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BONNIE ROCK

BONNIE ROCK

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Normaler Preis €7,95 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €7,95 EUR
Sale Ausverkauft

Das Bonnie Stufenrock Schnittmuster bringt alles mit, was wir am Vintage‑Look lieben. Bonnie hat einen schwingenden Stufenrock mit Passe, und der Bund kombiniert eine glatte Vorderseite mit hübschen Schleifenbändern für eine zauberhafte Schleife im Rücken.

Das pdf Schnittmuster ist anfängerfreundlich und die Video‑Nähanleitung wartet schon auf dich. Einfach nach unten scrollen und loslegen.

 

Was ist beim Schnittmuster dabei?

  • Sofort-Download
  • Digitale PDF Schnittmuster
  • DIN A4 Format
  • eBook
  • Schritt für Schritt Video-Anleitungen

Design

• Stufenrock
• Der obere Rock ist ein Tellerrock
• Gummizug in der Taille mit flacher Vorderseite
• Optional lange Schleifenbänder

Stoffverbrauch

STOFFEMPFEHLUNGEN
Leichte gewebte Stoffe wie Leinen, Baumwolle, bedruckt oder unifarben, Spitze und
Verzierungen nach Wahl.

STOFFVERBRAUCH

  • Obermaterial: Du brauchst 75 cm – 110 cm je nach Größe
  • Gummiband: 40-47 cm
  • Vlieseline: 10 cm

Verfügbare Größen

Größe: 92-152, Alter 1-12

Bitte beachten

  1. Dies ist ein digitales Schnittmuster oder eine PDF-Datei, kein physisches Produkt. Die Zustellung erfolgt elektronisch über einen Download-Link an die beim Kauf verwendete E-Mail-Adresse. Zusätzlich kann das Schnittmuster von deinem Kundenkonto heruntergeladen werden.
  2. Um sicherzustellen, dass das Schnittmuster in seiner tatsächlichen Größe gedruckt wird, wird die Verwendung von Adobe Acrobat Reader empfohlen.
  3. Kleine Betriebe: Ich freue mich wenn meine Schnittmuster dir helfen, tolle Bekleidung für deine Kunden zu nähen. Industrielle Produktion ist untersagt.

Kunden werden ermutigt, Frocks & Frolics zu verlinken, wenn sie Projekte, die mit meinen Schnittmustern erstellt wurden, in sozialen Medien teilen.

@frocksandfrolics
#frocksandfrolics

Vollständige Details anzeigen

SCHRITT-FÜR-SCHRITT ANLEITUNG

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EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKT
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DAS SCHNITTMUSTER
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ZUSCHNITT
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DIE SCHLEIFENBÄNDER
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DAS BÜNDCHEN
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SEITENNÄHTE
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SPITZENSAUM
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ROCK UND PASSE ZUSAMMENNÄHEN
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ALL-IN-ONE-VIDEO

VIDEO TEXT

Schnittmuster vorbereiten

Transkript für das Video: Bonnie - Das Schnittmuster

Als Erstes musst du deine Schnittliste ausdrucken und deine Testskala nachmessen.
Die muss 5 cm sein oder für die Amerikaner 1 inch.
Es ist ganz wichtig, dass du in aktueller Größe druckst, also 100 %.

Die letzte Seite ist immer ein Plan, wie sich das Schnittmuster zusammensetzt.
Du hast fast immer mehrere Teile für ein Schnittteil.
Dafür gibt es die gestrichelten Linien, an denen wir das Muster zusammenkleben, bis wir das komplette Schnittteil haben.
Das ist ganz einfach, und jede Größe hat ihr eigenes Dokument.

Jetzt schneide ich das mal schnell aus und setze es zusammen.

Schnittteile im Überblick

Passe, Schleifenbänder, Bündchen

Da ist es schon.
Schauen wir uns die Teile etwas genauer an.

Wir haben:

  • den Kreis, das ist unsere Passe
  • die Schleifenbänder
  • das rückwärtige Bündchen, im Stoffbruch zugeschnitten
  • das vordere Bündchen, als ein Teil zugeschnitten

Auf dem vorderen Bündchen findest du Markierungen, wo die Schleifenbänder angesetzt werden.
Das ist wichtig, denn das Bündchen wird einmal auf die Hälfte gefaltet und davon wieder die Hälfte minus Nahtzugabe genommen.
Damit das nicht schiefgeht, habe ich euch Markierungen gesetzt.

Rockzuschnitt

Rechteck statt Schnittmuster

Für den Rock gibt es kein Schnittmuster, denn es ist nur ein Rechteck.
Auf Seite 6 deiner Anleitung findest du eine Tabelle, die dir genau zeigt, was du zuschneiden musst, um so viel Volumen zu bekommen wie hier.

Der Zuschnitt im Schuss reicht oft nicht aus.
Hier zum Beispiel sind es insgesamt 4 Meter.
Wenn der Stoff 140 cm breit liegt, kommst du nur auf 280 cm – das ist zu wenig.

Für Größe 6 oder 7 aufwärts, oder wenn du sehr viel Volumen möchtest, solltest du nicht im Schuss, sondern entlang der Webkante zuschneiden.

Wenn du entlang der Webkante zuschneidest, hast du volle Kontrolle über die Länge.
Für mich gilt:
Zwischen 3 und 4 Metern, je nach Größe, ist perfekt.
Für größere Größen auf jeden Fall 4 Meter.

Hast du eine kleinere Größe und dein Stoff ist 140 cm breit, kannst du natürlich auch im Schuss zuschneiden – zwei Stücke, und fertig.

Weiter geht’s

Zuschneiden im nächsten Kapitel

Gut, dann wollen wir jetzt zuschneiden.
Das machen wir im nächsten Kapitel.

Tschüss, bis gleich.

Den Rock zuschneiden

Transkript für das Video: Bonnie - Zuschnitt

Materialien für das Röckchen

Als Stoffe habe ich mir für dieses Röckchen Michael Millers neue Kollektion ausgesucht.
Wir haben:

  • Gaze mit kleinen Pünktchen
  • einen Doppel‑Gauze
  • die Rosalinda‑Kollektion für die Passe
  • das Bündchen
  • ein Gummi, 4 cm breit
  • und natürlich passendes Garn

Dann kann es jetzt losgehen.

Wichtige Hinweise zum Zuschnitt

Warum die Richtung entscheidend ist

Ich erkläre es noch einmal mit dem Röckchen, denn wir haben ja in der Anleitung die Maße dafür.
Es ist ganz wichtig – insbesondere dann, wenn du genau diesen Stoff besorgt hast, weil du ihn so schön findest – dass du richtig zuschneidest.

In meiner Tabelle finde ich für die Größe 7–8 die Breite von 27 cm.
Dieser Stoff liegt aber nur 106 cm breit.
Das heißt: Ich bekomme auf gar keinen Fall dieses wunderschöne Blumenmuster komplett hinein.

Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht in der Breite (Schuss) zuschneiden, sondern entlang der Webkante.

Gaze verliert beim Einreihen sehr viel Volumen – da bleibt fast nichts übrig.
Bei normal gewebter Baumwolle sieht man die Rüschen viel deutlicher.
Bei Gaze verschwinden sie fast.

Hier kannst du sehen:
Ich habe meine eigene Anleitung nicht gut genug gelesen und einfach zugeschnitten.
Dann hatte ich insgesamt 2,12 m – viel zu wenig.
Ich musste mein Röckchen aus vier Bahnen nähen.
Das war kompliziert, denn man will ja keine Naht direkt vorne in der Mitte haben.

Deshalb wirklich mein Rat:
Mach es nicht so wie ich.

Wenn dein Stoff nur 106 cm breit liegt, schneidest du das Röckchen entlang der Webkante zu – in den Maßen, die in deiner Anleitung stehen.

Wie viel Stoff du brauchst

Empfehlungen für verschiedene Größen

Ich würde sagen:

  • 1,40 m Länge ist immer ideal
  • bis 2 m für Gaze, weil er so viel Volumen verliert

Für Gaze brauchst du mindestens 1,40 m, je nach Geschmack.
Es ist auch eine Stilfrage:
Manche mögen weniger Volumen, andere mehr.

Das Mädchen, das für mich gemodelt hat, trägt Größe 7–8.
Ihr Stoff war 1,40 m breit, und das hat wunderbar funktioniert.

Zuschnitt vorbereiten

Webkante entfernen und Passe ausschneiden

Wenn du den Rock zugeschnitten hast, schneidest du die Webkante ab.
Ich habe oft gedacht, sie verliert sich in der Nahtzugabe – aber nein.
Man hat später einen weißen Streifen.
Also: Webkante immer abschneiden.

Jetzt habe ich hier mein Röckchen und stecke es fest, dann wird es ausgeschnitten.

Ein guter Tipp:
Du hast hier einen tollen Tellerrock.
Du kannst einfach die Länge erweitern und ein kurzes Teller‑Röckchen daraus machen – ganz ohne extra Schnittmuster.

Wir werden diesen Sommer viele kleine Hacks für die Vintage‑Kollektion machen.

Passe zuschneiden

Kreis sauber ausschneiden

Wenn ich die Mitte ausschneide, mache ich es wie beim Fisch filetieren:
Die Lage liegt ganz flach, und ich schneide einmal rundherum.

Das war die Passe.

Du hast im eBook einen Zuschnittplan, aber ich muss ehrlich sagen:
Ich habe immer so viel Stoff herumliegen, ich schneide einfach so aus, dass ich möglichst wenig verbrauche.
Ich falte nur so weit um, wie ich es brauche.
Den Plan benutze ich eigentlich nie.

Für Anfänger ist er hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.

Bündchen und Vlieseline

Vorder- und Rückteil vorbereiten

Das Bündchen wird im Stoffbruch zugeschnitten.
Das Vorderbündchen wird nicht im Stoffbruch zugeschnitten – das brauchen wir nur einmal.
Es sitzt später in der Mitte.

Dafür brauchst du Vlieseline, die auf eine Hälfte oder das ganze Teil aufgebügelt wird – je nachdem, wie leicht deine Vlieseline ist.

Ich hatte keine mehr zur Hand (Sommer 2020/2021, alle im Homeoffice), also habe ich Streifen von meiner Rolle benutzt.
Diese Vlieseline ist richtig dick, da brauche ich nicht das ganze Teil zu bekleben.

Ich habe zwei Streifen geschnitten und aufgebügelt.

Schleifenbänder

Länge anpassen und Gaze vorbereiten

Ich wollte meine Schleife gern vorne an der Seite haben.
Deshalb habe ich mein Schleifenband etwas länger gemacht, damit es genug Länge zum Wickeln hat.

Du musst das nicht machen – du kannst dich ans Schnittmuster halten.

Ich habe 90 cm zugeschnitten.
Gaze kann man auseinanderziehen, man verliert ein paar Millimeter durch die Struktur, aber das finde ich nicht schlimm.

Ich habe die Gaze auseinandergezogen, gebügelt und hatte dann superleichte Schleifenbänder – perfekt für den Look.

Gummi vorbereiten

Breite anpassen und Bewegungsraum prüfen

Als Nächstes schneide ich mein Gummi zu.
Es soll 4 cm breit sein.
Ich hatte nur 2,4 cm – das ist etwas schmal.

Ich messe es nach Anleitung ab und schneide es etwas schmaler.
Das geht problemlos, es franst nicht aus.

Wenn du ein 3‑cm‑Gummi hast und oben und unten absteppen möchtest, sind 3 cm Bündchenhöhe ideal.
Das Bündchen muss sich bewegen können.

Du kannst bis zu 1 cm Bewegungsraum haben – das ist völlig in Ordnung.

Jetzt schauen wir uns das schnell an, damit du siehst, wie viel Platz da ist.

Weiter geht’s

Jetzt wird genäht

Jetzt können wir gleich loslegen und mit dem Annähen beginnen.

Bis gleich.

Schleifenbänder nähen

Transkript für das Video: Bonnie - Die Schleife

Zusammennähen und ausformen

Als Nächstes müssen wir unsere Schleifenbänder zusammennähen.
Die rechte Stoffseite, also die Stoffoberseite, liegt innen.
Du kannst dir an der Spitze eine schöne Rundung stecken, damit es nicht ganz gerade wird – das sieht später hübscher aus.
Unten natürlich genauso.

Ein paar Stecknadeln reichen völlig aus, denn es ist ein gerades Teil, da kann sich nicht viel verziehen.

Genäht wird mit 1 cm Nahtzugabe oder füßchenbreit – beides funktioniert.
Stichlänge 2,5.
Du kannst dein Füßchen an der Stoffkante ausrichten oder an der 1‑cm‑Markierung deiner Maschine.

Wir nähen bis zum Ende.
Wenn wir den Stoff wenden, muss die Nadel im Stoff stecken.
Ganz unten stellen wir die Stichlänge auf 1,0 und nähen eine kleine Rundung – kein spitzer Winkel, sondern ein kleines Köpfchen.
So lässt sich die Spitze später viel schöner ausformen.

Schleifenband wenden

Spitze sauber ausarbeiten

Jetzt wenden wir das Schleifenband.
Du kannst dafür einen Bleistift nehmen.

Ich drücke die Spitze zuerst mit dem Daumen hinein, dann schiebe ich den Bleistift hinterher.
Das kennt ihr alle – braucht man kaum erklären.

Jetzt kann ich die Kanten gut herausarbeiten.
Dort, wo sie etwas hervorstehen, forme ich sie mit einer Stecknadel sauber in die Naht hinein.
Weil ich hier keine spitze Ecke habe, sondern eine Rundung, funktioniert das wunderbar und ergibt eine tolle Form.

Jetzt wird alles schön gebügelt.

Absteppen der Schleifenbänder

Doppelter Faden für perfekte Spitzen

Damit die Spitze richtig schön aussieht und nicht dieses typische kleine „Schläuchlein“ bildet oder von der Maschine gefressen wird, ziehen wir jetzt einen doppelten Faden durch die Spitze.
Damit halten wir den Stoff in Position – das hilft enorm.

Bitte nicht auf die Nadel schauen, sondern auf die Markierung am Füßchen und die Stoffkante.
Beides muss in Einklang bleiben.

Ich nähe bis zur Kante, Nadel runter, Füßchen hoch, wenden, Füßchen wieder runter und weiter nähen.

Die Fäden halte ich fest, damit nichts verrutscht.
Nicht ganz bis in die Spitze nähen – nicht zu gierig werden.

Jetzt kann ich von hinten an den Fäden ziehen und bekomme dadurch einen wunderschönen Abschluss.
Ich habe richtig Zug drauf – vielleicht habt ihr es gesehen.

Dann nähe ich so schnell wie möglich bis zum Ende.
Manchmal ist schnelles Nähen einfacher als langsames – bei mir passieren bei langsamem Nähen eher Fehler.

Am Ende verriegeln.

Abschluss

Bügeln und weiter zum Bündchen

Jetzt wird noch einmal schön gebügelt.
Wir schauen uns unsere Arbeit an und sagen: „Mensch, sieht gut aus.“

Das war’s auch schon.
Wir können jetzt gleich mit unserem Bündchen weitermachen – im nächsten Kapitel.

Bis gleich.

Das Bündchen nähen

Transkript für das Video: Bonnie - Das Bündchen

Jetzt werden wir unser Bündchen nähen.
Die Vlieseline ist bereits zugeschnitten, sie muss nur noch aufgebügelt werden.

Dazu legst du sie schön in die Kante hinein und achtest darauf, dass die Klebeseite nach unten zeigt.
Dann wird sie aufgebügelt.
Du brauchst hier eigentlich keinen Dampf – meine Rowenta ist wirklich super, die bekommst du auch in meinem Amazon‑Shop. Ich habe da mal investiert, und sie funktioniert ganz toll.

Schleifenbänder positionieren

Exakte Platzierung für ein schönes Ergebnis

Als Nächstes bringen wir die Schleifenbänder an.
Achte darauf, dass sie in der richtigen Position sitzen.

Du kannst:

  • das Schnittmuster zur Hilfe nehmen
    oder
  • einfach 1 cm von der Unterkante hochmessen und die Schleife zentral zur Bügelfalte anlegen

Ein paar Stecknadeln vertikal zur Naht reichen völlig aus.
Die Spitzen können auf beiden Seiten in dieselbe Richtung zeigen – bei schmalen Bändern ist das nicht so wichtig, bei breiten Schleifen schon eher.

Ich lege die zweite Schleife ebenfalls zentral an und stecke sie fest.
Dann kontrolliere ich, ob beide Seiten gleich aussehen.
Wenn nicht, einfach noch einmal korrigieren.

Bündchenteile zusammennähen

Vorder- und Rückteil verbinden

Jetzt kann ich das vordere und rückwärtige Bündchen anlegen.
Ich stecke ein paar Nadeln und nähe alles mit 1 cm Nahtzugabe zusammen – natürlich beidseitig.

Wenn das erledigt ist, wird die Oberkante des Bündchens gleich abgekettelt.
Das macht Sinn, wenn man sowieso an der Maschine sitzt.

Die Naht wird zur vorderen Mitte hin gebügelt.

Markierungen setzen

Orientierung für das spätere Annähen

Jetzt markieren wir:

  • vordere Mitte
  • rückwärtige Mitte

Dann öffne ich das Bündchen so, dass die beiden Markierungen aufeinanderliegen.
So bekomme ich die Position der „Seitennaht“, obwohl wir keine echte Seitennaht haben.

Dasselbe markiere ich auf der Passe.
Am besten dort, wo der Stoff am straffsten ist – das ist die Seite.
Dort, wo er am schönsten fällt, ist die Mitte.

Damit ich nichts verwechsle, habe ich auf beiden Seiten kleine Einschnitte gemacht und zusätzlich mit Textilstift markiert.

Diese Markierungen solltest du auch auf die Außenkante übertragen – das erleichtert später das Annähen des Rocks.

Bündchen an die Passe nähen

Von der Bündchenseite aus arbeiten

Jetzt können wir das Bündchen an die Passe nähen.

Wir beginnen an der vorderen Mitte.
Rechts auf rechts wird das Bündchen oben aufgelegt.

Bitte von der Bündchenseite aus stecken – das ist beim Nähen viel einfacher.
Von der anderen Seite wirkt es oft so, als hätte man zu viel Stoff.
Das ist normal.

Ein paar Nadeln reichen.

Genäht wird mit 1 cm Nahtzugabe.
Die Nahtzugabe zeigt zur vorderen Mitte, nicht zur hinteren – wegen der Schleifenbänder.

Verriegeln – und das war’s.

Bündchen vorbereiten

Abketteln, Bügeln, Falten

Ich habe mein Bündchen bereits abgekettelt.
Jetzt zeige ich dir, wie wir gleich weiterarbeiten.

Ich lasse die Overlockkante ein kleines Stück überstehen.
Du kannst sie auch einschlagen, aber das wird knapp für ein 4‑cm‑Gummi.
Dann wäre ein 3‑cm‑Gummi besser geeignet, wenn du beidseitig absteppen möchtest.

Das Bündchen muss sich bewegen können – das ist wichtig.

Jetzt bügeln wir die Naht in das Bündchen hinein.
Dabei können wir auch gleich die Nahtzugabe mitbügeln.

Die obere Kante muss ebenfalls abgekettelt sein – das hatte ich gefilmt, aber nicht gespeichert, deshalb erwähne ich es hier noch einmal.

Jetzt falten wir das Bündchen nach unten und stecken es fest.
Die vordere Mitte bleibt offen – die schließen wir später.

Bündchen feststeppen

Im Nahtschatten nähen

Weil es ein Tellerrock ist, versucht der Stoff immer, sich herauszuziehen.
Deshalb ist gutes Stecken wichtig – viele Nadeln, vertikal zur Naht.

Jetzt nähen wir im Nahtschatten fest.

Ich beginne am rückwärtigen Bündchen und nähe einmal rundherum.
Ich lege die Kante an die Naht und nähe genau im Schatten – dafür gibt es spezielle Füßchen, aber ich finde es wichtig, das auch ohne zu können.

Am Ende verriegeln.

Man sollte von der einen Naht gar nichts sehen – das sieht richtig edel aus.

Gummi einziehen

Länge bestimmen und fixieren

Jetzt ziehen wir das Gummi ein.

Ich habe es nach Tabelle zugeschnitten.
Du nimmst das Maß, das zur Taillenweite des Kindes passt – egal ob 2, 5 oder 8 Jahre alt.

Das Gummi soll schön sitzen und nicht lapidar herumhängen.

Ich ziehe das Gummi so weit ein, dass es mit der Nahtzugabe abschließt, und fixiere es mit Stecknadeln.
Auf der anderen Seite lasse ich 1 cm überstehen.

Dann messe ich nach:
Für Magdalena sind es 58 cm Taillenweite.
Ich möchte, dass es etwas fester sitzt, also ziehe ich 2 cm mehr heraus, lasse aber das extra Gummi stehen – falls es der Mama zu eng ist.

Jetzt nähe ich das Gummi fest:

  • einmal runter
  • einmal hoch
  • wie in der Anleitung gezeigt

Dann nähe ich im Nahtschatten weiter, damit das Bündchen sauber sitzt.

Abschluss

Weiter geht’s mit dem Rock

Das war’s auch schon für das Bündchen.
Jetzt müssen wir nur noch unseren Rock nähen und anschließend annähen.

Bis gleich im nächsten Kapitel.

Die Seitennähte schließen

Transkript für das Video: Bonnie - Die Seitennähte schließen

Jetzt nähen wir die Seitennähte.
Normalerweise würde ich sagen: zusammennähen und abketteln.
Aber da ich hier Gaze benutze, die ja aus zwei Lagen besteht und dadurch etwas dicker ist, habe ich die Nähte lieber zuerst abgekettelt und werde sie anschließend auseinanderbügeln.

Ich mache dasselbe auf der anderen Seite:
Die Seiten werden rechts auf rechts gelegt, festgesteckt und dann an der Nähmaschine zusammengenäht.

Das ist ein ganz schneller Schritt – einfach auf 1 cm Nahtzugabe anlegen und nähen.

Naht ausarbeiten

Erst nähen, dann bügeln

Man sollte eine Naht immer erst nähen und dann bügeln.
Bei manchen Stoffen ist es nicht unbedingt notwendig, aber die Naht sieht einfach besser aus, wenn sie gebügelt wurde.

Danach bügle ich die Naht auseinander.

Ich benutze hier wieder mein Schneidergewicht – das ist total super.
Man drückt es einfach auf die Naht, und dann hat man die flachste Naht überhaupt.
Du kannst wirklich den Unterschied sehen zwischen „nur bügeln“ und „mit Gewicht bügeln“.

Mein Gewicht kommt aus New York, aber ich denke, man kann so etwas auch in Deutschland bekommen.

Weiter geht’s

Nächstes Kapitel: Saum nähen

Jetzt können wir gleich weitermachen mit dem nächsten Kapitel, in dem wir den Saum nähen.

Bis gleich.

Saum mit Spitze nähen

Transkript für das Video: Bonnie - Saum mit Spitze

Jetzt können wir unseren Saum fertig machen. Du kannst entweder nur abketteln und das Ganze annähen, oder du kannst den Saum einschlagen, hochschlagen und dann annähen – das geht natürlich auch.

Aber ich möchte euch hier noch einmal zeigen, wie man das mit Spitze macht, weil ich diese Verarbeitung einfach wunderschön finde.
Die Spitze sollte so sitzen, dass sie im Saum verschwindet, aber unten ein kleines bisschen hervorsteht.
Das sieht traumhaft aus.

Wie funktioniert das?

Die Spitze wird einfach rechts auf rechts an die Stoffkante angenäht.
Dann wird der Saum untergeschoben oder gerollt – wie du es nennen möchtest.
So (ohne Rollen) würde es nicht gut aussehen.
So (mit Rollen) sieht es toll aus.

Die Distanz ist bei meiner Spitze etwa 2,5 cm – perfekt.

Ich nehme die Spitze wieder ab und stecke sie nur an einer Stelle, nämlich an der Seitennaht.
Die Spitze muss rechts auf rechts liegen, also darauf achten, dass die rechte Seite der Spitze auf dem Rocksaum liegt.

Dann schlage ich das Ende ein, damit es später sauber aussieht, wenn die andere Seite darüberkommt.
Einfach ein bisschen überlappen lassen – das sieht super aus.

Spitze annähen

Sicher, sauber und anfängertauglich

Jetzt nähe ich das Ganze an.
Ich kann durch die Spitze hindurchsehen und lege mein Füßchen an die Stoffkante des Rocks, die ich darunter erkennen kann.

Anschließend wird alles abgekettelt.

Wenn du schon sehr gut nähen kannst, seit 30 Jahren oder so, kannst du das natürlich gleich an der Overlock machen.
Aber wenn du erst seit einer Woche nähst, würde ich dir empfehlen, es so zu machen wie ich hier.
Dann kannst du nicht aus Versehen etwas abschneiden.

Das Overlock‑Messer ist wirklich scharf, und wenn man sich auf die Distanz konzentriert, kann es passieren, dass man in den Stoff schneidet.
Mir ist das selbst schon passiert.

An der Stelle, wo sich die Spitze überlappen soll, lassen wir sie einfach ein bisschen überlappen und verriegeln.
Dann schneiden wir den Überstand ab – sieht richtig schön ordentlich aus.

Du kannst die Spitze jetzt noch zusammennähen, wenn du möchtest.
Ich mache das hier nicht – es ist nicht unbedingt notwendig.

Abketteln

Sauberer Abschluss an der Overlock

Jetzt geht es an die Overlock, und das Ganze wird einmal rundherum abgekettelt.
Ich schneide ein kleines bisschen ab, damit die Kante schön ordentlich aussieht.

Ich benutze hier meine Brother 1034D.
Das ist die Overlock, die ich eigentlich immer benutze.
Ich habe schon mehrere davon gekauft für die Schulen, in denen ich gearbeitet habe.
Sie ist robust, macht genau das, was sie soll, und kostet nicht 800 Euro, sondern eher um die 200 Euro.

Eine tolle Maschine – perfekt für zu Hause.
Wenn du gerade erst angefangen hast zu nähen, würde ich dir wirklich empfehlen, dir so eine zuzulegen.
Sie macht alles viel schöner, und Abfackeln ist einfach nicht so hübsch.

Saum rollen und bügeln

Der Moment, in dem die Magie passiert

Als Nächstes wird der Saum heruntergeschoben.
Schau mal, wie schön das ist.

Ich habe die Spitze etwas zu weit überlappen lassen – das schneide ich noch ein bisschen zurück.

Jetzt kommt der Clou:
Wir schieben den Saum herunter, bis er an der richtigen Stelle der Spitze sitzt, und dann wird gebügelt.

Natürlich wieder mit dem Schneidergewicht.
Ein Holzklotz oder ein Buch tut es auch, aber ich mag mein Gewicht sehr.
Das Nadelkissen obendrauf finde ich auch niedlich.

Dann wird weiter gebügelt, bis wir einmal herum sind.

Wer schon länger näht, braucht vielleicht keine Stecknadeln.
Anfänger dürfen gern welche benutzen.

Die Bügelunterlage ist von Cottage Lane in New York – reine Wolle, funktioniert super.

Saum festnähen

Gleichmäßige Naht dank Führungshilfe

Jetzt kommt der letzte Schritt.

Ich gehe rüber zur Nähmaschine und nähe den Saum fest.
Dazu habe ich noch einen Tipp:

Ich habe hier diese kleine Stange – ich weiß wirklich nicht, wie sie auf Deutsch heißt.
Wenn ihr es wisst, sagt es mir bitte.

Man steckt sie durch das Loch im Füßchen, dreht sie fest, und dann kann man sie an die Stoffkante setzen.
Damit hat man immer die gleiche Nahtzugabe – super praktisch.

Bei Pfaff‑Maschinen ist das meistens dabei.

Pfaff verkauft nicht über Amazon, sondern nur über Händler, damit sie die Maschinen auch reparieren können.
Das ist sinnvoll.

Die alten Pfaff‑Maschinen waren besser, aber auch die neuen sind immer noch viel besser als die meisten anderen Maschinen, die ich als Lehrerin benutzt habe.

Weiter geht’s

Der Rock wird angenäht

Damit sind wir fertig mit diesem Kapitel.
Jetzt können wir weitermachen und den wunderschönen Rock an die Passe nähen.

Den Rock an die Passe nähen

Transkript für das Video: Bonnie - Den Rock an die Passe nähen

In diesem Kapitel nähen wir den Rock an die Passe und nähen unsere Einreihfäden ein. Sie geben dem Bonnie‑Rock sein schönes Volumen.
Dieser Schritt braucht ein bisschen Geduld, weil die gleichmäßige Verteilung der Kräuselung das Endergebnis wirklich beeinflusst.
Hier zählt Genauigkeit mehr als Geschwindigkeit.

Einreihfäden einnähen

Als Erstes nähst du zwei parallele Reihen mit langer Stichlänge an die obere Kante des Rocks.
Nimm die längste Stichlänge, die deine Maschine hat, und leg den Stoff mit der rechten Seite nach oben unter die Maschine.

Die erste Naht nähst du etwa eine halbe Füßchenbreite von der Stoffkante entfernt.
Die zweite Naht nähst du parallel dazu, wieder etwa eine halbe Füßchenbreite daneben.

Diese beiden Reihen dienen später als Kräuselfäden.
Ein kontrastfarbener Unterfaden hilft dir später, die richtigen Fäden zu finden und zu ziehen.

Lass an beiden Enden lange Fadenenden stehen und verriegle nicht.

Rock und Passe vorbereiten

Markierungen setzen

Bevor du kräuselst, markiere die vordere Mitte des Rocks.
So stellst du sicher, dass alles korrekt an die Passe ausgerichtet wird.

Diese Markierung wird mit der vorderen Mitte der Passe zusammengelegt.
Das ist wichtig, damit sich die Kräuselung später gleichmäßig verteilt.

Steck die Mitte fest.
Dann steckst du weitere wichtige Punkte wie Seitenmarkierungen oder Viertelmarkierungen.
Vertikale Stecknadeln helfen, alles sauber auszurichten.

Wenn dein Stoff nicht breit genug ist und du zusätzliche Bahnen brauchst, achte darauf, dass keine Naht in der vorderen Mitte landet – besonders bei Mustern oder Stoffen mit Richtung.

Kräuseln und Verteilen

Gleichmäßig und ohne Hektik

Jetzt ziehst du vorsichtig an den Unterfäden, um die Kräuselung zu bilden.
Zieh immer an beiden Fäden gleichzeitig und schiebe den Stoff langsam zusammen.
Nicht hetzen – ungleichmäßige Spannung führt zu Knubbeln.

Arbeite abschnittsweise.
Verteile die Kräuselung mit den Fingern oder einer Stecknadel gleichmäßig zwischen deinen Markierungen.

Das Ziel ist eine gleichmäßige Dichte rund um den ganzen Rock.

Wickle die Fadenenden in einer Acht um eine Stecknadel, damit nichts verrutscht.

Mach weiter, bis der Rockumfang genau zur Passe passt.

Rock an die Passe stecken

Wenn die Kräuselung gleichmäßig verteilt ist, steckst du den Rock an die Passe – beginnend an der vorderen Mitte.

Arbeite dich nach außen vor und verbinde alle Markierungen miteinander.
Steck die Nadeln vertikal, damit nichts verrutscht.

Achte darauf, dass keine Stofflagen unbemerkt umklappen oder eingeklemmt werden.

Letzte Kontrolle vor dem Nähen

Bevor du nähst, kontrolliere noch einmal die Verteilung der Kräuselung.
Mit einer Stecknadel kannst du kleine Ungleichmäßigkeiten noch verschieben.

Die Kräuselung muss nicht perfekt aussehen – wichtig ist, dass sie am Ende gleichmäßig wirkt.

Achte darauf, dass die Passe flach liegt und keine Falten darunter entstehen.

Rock an die Passe nähen

Von der Rockseite aus nähen

Nähe von der Rockseite aus, damit du die Kräuselung gut kontrollieren kannst.

Halte die Nahtzugabe gleichmäßig und korrigiere die Kräuselung während des Nähens immer wieder mit den Fingern oder einer Stecknadel.

Nimm die Nadeln erst heraus, wenn du direkt davor bist.

Wenn etwas ungleichmäßig aussieht, kurz stoppen, korrigieren und erst dann weiternähen.

Dieser Schritt entscheidet über die endgültige Form des Rocks – also lieber sorgfältig arbeiten.

Versäubern der Naht

Wenn die Naht fertig ist, versäuberst du sie mit der Overlock oder dem Zickzackstich.

Achte darauf, nicht in die Passe zu schneiden.
Halte die Stofflagen flach und gut kontrolliert.

Am Ende leicht überlappen, damit die Naht gesichert ist.

Danach kannst du die sichtbaren Kräuselfäden vorsichtig entfernen.
Mit kontrastfarbenem Faden geht das besonders leicht.

Letzte Schritte und Bügeln

Schüttle den Rock einmal gut aus, damit sich die Kräuselung entspannt.

Kontrolliere die Naht – die Fülle sollte überall gleichmäßig verteilt sein.

Jetzt sieht der Rock schon fast so aus wie im fertigen Zustand.

Wenn nötig, leicht bügeln – aber nicht plattdrücken, sonst verlierst du Volumen.

Optionale Deko

Du kannst entlang der Naht noch eine Zackenlitze oder ein anderes Band annähen.
Dafür eignet sich ein Zickzackstich.
Achte darauf, dass das Band genau über der Naht sitzt – das sieht am saubersten aus.

Abschließende Hinweise

Damit ist der Rock komplett an die Passe genäht und die Kräuselung fertig.
Die restlichen Schritte sind nur noch Feinarbeit.

Bonnie Rock: Wie man den Rock näht

Transkript für das Video: Bonnie Rock - All-in-One-Video

Ich möchte euch unser Bonnie‑Röckchen vorstellen. Unser Bündchen ist vorne flach und hinten haben wir Gummi eingezogen. Dann habe ich hier eine runde Passe, das ist einfach nur ein Kreis, die passt super an das Bündchen ran. Dann habe ich Zickzacklitze auf die Naht gelegt und der Rock ist super, super weit hier in diesem Beispiel. Und dann habe ich natürlich auch einen tollen Trick für den Saum und den möchte ich euch gerne zeigen. Der ist total anfängertauglich, also traut euch ruhig, das ist wirklich kein Problem, sieht ganz, ganz schnuckelig aus, macht alles so ein bisschen schöner.

Meine Schleifenbänder habe ich etwas länger gemacht hier in diesem Beispiel, denn ich will sie nach vorne wickeln. Das heißt, hinten überschlagen sie sich einmal und dann vorne rechts wird verknotet und die Schleife gebunden. Und deshalb sind sie bei mir 90 Zentimeter lang. Im Schnittmuster sind sie etwas kürzer, weil man ja nicht unbedingt umwickeln will. Möchtest du das auch machen, dann mach 90 cm.

Die Stoffe, die ich hier benutzt habe, sind zum einen für den Rock ein gepunkteter Stoff von Michael Miller aus seiner Baby‑Basics‑Kollektion, ganz neu, liegt 106 cm breit. Und dann für meine Passe und das Bündchen habe ich die Rosalinda‑Kollektion benutzt, auch von Michael Miller und auch 106 cm breit. Also, dann kann es losgehen mit unserem Röckchen.

Schnittmuster vorbereiten

Als Erstes musst du dein Schnittmuster ausdrucken und deine Testskala nachmessen. Die muss fünf Zentimeter sein oder für die Amerikaner natürlich ein Inch. Und es ist ganz wichtig, dass du in aktueller Größe druckst, 100 %. Die letzte Seite ist immer ein Plan, wie sich das Schnittmuster zusammensetzt. Du hast ja immer mehrere Teile für ein Teil – nicht immer, aber fast immer. Da haben wir dann diese gestrichelten Linien, an denen wir das zusammensetzen können, sodass wir dann unser gesamtes Schnittmuster bekommen.

Schauen wir uns die Teile mal ein bisschen genauer an: Wir haben zum einen den Kreis, das ist unsere Passe. Dann haben wir die Schleifenbänder und hier unser rückwärtiges Bündchen, natürlich auch im Stoffbruch zugeschnitten. Und das vordere Bündchen, das ist als ein Teil zugeschnitten. Und wir haben Markierungen darauf, wo wir unsere Schleifenbänder ansetzen müssen. Es ist nicht immer so einfach, wie es aussieht, denn wir falten ja das Bündchen einmal auf die Hälfte und davon dann die Hälfte minus Nahtzugabe. Und weil das leicht daneben geht, habe ich euch Markierungen dort angesetzt.

Schleifenbänder nähen

Als Nächstes müssen wir jetzt erstmal unsere Schleifenbänder zusammennähen. Die rechte Stoffseite oder Stoffoberseite liegt jetzt innen. Du kannst dir hier auch eine schöne Kante stecken, sodass es nicht ganz gerade ist. Unten ist das natürlich auch schön. Ein paar Stecknadeln reichen völlig aus, denn es ist ja gerade, da kann sich nicht viel verziehen.

Wir nähen das zusammen mit einer Nahtzugabe von einem Zentimeter oder auch füßchenbreit, das geht natürlich auch. Stichlänge 2,5. Nadel runter. Wenn man den Stoff wendet, muss natürlich die Nadel im Stoff stecken. Und ganz unten bitte Stichlänge auf 1 runterstellen und dann eine kleine Rundung nähen, also nicht eine scharfe Spitze, sondern ein Köpfchen. Dadurch kann ich das später viel besser ausformen und bekomme ein wunderschönes Ende.

Schleifenbänder positionieren

Als Nächstes bringen wir die Schleifenbänder an. Du musst natürlich aufpassen, dass sie in der richtigen Position sitzen. Dazu kannst du das Schnittmuster nehmen oder einfach 1 cm von der Unterkante hochmessen und dann deine Schleife zentral zur Bügelfalte anlegen. Ein paar Stecknadeln vertikal zur Naht, damit man sie nicht rausziehen muss. Die Spitze kann auf beiden Seiten in dieselbe Richtung zeigen – macht hier wirklich nicht viel aus.

Bündchen zusammennähen

Jetzt kann ich mein rückwärtiges Bündchen anlegen. Ich stecke ein paar Nadeln rein und dann wird das mit 1 cm Nahtzugabe zusammengenäht. Das macht sich gut, wenn man sowieso an der Maschine sitzt. Die Naht wird jetzt zur vorderen Mitte hin gebügelt. Du solltest dieselben Markierungen auch auf die Außenkante übertragen, damit es später einfacher ist, wenn du deinen Rock annähst.

Bündchen an die Passe nähen

Als Nächstes können wir jetzt unser Bündchen an die Passe nähen. Wir fangen an der vorderen Mitte an. Das wird rechts auf rechts aufgelegt. Steck bitte vom Bündchen her – das ist wesentlich einfacher zu nähen als von der anderen Seite. Da wirkt es oft so, als hättest du zu viel Stoff. Das passiert einfach.

Jetzt wird das mit der Nahtzugabe von 1 cm zusammengenäht. Die Nahtzugabe muss zur vorderen Mitte zeigen, nicht zur hinteren, weil wir die Schleifenbänder drin haben. Danach wird alles gebügelt.

Ich habe mein Bündchen schon abgekettelt. Ich lasse die Overlockkante ein bisschen überstehen. Du kannst sie auch einschlagen, aber das wird knapp für ein 4‑cm‑Gummi. Dann wäre ein 3‑cm‑Gummi besser geeignet. Jetzt bügeln wir die Naht ins Bündchen hinein und stecken es rundherum fest, die vordere Mitte bleibt offen.

Gummi einziehen

Jetzt nähen wir im Nahtschatten fest. Dann können wir das Gummi einziehen. Es sollte so weit eingezogen werden, dass es mit der Nahtzugabe abschließt. Auf der anderen Seite sollte es etwa 1 cm überstehen. Dann messen wir nach. Für Magdalena in Virginia sind das 58 cm. Ich mache es ein bisschen enger und lasse aber extra Gummi stehen, falls es der Mama zu eng ist.

Dann nähen wir das Gummi fest – einmal runter, einmal hoch – und das Bündchen ist fertig.

Seitennähte nähen

Jetzt nähen wir die Seitennähte. Normalerweise würde ich sagen: zusammennähen und abketteln. Aber da ich hier Gaze benutze, die zwei Lagen hat, ist es etwas dicker. Deshalb habe ich zuerst abgekettelt und werde die Nähte auseinanderbügeln. Mit dem Schneidergewicht wird die Naht richtig schön flach.

Saum mit Spitze

Jetzt können wir unseren Saum fertig machen. Du kannst abketteln und annähen oder einschlagen und annähen. Aber ich zeige dir die Variante mit Spitze, weil sie so schön ist. Die Spitze wird rechts auf rechts an die Stoffkante genäht. Dann wird alles abgekettelt. Wenn du Anfänger bist, mach es so wie ich, damit du nicht aus Versehen etwas abschneidest.

Danach wird der Saum heruntergeschoben, bis er an der richtigen Stelle der Spitze sitzt, und gebügelt. Mit dem Schneidergewicht wird die Kante richtig schön scharf. Dann nähen wir alles fest. Ich benutze dafür eine kleine Stange am Nähfuß, die mir die Nahtzugabe vorgibt.

Rock kräuseln und annähen

Jetzt sind wir im letzten Kapitel. Wir ziehen unsere Kräuselfäden ein. Ich nehme roten Unterfaden, damit ich später leicht sehe, was ich rausziehen muss. Wir nähen zwei Reihen mit langer Stichlänge, eine halbe Füßchenbreite von der Kante entfernt und eine weitere daneben.

Dann markiere ich die vordere Mitte von Passe und Rock und lege alles aufeinander. Ich arbeite mich von Markierung zu Markierung. Die Kräuselung ziehe ich über die Stecknadel. Dann verteile ich die Rüschen gleichmäßig und stecke alles fest.

Beim Nähen ist es wichtig, dass die Passe sich nicht hochschiebt. Immer schön flach halten. Dann nähen wir alles zusammen, ketteln ab und ziehen die Kräuselfäden heraus.

Verzierung und Abschluss

Jetzt denke ich mir: Das braucht noch etwas. Ich habe mir Litze gesucht. Die nähe ich mit einem kleinen Zickzackstich direkt auf die Naht. Am Ende wird die Litze eingeschlagen, damit es sauber aussieht.

Unser Röckchen ist fertig. Du kannst die Schleife hinten binden oder vorne an der Seite. Und vergiss nicht: Wir haben viele weitere Produkte, die im Sommer herauskommen. Kleine Tops, passende Hosen, viele Hacks auf YouTube. Ich freue mich, dass du wieder dabei warst, und hoffe, du bist auch beim nächsten Projekt dabei. Vielen Dank fürs Mitmachen und bis zum nächsten Mal.

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