesem Fall orange.
Alles ist schon zugeschnitten.

Mein gelber Interlock hat etwas Elasthan drin, dadurch springt er gut zurück und ist sehr geeignet. Den nehme ich für alle Bündchen und auch für den Halsausschnitt.

Für die Ärmel habe ich einen Rippenstrick genommen. Der ist nicht so gut zurückgesprungen. Da habe ich mir gedacht: „Mensch, ich nehme den für die Ärmel – für die Bündchen hat er nicht gereicht.“

Du brauchst außerdem etwas Vlieseline für die Stabilisierung der Knopfleiste.
Und dann haben wir hier ein schönes Garn zum Absteppen von Gütermann, in diesem Fall in Gelb.

Vorbereitung der Knopfleiste

Jetzt schneiden wir erst einmal die Streifen zu, die wir zur Stabilisierung unserer Knopfleiste brauchen.
Dann kann es endlich losgehen.

Wir fangen an, indem wir die Vlieseline auf die Stoffunterseite im Bereich der Knopfleiste aufbügeln.
Das mache ich am Ärmel und auch am Vorderteil.
Dann muss ich diese Kante, die ich aufgebügelt habe, beidseitig abketteln.

Raglanärmel einsetzen

Jetzt arbeiten wir den Raglanärmel ein.
Du kannst das Vorderteil markieren, damit du weißt: Das gehört aufeinander.

Das wird dann mit 1 cm Nahtzugabe zusammengenäht.
Dort, wo wir die Knopfleiste einnähen, nähen wir nur 1 cm höher als unsere Knopfleiste.
Du kannst dir das gerne markieren.

Jetzt muss ich noch das Rückenteil an die Ärmel anstecken – und das war’s auch schon.
Wir können an die Nähmaschine und alles mit 1 cm Nahtzugabe zusammennähen.
Im Anschluss wird alles abgekettelt.

Knopfleistenbereich nähen

Jetzt schauen wir uns die Stelle der Knopfleiste genau an.
Erst einmal zurücknähen, gut verriegeln und dann bis zum Ende nähen.

Jetzt wird alles abgekettelt.

Hier kommen wir an die Knopfleiste, die wir umgefaltet haben.
Das sind jetzt 2,5 cm, damit wir die Kettelnaht vom Vorderteil noch sehen können.
Dann wird es ganz einfach nur abgekettelt.
Man muss nur wissen, wo die Kettelnaht sitzt, damit man später beim Absteppen keine Schwierigkeiten hat.

Nähte bügeln und absteppen

Dann wird die Naht ins Vorderteil gebügelt.
Ich kann jetzt auch meine Knopfleiste gut durchbügeln.
Dann sitzt das schon sehr schön.

Jetzt kann ich meine Nähte absteppen – auf dem Vorderteil oder Rückenteil.
Aber dort, wo die Knopfleiste eingearbeitet ist, lassen wir das erst einmal stehen.
Das machen wir später.

Halsausschnitt vorbereiten

Jetzt wird der Halsausschnitt gemacht.
Dazu wird das Streifenband an der kurzen Seite geschlossen und die Nahtzugabe zurückgeschnitten.
Dann wird das Streifenband längs auf die Hälfte gebügelt.

Jetzt können wir es in den Halsausschnitt einsetzen.

Wir markieren:

  • die Mitte des Streifenbands
  • die Mitte des Halsausschnitts (gegenüber der Knopfleiste)

Diese beiden Punkte müssen aufeinanderliegen.

Der Anfang und das Ende des Streifenbands kommen an die Bügelfalte der Knopfleiste.
Dann wird alles gleichmäßig rundherum angesteckt.

Halsausschnitt annähen

Jetzt wird angenäht.
Im Anschluss wird der Besatz umgeschlagen und noch einmal angenäht.

Wenn man das in einem Schritt macht, hat man fast immer eine kleine Falte drin.
Deshalb:

  1. erst annähen
  2. dann umschlagen
  3. dann absteppen

Absteppen der Knopfleiste

Ich nähe hier nur füßchenbreit, damit es mit den KamSnaps gut klappt.

Jetzt wird der Besatz eingeschlagen – richtig eng, damit keine Falte entsteht.
Ich stecke eine Nadel senkrecht zur Naht und steppe dann genau auf der Linie.

Das Ergebnis sieht wunderbar aus.

KamSnaps anbringen

Jetzt kommen die KamSnaps.

Du kannst sie anzeichnen oder einfach eindrücken.
Dann nimmst du die Ahle und stichst durch alle Lagen.

KamSnaps bestehen aus:

  • zwei flachen Caps
  • einem Socket (mit Wulstrand)
  • einem Stud (mit scharfer Kante)

Zuerst kommt der flache Cap unten durch den Stoff.
Dann wird der Socket oben aufgesetzt und mit der Zange zusammengedrückt.

Dann kommt der nächste Cap durch und oben der Stud.
Wieder zusammendrücken – fertig.

Das machst du für alle vier KamSnaps.

Seitennähte schließen

Als Nächstes werden die Seitennähte geschlossen – in einem Rutsch.

Dazu wenden wir das Sweatshirt, legen die Unterarmnaht aufeinander und nähen mit 1 cm Nahtzugabe.
Dann wird alles abgekettelt.

Die Seitennähte sind geschlossen – jetzt wird gebügelt.
Immer zur rückwärtigen Mitte hin.

Saumband vorbereiten

Jetzt machen wir das Saumband.

Dazu haben wir zwei Vorderteile und zwei Rückenteile, die jeweils zusammengenäht werden.
Ich mache auch gleich meine Bündchen für die Ärmel, damit ich alles in einem Durchgang nähen kann.

Jetzt wird das Saumband auseinandergebügelt.

Ein Teil wird auf rechts gezogen und in das andere hineingesteckt.
Dann wird rundherum mit 1 cm Nahtzugabe zusammengenäht.

Die Nahtzugaben werden zurückgeschnitten und auseinandergebügelt.

Saumband annähen

Jetzt stecken wir das Sweatshirt rechts auf rechts in das Saumband.
Unten wird mit 1 cm Nahtzugabe zusammengenäht.
Die Oberkante wird abgekettelt.

Dann wird die Kettelnaht aufgelegt und rundherum angesteckt.
Ich stecke oberhalb und unterhalb der Naht.

Die Stichlänge sollte lang sein – 3,5 oder 4.

Dann wird abgesteppt.

Ärmelbündchen annähen

Jetzt machen wir die Ärmelbündchen.

Die Bündchen werden zur Hälfte gefaltet und gebügelt.
Am einfachsten ist es, das Sweatshirt auf links zu drehen und das Bündchen innen einzusetzen.

Naht auf Naht stecken und rundherum annähen.
Dann abketteln.

Zum Schluss wird das Bündchen noch einmal gebügelt.

Abschluss

Das ganze Projekt im Schnelldurchlauf

Transkript für das Video: Bubble Gum - All-in-One-Video

Hallo, ich bin die Marina von Frocks & Frolics.
Heute nähen wir eine Jogginghose für unsere Kleinsten: die Bubble Gum Joggers.

Bevor wir anfangen mit dem Nähen, möchte ich euch die Hose noch ein bisschen im Detail zeigen.
Hier ist einiges etwas anders.

Besonderheiten am Bündchen

Ich habe zum Beispiel das Bündchen so bearbeitet, dass ich das Gummi erst ins Bündchen einführe und dann das Ganze annähe.
Dadurch sieht das hier wesentlich glatter aus — ist einfach eine schöne Sache.
Wird in der Industrie ganz, ganz oft gemacht.

Wer natürlich nicht genau weiß, was er braucht für das Bündchen — zum Beispiel wenn das Enkelkind weit weg wohnt — für den ist es vielleicht besser, das Gummi traditionell einzuarbeiten:

  • Bündchen erst annähen
  • eine Wendeöffnung lassen
  • Gummi später einziehen
  • Mutti kann es enger oder weiter machen

Das geht dann alles.
Ist natürlich hier bei dieser Methode nicht mehr möglich.

Wer sein Kind zu Hause hat, guckt kurz: passt es?
Aha — sollte eigentlich alles passen.
Wir haben in der Anleitung Maße, die am Standard angesetzt sind.
Wenn ein Kind größer oder kleiner ist, musst du vielleicht ein weiteres oder engeres Gummi einbringen.

Beinbündchen

Hier unten haben wir die kleinen Bündchen dran — ganz einfach, da gibt es nichts weiter zu sagen.

Die besonderen Taschen

Und meine superschicken Taschen — die sind natürlich etwas ganz Besonderes.
Die wirst du auch woanders nicht finden.
Hier hast du sie zuerst gesehen.

Wenn sie dann überall auftauchen, weißt du, wo die Leute das herhaben.

Durch dieses tolle Dreieckteil, das ich annähe, entsteht eine professionelle Tasche, die du nur geradeaus nähen musst.
Du brauchst gar nichts vom Nähen zu können, um so eine tolle Tasche zu machen.

Kinder lieben diese Taschen — sie können ihre Händchen hineinstecken, es sieht toll aus und ist unheimlich einfach zu verarbeiten.

Der Zwickel

Hier unten haben wir unseren Zwickel drin.
Der Zwickel ist ganz wichtig für alle Babysachen.

Ich habe es oft gesehen, dass bei Schnittmustern kein Zwickel eingearbeitet ist — und davon möchte ich euch abraten.
Es sei denn, es sind Hosen ohne Windel — dann braucht man ihn nicht.

Ohne Zwickel habt ihr nicht genügend Raum für die Windeln.

Bei normalen Hosen hat das Rückenteil immer einen Schwung — den habt ihr nicht, wenn Vorder- und Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten werden.
Daher ist der Zwickel unerlässlich.

Kordel und Ösen

Hier habe ich das mal so gearbeitet, dass du zwei kleine Knopflöcher hast und dadurch eine Kordel einziehen kannst.

Wie man das toll mit Ösen machen kann, dazu gibt es ein Video — das habe ich schon bei meinen Messy Shorts gemacht.
Das ist alles in der Infobox verlinkt.

Das passende Special

Und hier kommt der Clou:
Ich arbeite schon dran — es kommt sehr bald heraus — unser kleines Special, das natürlich passend zur Hose ist.

Da haben wir diese tolle Öffnung an der Seite, ganz einfach gemacht, mit KamSnaps versehen.
Die sind super, die fallen nicht ab.

Wer natürlich draufbügelt, ist nicht so gut.
Manchmal will man auch etwas anderes nehmen — deshalb habe ich mir hier auch einmal solche Ösen aus Metall besorgt.
Die sind auch super, nur: sie fallen manchmal raus, wenn man nicht so eine tolle Zange hat.

Beinbündchen-Varianten

Hier unten ist das Bündchen extra angenäht — ganz süß.
Man kann es auch länger machen — Varianten kommen später.

Kurs und Anleitung

Wer den gesamten Kurs sehen möchte, wo alles langsam erklärt ist und in unterschiedlichen Kapiteln, der kann das machen, wenn er das Schnittmuster hat.
Das geht auf akademie.frocksandfrolics.com.

Jetzt machen wir erst mal weiter mit unseren Bubble Gum Joggers — und ich wünsche dir viel Spaß dabei.

Schritt 1: Schnittmuster vorbereiten

Unser erster Schritt ist das Schnittmuster auszuschneiden.
Ganz simpel:

  • aktuelle Größe ausdrucken
  • Skala nachmessen (muss 5 cm sein)
  • Schnittmuster zusammensetzen
  • los geht’s mit dem Zuschneiden

Vorderteil und Rückenteil werden im Stoffbruch zugeschnitten.

Wir haben diese witzig aussehenden Teile, die zum Dreieck gefaltet werden, und die anderen Taschenteile — das erkläre ich gleich im Detail.

Zwickel ist auch dabei.
Dann haben wir die Bündchen fürs Füßchen.

Vorderteil und Taschendreieck

Das Vorderteil ist das Einzige, was man sich genauer ansehen muss.

Dieses komische Dreieck wird an der Seite angelegt und ist Teil der Tasche.

Damit es super zusammenpasst, machen wir Folgendes:

  • Vorderteil auf den Stoff legen
  • 1 cm Nahtzugabe abmessen
  • Dreieck anlegen
  • ausschneiden
  • umklappen

Es sitzt wunderbar.

Tasche zusammennähen

Als Erstes legen wir unsere Tasche rechts auf rechts aufeinander.
Dieser kleine Zacken ist bei dir nicht mehr dabei — nur eine Anmerkung.

Wir nähen das zusammen, 1 cm Nahtzugabe, und bügeln die Nahtzugaben auseinander.

Taschendreieck aufnähen

Jetzt machen wir den tollen Taschenangriff:

  • Dreieck so auflegen, dass es im Muster passt
  • oben und unten stecken
  • Stecknadeln vertikal zur Naht
  • umdrehen
  • von oben 3 cm abmessen (oder wie im Schnitt angegeben)
  • im Nahtschatten nähen bis zur Markierung
  • dann weiter bis zum Ende

Jetzt haben wir unser Dreieck angebracht.

Tasche absteppen

Alles wieder umfalten, Tasche zurückfalten.

Jetzt abstecken — und damit es beidseitig gleich ist, gucken wir bei der ersten Tasche, wie weit es runtergeht.

Dann rundherum absteppen.

Ein kleiner Tipp:
Stiche zählen — 1, 2, 3 runter, 1, 2, 3 rüber — so wird es perfekt.

Taschenfutter

Jetzt wird das Taschenfutter aufgelegt.

Zwei Möglichkeiten:

  • erst abketteln, dann durch alle Lagen nähen (schöner Kontrast)
  • oder erst nähen, dann abketteln (Tasche hängt lose)

Ich mache es hier lose.

Abketteln — fertig.

Tasche sichern

Jetzt muss die Tasche noch befestigt werden, damit sie nicht ausleiert.

Einfach umfalten und von oben bis unten neben der Naht festnähen.

Zwickel einsetzen

Jetzt geht es weiter mit dem Zwickel.

Der wird ins Rückenteil eingearbeitet.
Die Kante steht ein bisschen vor — da weiß man genau, wo der Zwickel angelegt wird.

Einfach rundherum annähen.
Rückwärtige Mitte markieren.

Dann abketteln.

Innere Beinnaht

Jetzt wird schwuppdiwupp zusammengesteckt:

  • innere Beinnaht flach anstecken
  • beim Zwickel fühlt es sich an wie Ärmel einsetzen
  • dehnen, weil Jersey

Einnähen — fertig.

Zwickel ist in größeren Größen länger, dadurch einfacher einzusetzen.

Abketteln, Seitennähte schließen — fast fertig.

Tasche sichern und Naht bügeln

Aufpassen, dass die Tasche sich nicht umschlägt.
Mit 1 cm Nahtzugabe nähen.
Abketteln.
Naht ins Rückenteil bügeln.

Beinbündchen

Bündchen seitlich zusammennähen.
Gleich das nächste Teil unterlegen — spart Garn.

Joggers auf links ziehen, Bündchen einsetzen, längs auf die Hälfte gebügelt.

Stecken, annähen, verriegeln, abketteln, dämpfen.

Gummi einarbeiten

Jetzt wird das Gummi eingebracht.

Wir machen das anders:

  • Gummi 1 cm überlappen
  • direkt ins Bündchen einlegen
  • nicht später einziehen

Die traditionelle Methode geht natürlich auch, wenn man die Größe nicht kennt.

Jetzt wieder:

  • Hose auf links
  • Bündchen einsetzen
  • rückwärtige Mitte auf Mitte Bündchen
  • vierteln
  • annähen
  • verriegeln
  • abketteln

Wichtig: Stecknadeln entfernen — Messer der Overlock ist teuer.

Abschluss

Wenn ich dir Lust auf mehr gemacht habe, kannst du dir das Schnittmuster bei frocksandfrolics.com oder akademie.frocksandfrolics.com holen.

Im Kurs kannst du kommentieren, Bilder hochladen und dich mit anderen austauschen.

Ich freue mich schon auf das nächste Projekt, das ich hier wieder auf YouTube mit euch teile.

Bis zum nächsten Mal.

Wie man eine Kinderweste näht

Transkript für das Video: Classic Vest - Schritt für Schritt Anleitung

Hallo zusammen, hier ist Marina von Frocks & Frolics, und ich zeige euch heute, wie ihr eine klassische Weste näht. Hier seht ihr sie mit einem wunderschönen V‑Ausschnitt und zotteligem Fell – und eure Preteens werden das wirklich, wirklich mögen. Das Schnittmuster geht bis Größe 12 Jahre und startet schon bei sechs Monaten. Das kleine Beispiel dafür seht ihr hier. Die Weste ist komplett wendbar und geschlossen wird sie mit einem süßen kleinen KamSnap auf einem kleinen Riegel oben. So wird sie befestigt. Sie ist super einfach, ganz schnell genäht und hält euren Kleinen warm – und natürlich auch euren Teens.

Diese hier ist aus zotteligem Fell genäht, und dafür habe ich sie innen wieder mit angerauter Baumwolle gefüttert. Am Ende des Videos zeige ich euch ein paar Tricks dazu. Hier seht ihr auch den wunderschönen Verschluss, den ich habe – der ist tatsächlich von Totally Buttons (Los Angeles), und gute Nachrichten: Die sind online! Den Link zu diesem Verschluss findet ihr in der Videobeschreibung.

Eine Sache, die ihr euch unbedingt merken solltet, wenn ihr mit zotteligem Fell arbeitet: Klebt das Fell beim Zuschneiden mit Tesa ab. Ich habe es nicht gemacht – und deshalb sieht es aus der Nähe ein bisschen nach schlechtem Haarschnitt aus. Ihr könnt die Weste natürlich auch einfach mit Haken und Öse schließen.

Schnittmuster vorbereiten

Lasst uns mit dem kleinen Oberteil anfangen. Ich habe hier ein Fleece und eine angeraute Baumwolle – und ich finde, wenn ihr Anfänger seid, ist das die perfekte Kombination.

Zuerst druckt ihr natürlich euer Schnittmuster aus. Achtet unbedingt darauf, dass ihr mit Adobe Acrobat Reader druckt. Den könnt ihr kostenlos herunterladen. Im Anleitungsheft findet ihr auch den Link dazu. Die letzte Seite enthält normalerweise einen Übersichtsplan, damit ihr seht, wie viele Seiten ihr zusammenkleben müsst.

Kontrolliert unbedingt das Kontrollkästchen – entweder ein Inch oder fünf Zentimeter. Dann seht ihr im Schnittmuster auch, dass es eine schmale und eine reguläre Version gibt.

Stoff zuschneiden

Beim Zuschneiden solltet ihr nur so viel Stoff falten, wie ihr wirklich braucht. Wenn euer Stoff keine Laufrichtung hat, könnt ihr die Teile so platzieren, wie ich es hier mache – dann braucht ihr extrem wenig Stoff. Oft bekommt ihr sogar zwei Westen heraus.

Wir brauchen das Rückenteil im Bruch und das Vorderteil zweimal – einmal aus Futter und einmal aus Außenstoff.

Schulternähte schließen

Der erste Schritt ist, die Schulternähte des Außenstoffs (also der Shell) und des Futters zu schließen. Achtet darauf, dass die rechte Stoffseite innen liegt und die linke außen.

Dann schließen wir die Schulternähte. Am Futter sieht man das besonders gut. Einfach umklappen, feststecken und ab zur Nähmaschine.

Die Nahtzugabe beträgt bei meinen Schnittmustern immer 1 cm. Gewöhnt euch beim Nähen an, das nächste Teil gleich unter den Fuß zu schieben – das spart auf Dauer viel Garn. Und wenn ihr teures Garn wie Gütermann benutzt, wollt ihr wirklich nichts verschwenden.

Bügeln und den Riegel befestigen

Jetzt bügelt ihr die Nahtzugaben auseinander, damit alles schön flach liegt. Ihr könnt die Schulternaht auch absteppen, wenn ihr möchtet.

Für den Riegel faltet ihr ihn einmal zusammen. Ihr könnt euren genähten Riegel verwenden oder – wie ich hier – ein kleines Band. Das legt ihr auf die rechte Seite eurer Weste, etwas weiter als 1 cm vom Rand entfernt, denn das ist die Nahtzugabe. Ich falte den Riegel auch ein Stück zurück, damit ich ihn später nicht versehentlich mitfasse.

Futter und Obermaterial zusammennähen

Jetzt legt ihr das Futter oben drauf. Achtet darauf, dass die Schulternähte genau übereinanderliegen – dafür stecke ich sie fest. Das verhindert auch, dass sich die Nahtzugaben umklappen.

Vorne beginnen wir etwa auf halber Höhe und nähen dann einmal komplett herum. Steckt alles gut fest und endet wieder auf halber Höhe. Danach schließen wir beide Armlöcher komplett.

Kurven nähen

Ich habe hier kein Formband benutzt. Der Trick ist: schiebt den Stoff immer leicht Richtung Nähfuß – niemals ziehen. Dann braucht ihr kein Formband.

Wenn ihr Anfänger seid und dazu neigt, am Stoff zu ziehen und euch dann ausgeleierte Armlöcher oder Halsausschnitte passieren, dann benutzt bitte Formband oder steppt die Kanten vorher ab.

Für die Vorderkante näht ihr von unten bis zur Ecke, Nadel unten lassen, Fuß heben, drehen, weiter nähen. Auf der anderen Seite genauso.

Einschneiden und Wenden

Damit keine Spannung auf den Nähten ist, müsst ihr die Nahtzugabe einschneiden. Ihr könnt sie auch zurückschneiden, wenn ihr möchtet. Bei dickerem Stoff schneidet ihr am besten in zwei Stufen – eine Nahtzugabe etwas kürzer als die andere.

An der Ecke, wo später der KamSnap sitzt, müsst ihr sehr tief einschneiden – fast bis zur Naht. Sonst stört die dicke Ecke später den Druckknopf.

Weste wenden

Jetzt ziehen wir das Vorderteil durch das Rückenteil. Ich gehe mit meinen Fingern hinein, greife das vordere Ende, schiebe es durch und ziehe es heraus.

Bei kleinen Größen ist das etwas mühsamer, weil die Schultern schmal sind – aber es klappt.

Dann alles schön ausbügeln.

Seitennähte schließen

Als Nächstes schließen wir die Seitennaht. Legt die Weste vor euch, Vorderteil nach oben, Rückenteil nach oben. Dann von einer Seite zur anderen schließen.

Steckt die Nahtzugaben fest, damit sie sich nicht umklappen. Es ist wirklich super einfach – ihr werdet diese Westen lieben. Die zweite dauert meist nur noch 30–40 Minuten.

Auf einer Seite des Futters lasse ich eine Wendeöffnung. Wenn ihr – wie ich – später rundherum absteppt, könnt ihr die Wendeöffnung auch im Saum lassen.

Saum schließen

Auch hier wieder: Spannung rausnehmen, Nahtzugabe etwas zurückschneiden.

Ich hatte vergessen, die andere Seite zu bügeln, also musste ich das nachholen. Dann bügeln wir die Naht geschlossen.

Dafür steckt ihr euren Daumen hinein, damit sich keine Nahtzugabe umklappt, haltet alles fest und geht damit zum Bügelbrett.

Jetzt müssen wir nur noch den Saum schließen. Fangt vorne an und schiebt die Kante etwas heraus, damit ihr besser hineinkommt.

Absteppen

Jetzt wird alles abgesteppt.

Beim Absteppen ist es wichtig, die Stichlänge zu verlängern – besonders bei einfachen Maschinen, die sonst auf der Stelle „hämmern“. Stellt ruhig auf 3,5 oder 4.

Auch der Abstand zur Kante darf etwas größer sein – das sieht sehr schön aus.

In Kurven: ein paar Stiche nähen, Fuß heben, leicht drehen, weiter nähen. Nicht versuchen, die ganze Kurve in einem Zug zu nähen.

KamSnaps anbringen

Jetzt machen wir die Armlöcher und setzen die KamSnaps.

Zuerst nehmt ihr die Ahle – die muss komplett durch. Das ist der Trick.

Dann hebt ihr die Stofflagen an, setzt die Snaps ein – so sitzen sie garantiert richtig. Nicht erst einen setzen und dann versuchen, den zweiten irgendwie passend zu bekommen.

Ich benutze hier zwei Farben – ein schöner Kontrast.

Abschließende Hinweise

Noch ein Wort zur Weste: Wenn ihr sie mit V‑Ausschnitt und Fell macht und Pompons dazu wollt, ist ein Pompon‑Maker definitiv besser als meine Methode hier. Wenn ihr aber – wie ich – eine Kordel flechten wollt, braucht ihr drei Wollfäden, die ihr zusammen flechtet.

Wickelt unbedingt etwas Tesa um die Enden, damit sie nicht aufgehen.

Ich hoffe, euch hat das Video gefallen. Diese süße Weste bekommt ihr bei Frocks & Frolics. Und falls ihr euch fragt, was die hübsche Magdalena unter der Weste trägt – das ist natürlich die Virginia Tunic, die ihr ebenfalls bei Frocks & Frolics findet.

Vielen Dank fürs Zuschauen. Bis bald!

Willkommen im Kurs

Transkript für das Video: Bobby Dazzler - All-in-One-Video

Willkommen im Kurs, freue mich, dass du dabei bist.
Hier werde ich dir ein paar Sachen erklären, die ganz wichtig sind, bevor du anfängst zu nähen oder bevor du dir deinen Stoff kaufst.

Wir haben hier einen mittelschweren Denimstoff, den ich besonders toll finde, weil er ein bisschen Stretch drin hat. Das ist besonders bequem für Kinder. Denim eignet sich am besten für diese Hose.

Ganz wichtig: Mein Bobby Dazzler hat die Öffnung für die Windel.
Die Methode, die ich am Ende am besten fand, ist die mit den KamSnaps – und zwar nur auf der Druckknopfleiste. Das sieht man von außen gar nicht. Rückwärtig geht der KamSnap durch alle Lagen durch.

Wenn du den Bobby Dazzler ohne die Druckknopfleiste nähen möchtest, geht das natürlich auch.
Hier habe ich die Hose schon mal hochgekrempelt – echt schön flott und sommerlich. Das ist die Knöchellänge. Da schließen wir zuerst diese Naht und arbeiten dann den Saum.

Verarbeitung und Innenansicht

Leisten, Taschen und Absteppungen

Was euch sicher alle sehr interessiert, ist die Verarbeitungsmethode.
Ich ziehe die Hose mal auf links, damit wir uns das genauer ansehen können.

Von innen sollte es immer genauso schön sein wie von außen.

Wir haben mit Leisten gearbeitet:

  • eine rückwärtige Leiste
  • eine kürzere vordere Leiste

Der Abschluss liegt überall auf derselben Höhe, sodass es richtig ordentlich aussieht.

Die Eingriffstaschen haben eine schöne Ecke, nicht einfach gerade runter.
Ich habe einen Vorreißverschluss eingesetzt und dann heißt es: absteppen, absteppen, absteppen.

Du brauchst:

  • eine Rolle Absteppgarn
  • eine Rolle reguläres Garn

Dazu:

  • zwei Schieber
  • zwei Schnallen
  • vier Knöpfe

Anleitung und Kursmaterial

Überblick über die Inhalte

Ich blättere einmal durch die Anleitung, damit ihr seht, was enthalten ist:

  • Stoffempfehlungen
  • Größentabelle
  • Hosenbeinlängen
  • ein Diagramm zur Übersicht
  • der Bobby Dazzler in drei Längen: kurz, volle Länge, Knöchellänge
  • das Schnittmuster im Detail
  • Hinweise zu jedem Schnittteil
  • der Zuschneideplan
  • Links zu den passenden Videos pro Kapitel

Zuschneiden

Stoff auflegen und schneiden

Ich habe meine Stoffteile wie im Zuschneideplan aufgelegt.

Wenn ich zuschneide, schneide ich immer so, dass der Stoff links liegt und die Schere rechts, damit ich den Stoff mit der linken Hand ziehen kann. Das Schnittmuster liegt rechts daneben.
Du kannst natürlich auch andersherum schneiden, aber so ist es am einfachsten.

Es macht so viel Spaß, diese Hose zu nähen – probiere ruhig alle Längen aus.

Wir haben jetzt das Obermaterial zugeschnitten, jetzt brauchen wir das Futter.
Wir legen wieder die Seiten beidseitig ein – das spart viel Stoff.

Wichtig: Nur so weit falten, dass das Schnittteil draufpasst.
Und unbedingt darauf achten, dass der Bruch direkt auf der Stoffkante liegt.

Vlieseline und Vorbereitung

Besatz und Futterteile

Jetzt schneide ich meine Vlieseline zu – die brauchen wir für den Besatz und einmal hier.
Für das Rückenteil brauche ich sie nicht, da mein Stoff mittelschwer ist.

Jetzt können wir zum nächsten Schritt gehen: die aufgesetzten Taschen.

Aufgesetzte Taschen

Versäubern, Schablone, Bügeln

Zunächst werden die Außenkanten der Taschen versäubert.

Dann werden die Nahtzugaben der Taschenschnittmuster entfernt oder umgefaltet.
So können wir das Schnittmuster als Schablone unter die Stoffoberseite legen und die Nahtzugaben exakt umbügeln.

Ich habe die Nahtzugaben weggeschnitten und bügle die Kanten sauber um.
Dann vergleiche ich beide Taschen – sie müssen gleich sein.

Eingriffskanten absteppen

Stichlänge, Spannung und Abstände

Jetzt müssen wir die Eingriffskanten absteppen.

Wichtig:

  • Fadenspannung hochstellen (bei mir: 11)
  • Stichlänge auf 4

Abstände:

  • untere rückwärtige Tasche: 1,2 cm
  • obere rückwärtige Tasche: 1,8 cm

Ich nähe immer zwei Stichlinien – die zweite füßchenbreit daneben.

Taschen aufsetzen

Positionieren und Feststecken

Um die Tasche richtig zu platzieren, lege ich das Schnittmuster wieder auf.
Ich habe die Taschenposition ausgeschnitten, lege die Tasche hinein und stecke sie fest.

Dann mache ich dasselbe auf der anderen Seite.

Die unteren Taschen werden in die oberen hineingeschoben, 1 cm überlappend.
Beide Kanten werden gemeinsam umgefaltet und festgesteckt.

Absteppen der Taschen

Nähtechnik und Tipps

Jetzt steppen wir ab.

Wichtig:

  • Stichlänge 4
  • Spannung 8–11
  • Abstand 2–3 mm von der Kante

Bei Jeansstoffen nicht zu knappkantig nähen.

Ich nähe zuerst die unteren Taschen, dann die oberen.

Wenn etwas nicht perfekt ist: Nicht auftrennen.
Man sieht es später kaum – und gekaufte Jeans sind oft viel unordentlicher genäht.

Seitentaschen

Futtertasche, Ecke, Absteppen

Wir nähen die Futtertasche an den Tascheneingriff.

Die dunklere Seite ist die Stoffunterseite – ich mochte die hellere lieber.

Wir nähen rechts auf rechts, Stichlänge 1,5 in der Ecke, dann wieder 2,5.

Die Ecke wird bis zur Naht eingeschnitten, gewendet und gebügelt.
Dann knappkantig abgesteppt, zweite Naht füßchenbreit daneben.

Die Futtertasche wird auf die Tasche gelegt, bündig mit Oberkante und Seitennaht, festgesteckt und zusammengenäht.

Dann wird die Kante versäubert – immer von der später sichtbaren Seite.

Reißverschluss‑Imitation

V‑Form, Absteppen, Zickzackriegel

Wir schließen die vordere Mitte, stecken entlang der Nahtlinie und nähen die Kurve sauber aus.

Dann wird abgekettelt und die Naht zum rechten Hosenbein gebügelt.

Ich zeichne 2,5 cm von der vorderen Mitte und 5 cm nach unten an.
Dann absteppen – einmal oder doppelt.

Wenn der Stoff sich zieht, Papier unterlegen.

Zum Schluss kommt der kleine Zickzackriegel – wie bei einer echten Jeans.

Latz nähen

Latz, Futter, Leisten, Ecken

Der Latz wird rechts auf rechts auf die Vorderhose gelegt und angenäht.

Die Leisten werden längs gefaltet, eine kurze Kante abgekettelt und an den Futterlatz genäht.

Dann wird der Latz angenäht – wichtig: Stoff gut festhalten, damit er nicht hochschiebt.

Die Naht wird in den Latz gebügelt, Nahtzugaben zurückgeschnitten.

Dann wird das Latzfutter rechts auf rechts aufgelegt, gesteckt und bis zur markierten Ecke genäht.

Die Ecke wird eingeschnitten, gewendet und sauber ausgearbeitet.

Dann wird abgesteppt – bei kleinen Größen einmal, bei größeren kann man füßchenbreit daneben noch eine zweite Naht setzen.

Knopflöcher einarbeiten

Position markieren und vorbereiten

Jetzt arbeiten wir die Knopflöcher ein – das war nicht ganz einfach, also ran an den Feind.

Das Erste, was wir machen müssen, ist die Knopflochposition zu markieren.
Der Knopf darf nicht zu nah an der Außenkante liegen.

Wir messen, wo der Steg anfängt – das sind in der Regel etwa 1,3 cm.
An dieser Stelle beginnt das Knopfloch.

Ich gehe also von der Kante aus, messe 1,3 cm und zeichne eine gerade Linie mittig ein.
Dasselbe mache ich auf der anderen Seite.

Jetzt müssen wir noch die Mitte zwischen den beiden Stichlinien markieren.
Das ist vielleicht nicht ganz 3 cm, wahrscheinlich etwas weniger, da wir ja abgesteppt haben.

Dann brauchen wir die Länge des Knopflochs:
Sie sollte etwa 2 mm länger sein als der Knopfdurchmesser.

Ich habe alles an meiner Maschine eingestellt – das ist eine Pfaff, elektronisch.

Knopfloch nähen

Probleme mit elektronischen Maschinen und Lösungen

Ich lege alles schön mittig an, setze den Sensor runter und beginne zu nähen – und nichts passiert.
Die Maschine bewegt sich nicht.

Der Grund:
Der Sensor ist extrem sensibel. Wenn der Stoff nicht komplett flach liegt, funktioniert das Knopfloch nicht.

Ich probiere es in die andere Richtung – wieder nichts.
Also alles wieder aufgetrennt.

Dann falte ich etwas Stoff und lege ihn unter die linke Seite, damit die Maschine ausgeglichen steht.
Ein paar Stiche – wieder Schluss.

Ich erhöhe den „Bumper“, lege mehr Stoff drunter – wieder nichts.
Alles wieder aufgetrennt.

Dann lege ich den Bumper unter die Metallseite des Knopflochfußes.
Ich halte gut fest, ziehe leicht – und endlich funktioniert es.

Meine Reaktion im Originalvideo:
„Halleluja!“

Ich war so erleichtert.
Wenn du also eine elektronische Maschine hast, bei der das Knopfloch nicht funktioniert:

  • nutze einen Druckknopf statt Knopfloch
    oder
  • sieh dir mein Bonusvideo an, in dem ich das Knopfloch vor dem Annähen des Latzes mache

Das ist eine alternative Reihenfolge und funktioniert oft besser.

Knopfloch öffnen

Sauber einschneiden

Ich schneide das Knopfloch nie sofort bis in die Ecken auf.
Ich schneide erst ein kleines Stück, teste den Knopf, und schneide dann weiter, falls nötig.

Wir wollen ja nicht, dass der Knopf später aufgeht.

Jetzt stecke ich die Taschen fest – und wir sind bereit für den nächsten Schritt.

Ich möchte euch Mut machen:
Versucht es einmal mit dem Knopfloch.
Wenn es nicht geht, nehmt einfach einen Druckknopf.

Hintere Mitte nähen

Zusammennähen, Versäubern, Absteppen

Wir nähen jetzt die hintere Mitte zusammen.

Die beiden Rückenteile werden rechts auf rechts gelegt und mit 1 cm Nahtzugabe zusammengenäht.

Wichtig:
Versuche, die Kurve ohne Anheben des Füßchens zu nähen.
Mit der linken Hand wird der Stoff gedreht – da steckt viel Kraft drin, auch wenn man es nicht sieht.

Dann wird von oben versäubert, weil die obere Seite später sichtbar ist.

Die Naht wird in die linke Seite gebügelt.
Wenn du unsicher bist, bügle von rechts – dann liegt es automatisch richtig.

Jetzt wird abgesteppt:

  • erste Naht: 2–3 mm von der Kante
  • zweite Naht: füßchenbreit daneben

Beim Nähen die Naht leicht auseinanderziehen, damit keine Fältchen entstehen.

Besatz vorbereiten

Verstärken, Versäubern, Rundungen nähen

Der Besatz wird mit Vlieseline verstärkt, da ich hier einen leichten Baumwollstoff verwende.

Dann werden die unteren Kanten, die Armlöcher und der Halsausschnitt versäubert.

Beim Nähen der Rundungen:

  • möglichst nicht das Füßchen heben
  • Stoff mit der linken Hand drehen
  • Stichlänge in engen Kurven auf 1,5 reduzieren
  • danach wieder auf 2,5 stellen

Nahtzugaben zurückschneiden

Saubere Rundungen formen

Ich schneide die Nahtzugaben relativ knapp zurück – etwa 3 mm.
Man sollte nicht zu viel stehen lassen.

Wichtig:
Keine Dreiecke einschneiden wie in alten Butterick‑ oder Simplicity‑Anleitungen – das sieht nie gut aus.

Nur dort einschneiden, wo die Rundung sehr ausgeprägt ist.

Träger wenden

Sicherheitsnadeltechnik

Ich befestige eine Sicherheitsnadel am oberen Ende des Trägers und ziehe sie durch den Tunnel.
Dann wird alles schön ausgebügelt.

Rückwärtige Leiste schließen

Kleine Placket‑Verarbeitung

Jetzt nähen wir die kleine rückwärtige Leiste:

  • oben schließen
  • unten ist bereits versäubert
  • alternativ kann man erst schließen und dann versäubern

Seitlicher Verschluss

Einführung und Grundprinzip

In diesem Kapitel zeige ich euch, wie man den seitlichen Verschluss arbeitet.
Das ist gar nicht so schwierig, wenn man weiß wie. Der Verschluss hat’s in sich, aber es geht alles.
Ich habe eine tolle Methode entwickelt, damit du das auch nähen kannst.

Schritt 1: Vorder- und Rückenteil verbinden

Positionieren, Stecken, Nähen

Wir legen die vordere und rückwärtige Hose rechts auf rechts aufeinander.
Die Oberkante des Rückenteils sollte auf derselben Höhe wie die Ziernaht des Vorderteils liegen.

Diese Ziernaht, die wir auf dem Latz genäht haben, muss exakt mit der Oberkante des Rückenteils abschließen.

Dann wird die Hose vom Saum an gesteckt.
Falls du mal nicht ganz sauber zugeschnitten hast – von oben stecken, dann passt es.

Das hintere Hosenbein ist immer weiter als das vordere, hier besonders wegen der Windelzugabe.

Jetzt nähen wir von der Ecke der Leiste bis zum Saum – auf beiden Seiten.

Nahtzugaben zurückschneiden

Taschenzugaben reduzieren

Damit alles schön flach liegt, schneiden wir die Nahtzugaben der Taschen zurück:

  • die zusätzliche Tasche auf der rechten Rückseite
  • die Eingriffstasche beidseitig

Wir wollen nicht, dass alle Kanten übereinanderliegen, da wir die Naht später in eine Richtung bügeln.

Schritt 2: Rückwärtige Leiste annähen

Exakte Positionierung und sicheres Nähen

Die rückwärtige Leiste wird auf das Vorderteil gelegt.
Die Kanten müssen exakt aufeinanderliegen, die Unterkanten ebenfalls.

Dort, wo die Taschen liegen, sperrt der Stoff etwas.
Hier unbedingt Stecknadeln vertikal zur Naht setzen.

Wichtig:
Das Vorderteil darf beim Annähen der Leiste nicht mitgefasst werden.
Ich ziehe es leicht zur Mitte, damit es frei bleibt.

Jetzt drehen wir das Ganze um und nähen von der anderen Seite.
Wir können die vorherige Nahtlinie sehen und wissen genau, wo wir landen müssen.

Auf einem Hosenbein nähen wir von unten nach oben, auf dem anderen von oben nach unten.

Schritt 3: Besatz annähen

Einfassen der Leiste

Jetzt legen wir den Besatz über die bereits angenähte Leiste und fassen alles ein.

Der Besatz sollte am unteren Ende genau auf den Leisten enden.

Gut stecken – besonders dort, wo die Tasche gern rüberschiebt.

Du kannst von der Besatzseite oder von der Jeansseite nähen.
Für Anfänger ist die Jeansseite oft sicherer.

Versäubern und Bügeln

Saubere Kanten und flache Übergänge

Die Naht wird jetzt abgekettelt, und zwar von der Seite, die später sichtbar ist.

Die Seitennähte werden zur rückwärtigen Mitte gebügelt.
Daher sollte die Vorderhose oben liegen.

Ganz wichtig:
Die Ecke muss abgeschnitten werden.
Sie ist zu dick, um sie sauber zu falten.

Ich benutze ein Ärmelbügelbrett – perfekt für Hosenbeine.

Jetzt wird alles mit viel Hitze und Dampf gebügelt.

Absteppen

Saubere Linien für ein professionelles Finish

Im nächsten Kapitel heißt es:

Absteppen, absteppen und nochmals absteppen.

Schnallen und Schieber anbringen

Vorbereitung und Knöpfe setzen

Jetzt bringen wir unsere Schnallen, Schieber und Knöpfe an.
Das ist einfach, aber etwas fummelig.

Zuerst setzen wir die Knöpfe.
Auf dem Schnittmuster ist die Position markiert.

Wenn du frei arbeitest:

  • 1,5 cm von oben
  • 1,5 cm von der Seite

Der Knopf darf nicht über die Kante hinausragen.

Mit der Ahle drücke ich den Stoff auseinander, statt ein Loch zu stanzen – das reißt später weniger aus.

Dann drücke ich den Nagel durch, setze den Knopf auf und hämmere vorsichtig.

Wichtig:

  • Knopf gerade halten
  • nicht zu fest schlagen
  • lieber wenige kontrollierte Schläge

Schnallen und Schieber einfädeln

Schritt für Schritt durch die Fummelei

Jetzt kommen die Schieber:

  1. Schieber aufziehen
  2. Träger durch die Schnalle
  3. Träger wieder durch den Schieber
  4. Mindestens 2 cm Platz lassen zum Annähen

Bei kleinen Größen ist das fummelig – bei größeren viel einfacher.

Dann stecke ich alles fest und nähe es mehrfach vor und zurück.
Man sieht es später nicht, aber es muss halten.

Die Träger sind verstellbar – perfekt für unterschiedliche Oberkörperlängen.

Abschluss

Fertige Hose und weitere Lernmöglichkeiten

Jetzt sind wir fertig und unser Bobby Dazzler kann richtig funkeln.

Wenn du mehr lernen möchtest – Reißverschlüsse, Schrägband, T‑Shirts ändern, Kleider nähen – besuche meine Nähakademie auf frocksandfrolicsdeutsch.com.
Alle Videos sind kostenlos, nur die Schnittmuster kosten etwas.

Ich hoffe, du bist beim nächsten Projekt wieder dabei.

Einführung

Transkript für das Video: Lollipop Strampler - Einführung

Hallo zusammen, willkommen zum Strampler‑Kurs!
Ich zeige euch alles, was ihr wissen müsst, um einen wunderschönen Romper zu nähen.

Falls ihr mich noch nicht kennt: Ich bin Marina. Ich lebe in Los Angeles mit meinem Mann und meinem erwachsenen Sohn. Er lebt ebenfalls in LA, allerdings in Burbank. Ich betreibe dieses Unternehmen, entwerfe Schnittmuster und drehe Videos – und ich liebe es einfach.

Der Romper war ursprünglich etwas, von dem ich dachte, dass es nichts für mich ist. Und jetzt? Ich bin total begeistert. Ich habe schon viele weitere Modelle in Planung, also legen wir los.

Dieser süße Strampler hat lange Ärmel und lange Beine. Er ist super bequem für euer Baby. An Armen und Beinen gibt es Bündchen, und ich habe einen wunderschönen überkreuzten Halsausschnitt gestaltet.

Jetzt schauen wir uns an, was ihr alles wissen müsst.

Stoffanforderungen und worauf ihr achten müsst

Welche Stoffe eignen sich für diesen Romper? Das ist die erste Frage, die wir klären. Wir schauen uns außerdem an, welche Druckknöpfe geeignet sind, welche Stoffe ihr für Bündchen und Halsausschnitt verwenden könnt, ob Ribbing sinnvoll ist und welche Jerseys funktionieren – Jersey oder Interlock. Wir zerlegen das alles Schritt für Schritt.

Stoffarten

Wenn ihr Jersey kauft, gibt es zwei grundlegende Unterschiede: Vier-Wege-Stretch, der sich in beide Richtungen dehnt, und Zwei-Wege-Stretch, der sich nur in eine Richtung dehnt. Dieser Stoff hier ist ein Zwei-Wege-Stretch – er dehnt sich nur in der Breite, nicht in der Länge.

Dehnung, Rücksprungkraft und Stoffqualität

Achtet unbedingt auf die Faserzusammensetzung. Jersey ist zwar gestrickt und dadurch dehnbar, aber Baumwolle selbst ist nicht elastisch. Das bedeutet, wenn ihr daran zieht, springt der Stoff nicht unbedingt in seine ursprüngliche Form zurück. Das nennt man Recovery.

Ich zeige euch ein Beispiel aus dem Video: Dieser Stoff hat große, vollflächige Druckbereiche. Wenn ich daran ziehe, bleibt er ausgeleiert – er springt nicht zurück. Das ist kein gutes Zeichen. Ich fand das Muster wunderschön, deshalb habe ich ihn gekauft. Aber ich möchte gar nicht wissen, wie er nach dem Waschen aussieht – vermutlich nicht gut.

Wenn ihr ein Schnäppchen bei Joann findet, könnt ihr natürlich experimentieren. Aber grundsätzlich gilt: Achtet darauf, dass Lycra oder Spandex enthalten ist. Ideal sind drei bis fünf Prozent Lycra. Für diesen Romper brauchen wir etwa 25 Prozent Dehnung. Das bedeutet, wenn ihr zehn Zentimeter markiert, sollte der Stoff auf 12,5 Zentimeter dehnbar sein.

Im Laden könnt ihr das einfach mit den Händen testen. Dehnt sich der Stoff und springt zurück, ist er geeignet. Bleibt er ausgeleiert, ist er eher für Bade- oder Sportbekleidung. Wenn ihr Bio-Bambusjersey bekommt, umso besser – er ist wunderschön und sehr langlebig.

Jersey, Interlock und Stoffarten

Der Hauptstoff für Romper ist Jersey. Wenn ihr daran zieht, rollen sich die Kanten leicht ein – völlig normal. Je dicker der Jersey, desto einfacher ist er zu verarbeiten. Im Stoffleitfaden könnt ihr das Gewicht nachschlagen, auch online wird das meist angegeben.

Für Romper eignen sich leichte bis mittelschwere Stoffe. Nicht zu dünn, nicht zu dick.

Mein absoluter Lieblingsstoff für Romper ist Interlock. Interlock bedeutet, dass zwei Lagen Jersey miteinander verstrickt sind. Der Stoff sieht auf beiden Seiten gleich aus, ist stabiler und hat meist etwa 12,5 Prozent Dehnung. Mit Lycra noch besser. Wenn Interlock zwei Farben hat, könnt ihr beide Seiten verwenden – wunderschön.

Ribbing, Bündchen und Stoffe für den Halsausschnitt

Für Halsausschnitt und Bündchen könnt ihr Ribbing oder Interlock verwenden. Ribbing dehnt sich etwa 50 Prozent und hat eine hervorragende Rücksprungkraft. Ich habe Ribbing für die Beinbündchen und den oberen Halsausschnitt verwendet.

Der weiße Stoff im Video ist Interlock mit Lycra – ebenfalls super. Wenn ihr kein dickes Ribbing mögt, ist Interlock eine tolle Alternative: stabil, dehnbar, formbeständig und ideal für Bündchen und Halsausschnitte.

Druckknöpfe, Poppers und Verschlüsse

Bevor wir starten, sprechen wir über Druckknöpfe. Ich habe einige günstige Sets bei Amazon bestellt – die Qualität war nicht gut. Dann habe ich die Dritz-Werkzeuge ausprobiert – viel besser.

Im Kapitel über Druckknöpfe zeige ich euch, wie ihr das Dritz-Werkzeug benutzt und wie ihr günstige Standard-Poppers sauber verarbeitet.

Ich habe auch Druckknöpfe von Joann ausprobiert. Sie kosten etwa sechs Dollar pro Packung, und ich brauchte drei Packungen für einen Romper. Zwei Packungen reichen nicht. Sie sind teuer und halten nicht gut.

Die günstigen Amazon-Poppers waren tatsächlich die besten.

Eine weitere Option sind KamSnaps. Ich arbeite gerade an einem Sommerromper, bei dem ich KamSnaps komplett vorne eingesetzt habe. Viele bevorzugen sie – und sie funktionieren wunderbar.

Nächster Schritt

Jetzt schauen wir uns das Schnittmuster im Detail an. Wir sehen uns im nächsten Kapitel des Kurses.

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