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DEVON HOSE

DEVON HOSE

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Normaler Preis €7,95 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €7,95 EUR
Sale Ausverkauft

Devon ist ein Cottagecore Schnittmuster für eine Hüft Hose, die durch ihren Besatz ohne Bündchen auskommt. Sie ist schnell genäht und hat einen einfachen seitlichen Reißverschluss.

Ideal für Anfänger: Marina begleitet dich im Nähkurs Schritt für Schritt, damit dein Ergebnis richtig professionell aussieht. Scroll einfach ein kleines Stückchen nach unten zu den Video-Tutorials und leg los.

 

Was ist beim Schnittmuster dabei?

  • Sofort-Download
  • Digitale PDF Schnittmuster
  • DIN A4 Format
  • A0 Kopiershop Kopie
  • eBook
  • Schritt für Schritt Video-Anleitungen



Design

  • Keine Abnäher, super einfach!
  • Sitzt auf Hüfthöhe
  • Verdeckter Reißverschluss
  • Hose mit weiten Beinen
  • Perfekt für mutige Anfänger

Stoffverbrauch

STOFFEMPFEHLUNGEN
Leichte gewebte Stoffe aus Leinen und Baumwolle und Wolle

STOFFVERBRAUCH

  • Obermaterial: 1 m – 2 m

Verfügbare Größen

• Digitales Mehrgrößen-Schnittmuster von Größe 32-52
• Extra Kindergrößen: 152 - 176

Bitte beachten

  1. Dies ist ein digitales Schnittmuster oder eine PDF-Datei, kein physisches Produkt. Die Zustellung erfolgt elektronisch über einen Download-Link an die beim Kauf verwendete E-Mail-Adresse. Zusätzlich kann das Schnittmuster von deinem Kundenkonto heruntergeladen werden.
  2. Um sicherzustellen, dass das Schnittmuster in seiner tatsächlichen Größe gedruckt wird, wird die Verwendung von Adobe Acrobat Reader empfohlen.
  3. Kleine Betriebe: Ich freue mich wenn meine Schnittmuster dir helfen, tolle Bekleidung für deine Kunden zu nähen. Industrielle Produktion ist untersagt.

Kunden werden ermutigt, Frocks & Frolics zu verlinken, wenn sie Projekte, die mit meinen Schnittmustern erstellt wurden, in sozialen Medien teilen.

@frocksandfrolics
#frocksandfrolics

Vollständige Details anzeigen

SCHRITT-FÜR-SCHRITT ANLEITUNG

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EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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DAS SCHNITTMUSTER
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ZUSCHNITT
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DER NAHTFEINE REISSVERSCHLUSS
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DIE SEITENNÄHTE
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DEN BESATZ ANNÄHEN

VIDEO TEXT

Willkommen zu den Hipsters! Ich möchte dich ganz
kurz durch diesen Kurs führen, damit du weißt, was dich erwartet.

Wir nähen eine Hose mit einem verdeckten
Reißverschluss
. Das klingt vielleicht kompliziert, aber sobald du weißt, wie es funktioniert, ist es ganz einfach — und ich zeige dir jeden einzelnen
Schritt.

Diese Hose hat keine Abnäher. Sie endet etwa 4
cm unterhalb deiner Taille
. Wenn du dir meine Hose anschaust: Hier wäre meine Taille, und die Hose sitzt ein Stück tiefer. Das macht das Nähen viel einfacher, weil wir keine Abnäher brauchen — und dadurch geht alles schneller.

Wir machen außerdem eine Untersteppnaht,
damit die obere Kante der Hose richtig schön fest und sauber liegt. Vielleicht hast du das schon einmal gemacht, vielleicht auch nicht — wir schauen uns das gemeinsam an.

Danach setzen wir die Hose Schritt für Schritt
zusammen. Es ist ein sehr einfaches Projekt, das auch absolute Anfänger problemlos schaffen.

Der Kurs ist in sechs Kapitel unterteilt:

  • Du lernst alles über die Hose und das Schnittmuster
  • Wie du das Schnittmuster anpasst, wenn du eine besondere Figur hast
  • Wie du richtig zuschneidest
  • Und dann gehen wir durch alle Nähschritte, Kapitel für Kapitel
  • Bis wir schließlich beim Saum ankommen und die Hose fertigstellen

Ich hoffe, du wirst diesen Kurs richtig genießen.

Also — ohne lange zu warten: Spring direkt weiter zum ersten Kapitel!

Bereit, deine Hipster‑Hose zu nähen?

Bist du bereit, deine Hipster‑Hose zu nähen? Dann legen wir los!

Du brauchst einen schönen, festen Stoff in mittlerer Stärke. Ich habe Leinen gewählt, aber Denim funktioniert genauso gut. Auch ein Stoff mit etwas Stretch, wie Sateen (nicht Satin – Satin fällt weich, Sateen steht und hat Stand), ist eine tolle Wahl, wenn du die schöne Weite im Hosenbein möchtest.

Außerdem brauchst du einen verdeckten Reißverschluss. Die Länge ist eigentlich egal – meiner ist viel zu lang, aber das macht nichts, wir schneiden ihn später einfach ab. Wichtig ist nur: gute Qualität, denn die billigen verdeckten Reißverschlüsse gehen schnell kaputt.

Dann brauchst du natürlich das Schnittmuster. Du kannst es in A0, A4 oder Letter ausdrucken. Dazu kommt etwas Bügeleinlage für die Besätze. Du kannst auch die schmale Einlage aus der Rolle verwenden.
Bei sehr schweren Stoffen reicht es, nur die obere Kante zu verstärken (wie im E‑Book gezeigt), aber grundsätzlich empfehle ich, den gesamten Besatz zu verstärken.

Und das war’s schon – ein sehr einfaches, sehr schnelles Schnittmuster.

Das Schnittmuster prüfen und zusammenkleben

Bevor du irgendetwas ausschneidest, prüfe zuerst das Testquadrat. Ich drucke immer nur die erste Seite aus – wenn das Quadrat 5 cm oder 1 inch misst, ist alles korrekt.

Das Schnittmuster ist super einfach zusammenzukleben. Es ist alphabetisch sortiert – A, B, C, D – wie du es sicher schon unzählige Male gemacht hast. Die beiden Besätze werden im Stoffbruch zugeschnitten, deshalb fehlt an der vorderen und hinteren Mitte jeweils 1 cm – das ist im Schnitt berücksichtigt.

Du brauchst zwei Vorderteile und zwei Rückenteile. Achte unbedingt darauf, ein Paar zuzuschneiden – also spiegelverkehrt – damit du nicht zwei linke oder zwei rechte Beine bekommst.

Die richtige Größe finden

Die wichtigste Messung ist der Hüftumfang. Der Bund lässt sich später leicht anpassen.

In der Tabelle findest du außerdem die fertigen
Hüftmaße
und fertigen Mid‑Hip‑Maße. Das ist super hilfreich: Wenn du eine Hose hast, die dir gut passt, miss einfach die Hüfte aus. Wenn deine Hose z. B. 107 cm misst und das fertige Maß im Schnitt ebenfalls 107 cm ist, weißt du: Das ist deine Größe.

Der Mid‑Hip ist die Stelle, an der die Hose sitzt – eine niedrige Taille. Diese Messung ist schwer einzuschätzen, weil jeder an einer anderen Stelle misst. Deshalb gilt: Passe nach der Taille an, denn sie stimmt automatisch mit der Hüftkurve überein.

Du wirst auch Teenager‑Größen (12, 14, 16) sehen. Viele meiner Kundinnen aus Asien sind sehr schlank und finden kaum passende Hosen – Kindergrößen sind zu kurz. Diese Teen‑Größen lösen das Problem. Die Länge ist bei allen Größen gleich, also musst du für Teenager die Beine kürzen.

Alle Schnittteile haben eine Längen-/Kürzlinie.
Du kannst dort anpassen – aber ehrlich gesagt: Das Bein ist so gerade, dass du problemlos unten kürzen kannst.

Schnelle Schnittanpassungen (ohne komplizierte Theorie)

Jeder Po ist anders – hier ist die schnelle Methode, ohne tief in die Schnittanpassung einzusteigen.

Wenn du mehr Platz für den Po brauchst

Folge deiner Größenlinie bis zur Schrittnaht.

Dann eine Größe größer (oder zwei) entlang der hinteren Schrittnaht.

Nicht an der Seitennaht verbreitern – das erzeugt unnötige Abnäher.

Du gibst nur Länge und Form dort, wo der Po sie braucht.

Wenn du einen sehr flachen Po hast

Nimm an der hinteren Schrittnaht etwas weg.
Eine Größe kleiner dort, dann wieder in deine Größe übergehen.

Wenn du breite Hüften und einen flachen Po hast

Eine Größe kleiner an der Schrittnaht, dann nach unten folgen, und oben wieder in deine Hüftgröße auslaufen lassen.

Wenn du eine Apfelfigur hast (sowie ich!)

Wenn deine Taille voller ist, gehe eine Größe
hoch
an der Taille, und fließe dann zurück in deine Hüftgröße.

Du willst keine zusätzliche Weite an der Hüfte – nur oben.

Wenn du eine lange Leibhöhe hast

Die Hose zieht hinten nach unten. Gehe eine oder zwei Größen hoch an der hinteren Schrittnaht, und fließe zurück in deine Größe, wenn dein Po klein ist,
oder bleibe bei der größeren Linie, wenn dein Po voller ist.

Wenn du einen runden Bauch hast

Gehe eine oder zwei Größen hoch an der
vorderen Taille, und fließe unterhalb der Hüfte wieder in deine Größe.

Wenn du die volle Theorie lernen möchtest

Im Kurs findest du ein Kapitel mit Alexandrias Videos. Sie erklärt:

  • Anpassungen für vollen Po
  • flachen Po
  • lange oder kurze Leibhöhe
  • Hüftvarianten
  • Bauchformen

Dazu gibt es ein Übungsschnittmuster, mit dem
du alles ausprobieren kannst.

Bereit zum Zuschneiden

Jetzt kennst du deine Größe und eventuelle Anpassungen.

Im nächsten Schritt schneiden wir den Stoff zu.

Los geht’s!

Zuschneiden der Hose

Jetzt sind wir bereit, unsere Hose zuzuschneiden, unich habe die Schnittteile hier schon ausgelegt. Es gibt insgesamt drei Möglichkeiten, wie du deine Hose zuschneiden kannst:

  1. Nebeneinander – ideal für kleinere Größen, so wie ich es hier mache. Beide Hosenbeine passen direkt nebeneinander.
  2. Versetzt – ein Hosenbein liegt etwas weiter unten, das andere weiter oben, damit alles auf den Stoff passt.
  3. Doppelte Länge – für größere Größen (ab Größe 16 oder 18) brauchst du die doppelte Länge des Hosenbeins, das du nähen möchtest.

Bevor du Stoff kaufst, kannst du sogar deine fertigen Schnittteile ausmessen, um den Stoffbedarf besser einzuschätzen.

Ich habe auch die Rück-Besätze hier liegen, aber
ich schneide sie noch nicht zu. Stattdessen schneide ich sie erst nach den Hosenbeinen, damit ich die Stoffreste optimal nutzen kann. Oft bleibt ein
langer Streifen übrig, aus dem man noch ein kleines Oberteil oder etwas anderes für ein Kind nähen kann.

Die Besätze aus Stoffresten zuschneiden

Jetzt ist alles zugeschnitten – außer den Besätzen.

Die möchte ich aus den Stoffresten schneiden. Zwischen meinen beiden Hosenbeinen war ein langer Streifen übrig, und genau den nutze ich jetzt.

Stecke die Besätze gut fest, denn der Stoff kann sich leicht verschieben.

Der Schnitt verlangt „im Stoffbruch“, also achte darauf, dass die Bruchkante sauber liegt.

Schneide die Teile aus und vergiss nicht, die vordere Mitte oder hintere Mitte einzuknipsen.

Ich schneide zuerst den einen Besatz, dann schiebe ich das Schnittteil etwas weiter und schneide den zweiten. Obwohl ich immer viel
Einlage zu Hause habe, geht sie mir trotzdem manchmal aus. Also schiebe ich das Schnittteil so, dass möglichst wenig Stoff verschwendet wird.

Beide Besätze ausschneiden – fertig.

Die Teile vorbereiten

Jetzt bereiten wir alle Teile vor.

  1. Overlocken / Versäubern
  • Versäubere alles, außer der Bündchenkante (Taille) und dem Saum.
  • Versäubere auch die untere Kante der Besätze.
  1. Einlage aufbügeln
  • Lege den Stoff mit der linken Seite nach oben.
  • Lege die Einlage mit der Kleberseite nach unten auf.
  • Bügle und zähle bis acht:

    eins… zwei… drei… vier… fünf… sechs… sieben… acht.

Das war damals die Regel in meiner Ausbildung.

  • Leinen ist sehr unkompliziert – es brennt kaum – du kannst das Bügeleisen also ruhig etwas länger stehen lassen.

Bewege das Bügeleisen Stück für Stück über den gesamten Besatz, bis alles gut haftet.

Bereit für das nächste Kapitel

Jetzt ist alles vorbereitet – die Teile sind zugeschnitten, versäubert und die Besätze sind mit Einlage verstärkt.


Im nächsten Kapitel setzen wir den verdeckten Reißverschluss ein.

Ich freue mich darauf, dich dort wiederzusehen.

Den verdeckten
Reißverschluss einsetzen

Jetzt setzen wir den verdeckten Reißverschluss
ein. Er kommt auf die linke Seite, so wie bei meinem Beispiel. Wenn er
richtig eingenäht ist, sieht man ihn später kaum. Wir nähen den verdeckten
Reißverschluss zuerst ein und schließen danach die Seitennaht.

Als Erstes misst du die Länge des Reißverschlusses
ab — 16 cm — und markierst diese Länge auf deinem Stoffteil. Achte
unbedingt darauf, dass die Reißverschlussöffnung auf der linken Körperseite
liegt. Wenn dein Vorderteil vor dir liegt, zeigt die vordere Mitte also von
dir weg
.

Markiere die 16 cm auf beiden Stoffseiten.

Verdeckte Reißverschlüsse sind oft etwas länger, als
man braucht. Du benötigst nur etwa 1 cm plus ein kleines bisschen für
einen Haken und eine Öse. Bei meinem Beispiel ist der Reißverschluss ein wenig
zu lang, also kürze ich ihn. Wichtig: beide Seiten gleichmäßig kürzen,
sodass etwa 1 cm plus etwas Spiel übrig bleibt.

Nun markierst du auch den Reißverschluss selbst. Ich
habe ihn einfach hingelegt und die Stelle markiert, an der er später enden
soll. So stellst du sicher, dass beide Seiten exakt gleich lang eingenäht
werden — sonst entsteht unten schnell eine kleine Falte, und das wollen wir
vermeiden.

Jetzt weißt du genau, wo der verdeckte
Reißverschluss sitzen muss. Steck eine Nadel zur Orientierung.

Den verdeckten
Reißverschluss aufstecken

Lege die Zähnchen nach oben und stecke die erste
Seite des verdeckten Reißverschlusses an die markierte Kante. Beginne oben und
arbeite dich nach unten vor. Es ist wirklich nicht schwer — wichtig ist nur,
dass sowohl Stoff als auch Reißverschluss korrekt markiert sind.

Dann steckst du die zweite Seite fest. Damit du
nichts verdrehst, klappst du den Reißverschluss einfach unter die Hose und
legst das Vorderteil darüber. Steck eine Nadel zur Fixierung — später stecken
wir von der anderen Seite weiter.

Öffne nun den Reißverschluss komplett und stecke die
zweite Seite sauber fest. Achte darauf, dass die Markierungen unten exakt
übereinanderliegen. Stecke knapp an der Kante, damit du später die 1 cm
Nahtzugabe
sauber einhalten kannst.

Schließe den Reißverschluss einmal probeweise, um
sicherzugehen, dass nichts verdreht ist.

Den verdeckten
Reißverschluss einnähen

Für verdeckte Reißverschlüsse verwendest du
idealerweise ein Spezialfüßchen für verdeckte Reißverschlüsse. Damit
kannst du direkt an den Zähnchen entlang nähen, sodass der Reißverschluss
später komplett verschwindet.

Bevor wir endgültig nähen, setzen wir eine Fixiernaht
(Holding Stitch). Diese verhindert, dass der Reißverschluss beim endgültigen
Annähen verrutscht — in der Industrie wird das immer so gemacht.

Öffne den Reißverschluss und nähe knappkantig (2–3
mm) entlang der Kante. Wiederhole das auf beiden Seiten.

Jetzt nähen wir den verdeckten Reißverschluss
endgültig ein. Schiebe die Zähnchen leicht zur Seite, sodass sie sich
aufstellen, und führe die Kante in die Rille des Füßchens. Nähe die erste Seite
ein. Die zweite Seite nähst du genauso.

Achte darauf, dass die Spitze des Füßchens sauber in
die Rille gleitet — so verschwindet der Reißverschluss vollständig.

Kontrolle

Schließe den Reißverschluss und schau dir das
Ergebnis von außen an. Du kannst jetzt gut erkennen, wie sauber beide Seiten
sitzen. Bei mir passen die Muster zufällig perfekt — das war keine Absicht, nur
gutes Zuschneiden.

Wenn der Reißverschluss unten zu lang war und du ihn
gekürzt hast, kannst du jetzt noch einmal quer darüber nähen, damit er sich
nicht öffnet. Schneide die überstehenden Zähnchen mit einer Papierschere
ab, damit deine Stoffschere nicht beschädigt wird.

Die Seitennaht
schließen

Lege die Seitennaht flach aufeinander und stecke sie
bis nach oben fest. Wechsle wieder auf das normale Nähfüßchen und nähe bis zu
dem Punkt, an dem der verdeckte Reißverschluss beginnt.

Dann wechselst du zurück zum Spezialfüßchen, stellst
die Nadel ganz nach links und nähst von diesem Punkt aus ganz knapp neben
dem Reißverschluss
nach oben. Verriegle am Anfang und am Ende.

Bügeln und
Abschluss

Wenn du die Hose nun aufklappst, kannst du sehen,
wie sauber der verdeckte Reißverschluss sitzt. Bügle die Nahtzugaben
auseinander — zuerst von innen, dann von außen. Das Ergebnis ist ein perfekt
eingesetzter verdeckter Reißverschluss.

Jetzt, da der Reißverschluss fertig ist und die Naht
gebügelt wurde, können wir im nächsten Kapitel mit den restlichen Nähten
weitermachen.

 

Die Nähte

Das zweite
Hosenbein nähen und die Schrittnaht schließen

Jetzt stecken wir die Nähte fest. Ein Hosenbein habe
ich bereits zusammengesteckt, also kümmern wir uns jetzt um das Bein, an dem
wir noch nichts gemacht haben. Lege die beiden Stoffteile bündig aufeinander
und stecke sie von oben bis nach unten fest.

Achte darauf, dass der untere Bereich des Hosenbeins
schön flach liegt. Oben wirst du sehen, dass am hinteren Hosenbein etwa 1 cm
Mehrweite
vorhanden ist. Diese Mehrweite bleibt! Sie sorgt dafür,
dass die Hose später besser sitzt. Also bitte nicht abschneiden, sondern
einfach sauber einhalten und feststecken.

Dann drehst du das Bein um und steckst die andere
Seite ebenfalls fest. Jetzt kann alles unter die Nähmaschine und zusammengenäht
werden.

Wenn die Naht geschlossen ist, bügelst du die
Nahtzugaben auseinander. Ein Ärmelbrett ist dafür ideal – du kannst das
Hosenbein darüberziehen und mit viel Dampf sauber ausbügeln.

Ein Hosenbein
wenden und die Schrittnaht schließen

Im nächsten Schritt wendest du ein Hosenbein
auf links. Dann steckst du es in das andere Hosenbein hinein. So kannst
du die Schrittnaht in einem Stück schließen – ganz einfach, wenn man weiß, wie
es geht.

Stecke zuerst die vordere Schrittnaht zusammen, dann
die hintere, und arbeite dich rundherum vor.

Jetzt wird die komplette Schrittnaht in einem Zug
genäht. Du kannst vorne oder hinten beginnen – wie du möchtest. Nähe immer von
innen, damit die Stecknadeln auf der Seite liegen, auf der du nähst, und du die
Hose gut bewegen kannst.

Die Schrittnaht
bügeln

Wenn die Schrittnaht geschlossen ist, bügelst du die
Nahtzugaben wieder auseinander. Du wirst nicht bis ganz nach unten kommen, aber
das ist nicht nötig. Bügle einfach den oberen Bereich vorne und hinten – das
reicht völlig.

Bereit für die
Besätze

Und jetzt sind wir endlich bereit, die Besätze
anzunähen. Im nächsten Kapitel zeige ich dir ganz genau, wie das funktioniert.

 

Der Besatz

Das Annähen des
Besatzes und das Fertigstellen des Bündchens

Jetzt kümmern wir uns um die Besätze. Eine Seite ist
noch offen, also stell dir vor, dass der Besatz später innen im
Vorderteil liegt – mit der offenen Seite dort, wo der Reißverschluss sitzt. So
erkennst du genau, welche Kanten zusammengenäht werden müssen. Steck die
richtigen Seiten zusammen (man verwechselt das wirklich leicht!) und schließe
die Naht mit 1 cm Nahtzugabe.

Danach versäuberst oder overlockst du die untere
Kante des Besatzes.

Den Besatz an den
Reißverschluss und die obere Hosenkante nähen

Als Nächstes zeige ich dir, wie du den Besatz an den
Reißverschluss und an die obere Kante der Hose nähst. Beim ersten Mal wirkt das
oft unlogisch – aber sobald du es einmal gemacht hast, ergibt alles Sinn.

Lege den Besatz auf die geschlossene Seitennaht –
also auf die Seite gegenüber vom Reißverschluss. Steck ihn fest. Wenn du
den Besatz an Vorder- und Rückteil anlegst, wirst du merken, dass er ein
kleines Stück zu lang ist. Kürze ihn um etwa 0,5 cm, damit er sauber
direkt neben dem Reißverschluss sitzt.

Jetzt nähen wir den Besatz an den Reißverschluss –
aber nur zur Hälfte auf das Reißverschlussband. Wenn du es aufklappst,
siehst du genau, wo die Naht sitzen soll. Nähe ihn fest und gehe dann zum
nächsten Schritt über.

Den Besatz falten
und sichern

Falte den Reißverschluss nach innen, sodass die
feste Kante des Reißverschlussbandes schön im Besatz verschwindet. Dann faltest
du den Besatz darüber und nähst einmal quer darüber. Das ergibt ein sauberes,
professionelles Finish.

Wenn du es aufklappst, sieht alles glatt und
ordentlich aus. Beim ersten Mal wirkt es ungewohnt, aber es ist wirklich
einfach, sobald man das Prinzip verstanden hat.

Setze eine vertikale Stecknadel, damit der
Reißverschluss an Ort und Stelle bleibt, und stecke den restlichen Besatz fest.
Bevor wir alles zusammennähen, wiederholen wir den Vorgang auf der anderen
Seite.

Auf der zweiten Seite legst du Mitte hinten auf
Mitte hinten
. Wenn du den Besatz dort noch nicht gekürzt hast, nimm jetzt
etwa 0,5 cm weg, damit er flach liegt. Nähe ihn fest.

Den Besatz
rundherum annähen

Falte den Besatz nach innen, setze wieder eine
vertikale Stecknadel zur Fixierung und eine weitere oben an der Kante. Jetzt
kannst du alles in einem Zug mit 1 cm Nahtzugabe rundherum festnähen.

Nimm die Stecknadeln beim Nähen nach und nach heraus
und halte die Stoffkanten schön bündig.

Die obere Kante
kontrollieren

Drehe die Hose auf rechts und prüfe, ob die obere
Kante gleichmäßig ist. Wenn irgendwo eine kleine Delle oder Unebenheit ist,
lege das Teil einfach noch einmal unter die Nähmaschine und korrigiere diesen
winzigen Bereich. Danach sollte die obere Kante schön glatt sein.

Das Untersteppen
des Besatzes

Damit der Besatz später schön innen bleibt und nicht
nach außen rollt, wird er untergesteppt. Das bedeutet, dass du die
Nahtzugabe auf den Besatz nähst.

Lege den Besatz unter die Nähmaschine. Du kannst
nicht ganz am Anfang beginnen, weil dieser Bereich bereits geschlossen ist.
Starte also ein kleines Stück weiter innen. Nähe etwa 2 mm neben der Naht
einmal rundherum.

Auf der Unterseite siehst du dann eine zweite
Nahtlinie – das ist richtig so. Der Besatz rollt sich jetzt perfekt nach innen.

Falls du versehentlich eine Nahtzugabe mitgefasst
hast, schneide sie einfach vorsichtig frei.

Den Besatz fixieren

Damit der Besatz nicht hochrutscht, befestigen wir
ihn an der Seitennaht. Du kannst entweder im Nahtschatten nähen oder ein paar
kleine Handstiche setzen. Ich mache hier ein paar Handstiche – nur in die
Nahtzugabe, nicht durch den Außenstoff. Ein paar Stiche reichen völlig.

Faden abschneiden.

Abschluss

Der Besatz ist jetzt wunderschön angenäht. Du
könntest oben noch einen Haken und eine Öse anbringen, wenn du möchtest, aber
nötig ist es nicht. Die Hose ist nun fertig – bis auf den Saum, den wir im
nächsten Kapitel machen.

 

DER SAUM

Jetzt sind wir fast fertig! Als Erstes versäubern
oder overlocken wir die Enden beider Hosenbeine. Danach werden sie
umgeschlagen. Wenn du die kürzere Variante nähst, kannst du die vorhandene
Rundung einfach abschneiden. Für die längere Version – so wie ich sie hier
mache – bleibt die Rundung bestehen und wir schlagen den Saum um.

Ich drehe die Hose auf die linke Stoffseite. Das ist
nicht zwingend notwendig (in der deutschen Version habe ich es anders gemacht),
aber wir machen es hier einfach so. Stecke den Saum zuerst auf einer Seite
fest, dann auf der anderen. Der Umschlag beträgt 3 cm. Vergiss nicht,
auch die Mitte zu kontrollieren.

Prüfe alles noch einmal – perfekt muss es nicht
sein, aber schön gleichmäßig sollte es wirken. Dann schlägst du die Hose wieder
zurück auf die rechte Seite, denn von innen näht es sich leichter. Du kannst
den Saum vorher auch bügeln, aber notwendig ist es nicht.

Jetzt nähen wir den Saum einmal rundherum fest – mit
3 cm Nahtzugabe.

Fertigstellung

Und das war’s! Deine Hose ist fertig. Ich freue mich
riesig über das Ergebnis – sie sieht fantastisch aus. Gib dem Saum noch einen
kurzen Bügelstoß, dann sitzt alles perfekt.

Herzlichen Glückwunsch, du bist fertig! Ich hoffe,
du teilst deine Werke auf Facebook, Instagram oder überall sonst, wo du
unterwegs bist. Vergiss nicht, den Hashtag #frocksandfrolics zu
verwenden.

In der Indian Collection warten noch weitere
tolle Projekte auf dich: ein Rock, ein Top, die wunderschöne Grace-Bluse und
natürlich diese großartigen Hosen.

Ich freue mich darauf, dich bald wieder in einem
neuen Kurs zu sehen. Bis bald!

 

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